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Geschäftsbericht über Achimer Firma
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Feuriges Familienunternehmen

Gisela Enders 11.02.2019 0 Kommentare

1926 gründete sein Großvater eine Firma für Kachelofenbau, mittlerweile führt Lars Wehrhahn das Unternehmen und hat die Angebotspalette stetig erweitert.
1926 gründete sein Großvater eine Firma für Kachelofenbau, mittlerweile führt Lars Wehrhahn das Unternehmen und hat die Angebotspalette stetig erweitert. (Björn Hake)

Kacheln aus einem Hamburger Werk und einfache Öfen aus Eisen: Kaum mehr als das Nötigste stand Karl Wehrhahn zur Verfügung, als er sich 1926 zur Selbstständigkeit entschloss und mit dem Kachelofenbau den Grundstein für ein Unternehmen legte, das heute auch andere Geschäftsfelder bedient. Nachdem schon der Sohn des Firmengründers den Handel mit Fliesen ins Programm aufnahm, setzt der Enkel mittlerweile zusätzlich auf den Bau von hochwertigen Kaminen. Ziemlich neu im Katalog der Karl Wehrhahn GmbH & Co KG: Outdoor-Küchen, nach den Wünschen des Kunden geplant und gestaltet.

Wie im Handwerk oft zu beobachten, trat auch bei der Familie Wehrhahn der Sohn des Firmengründers in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm 1968 die Leitung des gut eingeführten Betriebes. „Als jedoch Anfang der Siebzigerjahre der Ölpreis in den Keller rutschte, ging die Nachfrage nach Kachelöfen drastisch zurück“, erinnert sich der Enkel Lars Wehrhahn. Um das Unternehmen wirtschaftlich auf Kurs zu halten, kompensierte fortan der Handel mit Fliesen den Ausfall im bisherigen Kerngeschäft. Eine Entscheidung, die sich schon wenig später als äußerst tragfähig erweisen sollte.

Lange Zeit des Lernens

Auch er habe niemals darüber nachgedacht, seinen beruflichen Werdegang außerhalb des Familienbetriebes zu suchen, erklärt Lars Wehrhahn. Ausbildungen zum Fliesenleger und zum Luft- und Ofenheizungsbauer qualifizierten den 1971 geborenen Unternehmer zur Mitarbeit im Betrieb; 1999 krönte die Meisterprüfung im Kachelofenbau schließlich die lange Zeit des Lernens. „Nach einer Durststrecke lassen sich damit durchaus wieder Erfolge erzielen“, beschreibt der heutige Inhaber seine Motivation, dieses Segment nicht völlig außer Acht zu lassen. „Spezielle Öfen erzeugen heißes Wasser, das in das Heizsystem eingeleitet wird, sorgen für Behaglichkeit in der ganzen Wohnung und sind als schmückendes Element wieder sehr gefragt."

Den Flammen zuzuschauen bedeute für viele Menschen Entspannung und Genuss. Zusätzlich dazu sei es heute möglich, Kamine jeder Raumsituation anzupassen, beschreibt der Unternehmer zahlreiche Möglichkeiten, mit Konstruktionen aus Putz, Keramik, Beton, Metall oder Glas Unikate für Haus oder Wohnung zu schaffen. Oft gehe der Weg mittlerweile auch in Richtung Gas, das die Holzlagerung überflüssig mache, schadstoff- und wartungsarm daherkomme. Gasleitung und Schornstein seien jedoch Voraussetzungen, eine nachträgliche Installation nur selten möglich.

Umbau erfolgte 2005

Eine in allen Bereichen gute Auftragslage veranlasste den heute 48-Jährigen nach eigenen Angaben 2005 zum Umbau der Geschäftsräume im Erdgeschoss. Fliesen und Öfen konnten nun auf attraktiven Flächen präsentiert werden, luftige und helle Büroräume wurden zum Arbeitsplatz von Mutter, Ehefrau und Schwägerin. Der Ausbau des kompletten Obergeschosses schuf ein paar Jahre später Platz für eine Kamin-Ausstellung, die zu den aufwendigsten in der Region zähle.

Ganz besonders stolz ist Wehrhahn auf das „jüngste Kind“ der Firmengeschichte. „Als komfortable Alternative zum Grillen liegen Outdoor-Küchen voll im Trend“, beschreibt er den Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Brutzelvergnügen. „Induktionsfeld und Arbeitsplatte, Backofen, Spüle und Kühlschrank bilden hier nur die Basis – es kann beliebig ergänzt und erweitert werden“. Repräsentative Beispiele finden sich auch im Außenbereich des Firmensitzes.

Am Standort des Unternehmens in Achim-Bierden erinnert heute nichts mehr an die bescheidenen Anfänge des Großvaters. Auf einer Fläche von gut 1000 Quadratmetern erschließt sich mittlerweile die Produktwelt der Firma, Ausstellungsbereiche bieten die Chance, sich über das Angebot des Hauses in Ruhe zu informieren und insgesamt zehn Fachberater und Handwerksmeister setzen heute über neunzig Jahre nach der Firmengründung die Wünsche der Kunden um.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?