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Kunstvoll kicken auf Achims ersten Allwetterplatz

Elina Hoepken 19.09.2019 0 Kommentare

Kunstrasenplätze bringen einige Vorteile mit sich: Sie sind zum Beispiel pflegeleicht und nutzen sich nicht so schnell ab.
Kunstrasenplätze bringen einige Vorteile mit sich: Sie sind zum Beispiel pflegeleicht und nutzen sich nicht so schnell ab. (Fredrik von Erichsen/dpa)

Es ist nach dem Freibadumbau nicht weniger als der „nächste große Meilenstein“ zur Verbesserung der städtischen Sportanlagen. So zumindest beschreibt es die Achimer Stadtverwaltung selbst. Die Rede ist von Achims erstem Allwetterplatz, der in naher Zukunft konkrete Formen annimmt. „Wenn die Planung genehmigt wird, soll auf dieser Grundlage im Oktober 2019 ein Bauantrag beim Landkreis Verden eingereicht werden“, kündigt die Verwaltung in einer Mitteilungsvorlage an, die in der kommenden Sitzung des Sportausschusses am 30. September auf der Tagesordnung steht. Dann sollen die Arbeiten auch vom beauftragten Planungsbüro Horeis und Blatt aus Bremen, das bereits die im Landkreis Verden vorhandenen Allwetterplatzanlagen in Oyten und Verden geplant hat, noch einmal genauer vorgestellt werden.

So sieht die derzeitige Planung vor, dass auf dem Gelände des Sportzentrums Achim am Freibad, wo der Allwetterplatz entstehen soll, zunächst das vorhandene Allwetterkleinspielfeld und die existierende Asphaltfläche zurückgebaut werden. Anschließend soll dann der neue Platz errichtet werden. „Die vorhandene Zaunanlage wird ertüchtigt und um einen weiteren Ballfangzaun hinter dem zweiten Tor ergänzt“, heißt es zu den Planungen. Auch die vorhandene Flutlichtanlage soll weiter genutzt, allerdings noch ergänzt werden.

Gesamtkosten gestiegen

Die Gesamtkosten für den Um- und Neubau des Allwetterplatzes belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf 1,12 Millionen Euro. Das sind 200 000 Euro mehr als die Summe, die derzeit von der Politik im Doppelhaushalt 2019/2020 für diese Maßnahme eingeplant ist. Grund für diese Kostensteigerung ist neben der florierenden Baukonjunktur, die der Stadt im Grunde bei allen Bauprojekten Probleme macht, unter anderem eine Diskussion auf EU-Ebene, die auch Achim beeinflusst.

Wie berichtet, wird darüber debattiert, Kunstrasenplätze mit Gummigranulat aus Umweltschutzgründen in Zukunft zu verbieten. „Dabei geht es nicht um den Bau von Allwetterplätzen allgemein, sondern um den Einbau von losem Kunststoffgranulat als Verfüllung des Kunststoffteppichs“, erklärt die Verwaltung. Auch der Achimer Allwetterplatz sollte eigentlich diese Verfüllung bekommen. Nun wurde jedoch umgedacht – auch wenn derzeit noch völlig unklar ist, ob und wie der Gesetzgeber mit der Thematik umgehen wird. Die Verwaltung empfiehlt, dennoch umzusteigen und stattdessen auf Sand zu setzen. Eine erhöhte Verletzungsgefahr bei den Spielen sei dadurch nicht zu erwarten.

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Finanzielle Unterstützung vom Land Niedersachsen kann die Stadt für ihr Projekt indes nicht erwarten. Die Förderanträge, die beim Ministerium für Inneres und Sport gestellt wurden und zu denen neben einer Förderung für den Allwetterplatz und die 400-Meter-Bahn auch ein Zuschuss für die Dachsanierung beim Hallenbad gehörte, wurden nicht berücksichtigt. Die Stadtverwaltung empfiehlt daher, in einem möglichen Nachtragshaushalt 2020 das Budget für das Projekt um 200 000 Euro zu erhöhen. „Gleichzeitig werden alle möglichen Gegensteuerungsmaßnahmen wie die sinnvolle Reduzierung der Bauleistung und der richtige Zeitpunkt der Bauausschreibung ergriffen, um das ursprünglich geplante Budget doch noch einzuhalten.“

Derzeit ist vorgesehen, mit dem Bau der Anlage im Frühjahr 2020 zu beginnen. Eine Nutzung könnte dann zu Beginn der Saison 2020/2021 erfolgen. Vorbereitende Arbeiten wie Baumfällungen oder Pflegerückschnitte sollen jedoch bereits ab Oktober dieses Jahres beginnen und bis Februar 2020 abgeschlossen sein. „Der Baumbestand soll soweit wie möglich erhalten bleiben. Lediglich die abgestorbenen Bäume sollen entfernt und mit Neupflanzungen ersetzt werden“, kündigt die Stadt an.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

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Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...