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Etelser Erntefest
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Erntefest wird zum bunten Spektakel

Jürgen Juschkat 22.09.2019 0 Kommentare

Verkleidung gehört zum Erntefest in Etelsen einfach dazu. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.
Verkleidung gehört zum Erntefest in Etelsen einfach dazu. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. (Michael Galian)

Buntgeschmückte Anhänger und Traktoren, mit Mais, Sonnenblumen, Girlanden und herbstlich gefärbten Blättern gestaltete Zäune und Hofeinfahrten – das alles gehörte am Wochenende in Etelsen zum gelungenen Bild  des traditionellen Erntefestes. Natürlich gab es auch einen Lampionumzug, einen bunten Erntekranz, Musik und Tanz im Festzelt und am Sonntag zwei Wochen vor dem Erntedankfest einen Musik-Gottesdienst mit Blasmusik.

Im Mittelpunkt des Etelser Erntefestes stand allerdings der imposante Umzug, der auf einem abgeernteten Maisfeld an der Ecke Zum Berkelsmoor/Berkelsstraße startete und unter anderem über die Bahnhofstraße zum Festplatz an der Schulstraße führte. In vier Reihen warteten die Zugmaschinen nebst Anhänger auf das Startsignal. Als es endlich losging, entwickelte sich schnell auf dem sandigen Boden eine Staubwolke.

Nur zögerlich kam die Kolonne, angeführt vom wegweisenden Fahrradfahrer Günther Minder, auf Touren. Ein großes Stoppschild schmückte seinen Lenker. „Wir dürfen den Umzug zwar begleiten, aber nicht in den Verkehr eingreifen“, erklärte Dieter Meyer, während er die Namen auf der Helferliste abhakte.

Der Fantasie waren bei der Gestaltung der mehr als 30 Erntewagen, die nicht nur aus Etelsen kamen, keine Grenzen gesetzt. Die „Feierwehr von Wiedhoop“ hatte eine Leiter am Wagendach befestigt, der Schützenspielmannszug Baden unter anderem mit blau-weißem Tuch das Thema „Oktoberfest“ zementiert. Fesche Damen im Dirndl zählten zu der Besatzung. „Forever young“ stand am Wagen, auf dem nicht ganz jung gebliebene Männer saßen.

Goldgelbe Maiskolben schmückten das Gefährt mit dem Namen „Die lustigen Giersbarger“, welches durch den 1962er-Hanomag Perfekt 300 von Klaus Rathjen gezogen wurde. Gleich daneben warteten moderne Traktoren – ein New Holland T7.250 und ein MB-Track 1500 – darauf, dass der Umzug endlich losgeht.

Seiner Zeit voraus war der Wagen vom Hof Beckröge, der mehr als zwei Monate vor dem Termin Weihnachtsbäume und Glühwein ankündigte. Reklame betrieb aber auch die Daverdener Landjugend, die auf die Veranstaltung „Baller die Waldfee“ am 16. November hinwies. Nicht fürs Glück, aber für die Eintrittskarten ins Festzelt waren Schornsteinfeger Michael Köppen und Ehefrau Inga zuständig, die ebenso in schwarzer Berufskleidung mit dem Rad fuhren wie deren Kinder Hanna und Thore.

Ziel des Konvois war der Festplatz an der Schulstraße, wo Zelt und Buden auf das Erntefest hindeuteten. Auf dem Weg dorthin hinterließ unter anderem die Bahnhofstraße einen festlichen Eindruck. Etliche Zaungäste hatten es sich auf Bänken und Stühlen gemütlich gemacht. Beim Festzelt angekommen, kam es zur Ernte-Zeremonie, bei der die Braut Carolin Mühlmeister zunächst Moritz Körner etwas Ungewöhnliches entgegen reichte. „Was Ihr mir hergereicht in meine Hand, das nennt man einen Besen hierzuland! Hinweg mit ihm, den könn' wir nicht gebrauchen heut' zum Feste! Gebt her den rechten Kranz, gebunden muss er sein auf’s Beste.“

Carolin Mühlmeister rückte den mit Getreide ausgestatteten Kranz schließlich heraus, sodass Moritz Körnern sagen konnte: „Da greif ich zu, denn wunderbar ist er geworden….. Korn und Früchte für den Kranz zu finden war nicht schwer, denn Gott der Schöpfer ließ das Etelser Feld nicht leer.“

Musik vom Discjockey beim Tanz im Festzelt, aber auch beim Gottesdienst mit dem kleinen Bläsercorps Mahndorf unter dem Motto „Lätz-Fätz – die Musi kommt“ sorgte für gute Stimmung. Es gab außerdem am Sonntag einen Trödelmarkt in der Schulstraße. Bereits am Freitag hatte nach einem Platzkonzert der Badener Musiker ein Laternenumzug für leuchtende Lampen und strahlende Kinderaugen bei den rund 300 Teilnehmern gesorgt.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...