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Holtebüttel rockt
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Laut und vielseitig

Lukas Warnecke 10.06.2019 0 Kommentare

Je später der Abend, desto voller das Festivalgelände. Auch beim zehnten
Je später der Abend, desto voller das Festivalgelände. Auch beim zehnten "Holtebüttel rockt" ließen die Besucher sich von den rockigen Klängen mitreißen. (fotos: Björn Hake)

„Mehr Rock geht nicht." Das ist das Motto des Rockfestivals „Holtebüttel rockt“. Und zum zehnjährigen Bestehen des Festivals sollte dieses Versprechen noch einmal richtig eingehalten werden. Wie auch in den Jahren zuvor wurde auf der Pferdeweide unter freiem Himmel das Festivalgelände eingerichtet. Hier konnten die Besucher einen vegetarischen Burger genießen, alte Freunde treffen und vor allem sollten sie natürlich gemeinsam rocken.

„Wir haben unser Budget nochmal aufgestockt“, erzählte Eike Vetter, Vorsitzender des Vereins „H-Rockt“, der das Festival traditionell veranstaltet. Bis spät in die Nacht konnte am Sonnabend vor Pfingsten zur Musik der eingeladenen Bands gefeiert und getanzt werden. Bevor es jedoch damit losgehen konnte, wurde „Holtebüttel rockt“ am Freitagabend zunächst mit dem traditionellen Bandcontest eröffnet.

Obwohl die Wetteraussichten mit angenehmen Temperaturen und leicht bewölktem Himmel eigentlich nicht besser hätten sein können, war das Festivalgelände am frühen Freitagabend zunächst nur spärlich besucht. Davon ließen sich die fünf teilnehmenden Bands jedoch nicht aufhalten. „Lysios“, „Scarfield“, „Trailblaze“, „Razor Punch“ und „Spy#Row“ hießen die Teilnehmer in diesem Jahr und sie alle hatten eine halbe Stunde Zeit, um dem Publikum zu beweisen, dass sie die Besten des Abends sind.

„Es sollte eine unterschiedliche Mischung werden“, sagte Tobias Durka, Vize-Vorsitzender beim Verein „H-Rockt“, über die Zusammenstellung der Bands. Die vierköpfige Band „Scarfield“ spielt beispielsweise Alternative Rock, „Trailblaze“ sind zwischen Hardrock und Old School Metal einzuordnen. Die Band „Razor Punch“ spielt modernem Hard- und Alternative Rock, „Spy#Row“ energiegeladenen und melodischen Rock und „Lysios“ progressiven Metalcore. Gemeinsam hatten alle fünf Bands aber, dass sie auf dem Festivalgelände für eine ordentliche Lautstärke sorgen konnten.

Doch an diesem Abend ging es für die Contest-Teilnehmer nicht nur um einen Geldpreis, sondern vor allem um einen begehrten zweiten Auftritt. Dieser sollte dann am nächsten Tag des Festivals stattfinden. Deswegen versuchten die Musiker ihr Bestes, um die Leute auf ihre Seite zu ziehen. „Wir bringen euch zum Rocken“, war das Versprechen an die Zuschauer. Die Anstrengungen zahlten sich aus. Je länger der Abend anhielt, desto mehr Leute gesellten sich auf das Gelände und vor die Bühne. Dort wurde getanzt, mitgesungen und allgemein gerockt. Zugaben gab es für die Zuhörer jedoch keine, denn jede Band bekam die gleichen Chancen und somit auch die gleichen Zeitvorgaben. Am Ende wurden vom Publikum Punktzahlen vergeben, aus denen dann der Sieger errechnet wurde. „Scarfield“ konnte schließlich die meisten Punkte erringen und somit am Sonnabend noch einmal zeigen, was sie konnten. Das Ende des Abends musste bedauerlicherweise, aufgrund eines Gewitters, ins Wasser fallen. Die Band „Rossi“, durfte allerdings am nächsten Tag ihren Auftritt feiern.

Wenn man sich am Freitagabend unter den Gästen umschaute, konnte man viele Festival- und Band T-Shirts entdecken. Die überwiegende Mehrheit waren alte „Holtebüttel Rockt“-Oberteile. „Hier ist gar kein Stress“, meinte Eike Vetter auf die Frage, warum die Leute immer wieder zu dem Festival kommen. Die Atmosphäre solle entspannt und familiär sein. Deswegen fand man unter den Gästen nicht nur eingefleischte Rock- und Metallfans, sondern auch Gäste, wie die Familie Detloff. Diese kam gleich zusammen mit ihren Kindern, neun und 15 Jahre alt, auf das Festival. „Ich finde das ganze Flair toll“, beschrieben sie die Stimmung auf dem Event. Es würde eine Art Urlaubsfeeling aufkommen. Für ihren Sohn, der genauso vom Rock begeistert war wie seine Eltern, stellte dieser Abend eine Feuerprobe dar. Wenn er sich in diesem Jahr gut anstelle, dürfe er nächstes Jahr mit auf das große Rockfestival nach Wacken.


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