Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Geschäfts-Bericht: Powertrust entwickelt innovatives System zur Stromspeicherung
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Energiewende von Oyten aus

Marius Merle 25.03.2017 0 Kommentare

Firma Powertrust aus Oyten
Powertrust-Geschäftsführer Lutz Lambrecht hat mit seinem Team einen innovativen Stromspeicher entwickelt, der nun den Markt erobern soll. (Björn Hake)

Dort hat die noch junge Firma Powertrust nämlich einen Stromspeicher entwickelt, der als integrierte Energielösung für die Haustechnik Strom aus verschiedenen Arten moderner Erzeugung speichern kann. Damit haben Hausbesitzer die Möglichkeit, sich fast komplett autark mit Strom zu versorgen, wie Geschäftsführer Lutz Lambrecht nicht ohne Stolz erzählt.

Grundsätzlich seien Speichersysteme für Strom der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Denn das Problem der regenerativen Quellen ist, dass sie nicht immer dann Strom erzeugen, wenn er benötigt wird und gleichzeitig an einzelnen Tagen mehr erzeugen, als tatsächlich gebraucht wird. „Herkömmliche Speichersysteme haben den Fokus meist ausschließlich auf Photovoltaik-Stromspeicherung“, heißt es von Powertrust. Bei den Speichersystemen des Oytener Unternehmens könne aber gleichzeitig sowohl Strom aus bestehenden oder neuen Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerken und Windanlagen eingespeist werden und immer dann verbraucht werden, wenn er benötigt wird. „Das aktuell einzige Hybridsystem auf dem Markt“, sagt Lambrecht.

Zur Entstehungsgeschichte: Jörg Lührs, Geschäftsführer von Gesutra in Bremen, hatte bei seiner Firma selbst das Problem, zwar eine große Photovoltaikanlage zu besitzen, aber den Strom oft nicht dann zur Verfügung zu haben, wenn er gebraucht wurde. Er entwickelte ein System, welches dieses Problem behob – jedoch nur an sonnigen Tagen. So holte er sich Jonny Hansen von der HWT Oyten ins Boot, der sich mit Heizungsanlagen bestens auskennt. Denn sehr effiziente Gasheizungen produzieren sozusagen als Nebenprodukt Strom (Blockheizkraftwerk) – und das natürlich eher in den Wintermonaten, im Gegensatz zu den Photovoltaikanlagen. Eine ideale Lösung war geboren, fehlten noch die Steuerung und die Integration an das Stromnetz, wofür der heutige Geschäftsführer Lutz Lambrecht zum Team stieß, der damals noch Vorstand bei der EWE-Tochter BTC war.

Mehr als drei Jahre wurde getüftelt und entwickelt, bis Anfang 2015 die Powertrust GmbH gegründet wurde. „Angefangen haben wir mit einem vier mal vier Meter großem Büro“, erinnert sich Lambrecht an den Beginn des Start-Ups, das seine Zelte in einem Gebäude auf dem Gelände von HWT im Oytener Gewerbegebiet aufschlug. Dort ist Powertrust auch jetzt noch beheimatet, allerdings inzwischen auf deutlich größerer Fläche. Für die Entwicklung konnte sich Powertrust über eine Förderung von 360 000 Euro aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des Bundes freuen. Gelder, die sich das Unternehmen auch nach Ansicht des hiesigen Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt (CDU) wahrlich verdient hat. „Wir haben in der Region nicht viele solch innovativer Firmen“, findet er lobende Worte.

Auch die Batterietechnologie, auf die Powertrust setzt, ist eine andere als in herkömmlichen Systemen. Leed-Chrystal-Batterien seien laut Lambrecht nicht nur günstiger als etwa Lithium-Batterien, sondern auch nachhaltiger, da sie fast zu 100 Prozent recycelt werden können. Apropos 100 Prozent: Diesen Wert peilt das Unternehmen auch für die Versorgung aus dem Stromspeicher an. Aktuell liege man bereits bei mehr als 90 Prozent. Neben Wohnhäusern sei der Powertrust-Stromspeicher auch für kleine industrielle sowie landwirtschaftliche Betriebe interessant.

„Wir platzen aktuell aus allen Nähten“, sagt Lambrecht angesichts der Entwicklung der Firma. Sechs Menschen seien inzwischen fest angestellt, drei weitere werden aktuell gesucht. Zudem arbeiten 20 Mitarbeiter von HWT und Gesutra dem Unternehmen zu. Zum 1. Januar des nächsten Jahres suche man einen neuen Standort, gerne würde man in Oyten bleiben. Jetzt steht aber erst einmal die Markteinführung des „Energy Towers“ an, der die Privathaushalte erobern soll. „Damit geht es bei uns eigentlich erst so richtig los“, betont Lambrecht.

„Xxxx xxx xxx xxx xxx xxx xxxxxxx xxxx xxx xxx xxxxxxxx.“ Xxxxxx Xxxx

Mein Achim
Ihr Portal für Achim

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für Achim und den Landkreis Verden. In diesem Portal informieren wir Sie über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Region.

Ein Artikel von
Das Porträt - alle Teile der Serie im Überblick
Ob Schützenkönig, Schulleiterin oder Stadtjuristin – in der Serie "Das Porträt" stellt der ACHIMER KURIER die unterschiedlichsten Personen aus dem Landkreis Verden vor. Die eine oder andere kennen Sie bestimmt...
Serie: Geschäftsbericht
Der Landkreis Verden – eine Region, in der neben vielen mittelständischen Betrieben und gut erschlossenen Gewerbegebieten auch immer mehr Start-ups zu finden sind. In seiner Serie "Geschäftsbericht" gibt der ACHIMER KURIER Einblicke in die Firmen selbst, zeigt die Menschen und ihre Ideen, die dahinter stecken.
Das Interview - alle Teile der Serie zum Nachlesen
Welche Pläne gibt es für die Achimer Marktpassage? Wie fühlt es sich an, das Spiel des Jahres entwickelt zu haben? Und wer entscheidet eigentlich, welche Straßen repariert werden? In seiner Serie "Das Interview" spricht der ACHIMER KURIER mit Menschen aus dem Kreis Verden über die verschiedensten Themen.
Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 15 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
WK-28203 am 22.10.2019 11:44
Nur leider sind die bestimmten Bahnen/Busse der BSAG schon überfüllt, dort gibt es einfach kaum noch Platz drin...

Um es mal direkt ...
peteris am 22.10.2019 11:19
Ach die "armen Landwirte". Monokultur,Massentierhaltung und Grundwasserverseuchung, sind das Markenzeichen der so "armen Landwirte", was auch noch ...