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Achimer Brettspiele-Club
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Spielerisch Toleranz fördern

Lukas Warnecke 27.01.2019 0 Kommentare

Beim Achimer Brettspiele-Club wurden Neuheiten vorgestellt: Hier probieren Patrick Geils (von links), Peter Bauer, Nicole Becker und René Kolberg das Spiel Reykholt.
Beim Achimer Brettspiele-Club wurden Neuheiten vorgestellt: Hier probieren Patrick Geils (von links), Peter Bauer, Nicole Becker und René Kolberg das Spiel Reykholt. (fotos: Björn Hake)

Jedes Jahr werden in Deutschland unzählige Brettspiele veröffentlicht. Als ungeübter aber auch als interessierter Spieler kann es da schwer werden, sich für das Passende zu entscheiden. Diesem Problem will der Achimer Brettspiele-Club entgegenwirken. Am Sonnabend stellte der Club daher den ganzen Nachmittag über seine persönlichen Höhepunkte der vergangenen zwei Jahre, aber auch Neuheiten im Gemeindehaus der Sankt Laurentius-Kirche vor.

Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gäste sich von sogenannten „Erklärbären“ die einzelnen Spiele vorstellen und erklären lassen. Neben Brettspielen gab es für jeden Gast auch die Möglichkeit den Achimer Spieleautoren Michael Kiesling kennenzulernen. Dieser war mit dem Spiel „Azul“ zu Gast, mit dem er im vergangenen Jahr den Preis „Spiels des Jahres“ gewann (wir berichteten).

Würfel, Plättchen, Karten – der Aufbau, der vom Brettspiele-Club ausgewählten Spiele, nahm alle möglichen Formen an. Auch die Auswahl der Genres und die Themen der Spiele waren mannigfaltig. Von einfachen Kartenspielen bis hin zu stundenlangen Strategiespielen, bei denen die Teilnehmer versuchen mussten, große Pyramiden zu bauen, war alles vertreten.

Genauso vielfältig wie die vorgestellten Gesellschaftsspiele waren die Gäste. So lieferten sich zum Teil Senioren und Familien mit kleinen Kindern spannenden Partien. Der Spieleverein hat dafür aber auch eine Erklärung. „Deutschland ist das Land der Spiele“, sagte Carsten Geils, Mitglied im Brettspiele-Club und „Erklärbär“ an diesem Nachmittag. Die Geselligkeit sei dabei das Entscheidende. Besonders bei Gesellschaftsspielen würden sich Spieler besonders gut kennenlernen.

„Ich habe schon immer gerne gespielt“, sagte Spieleautor Michael Kiesling über seine Liebe zu Gesellschaftsspielen. Bereits in jungen Jahren habe er angefangen, bei Spielen die Regeln zu verändern. Das ging dann irgendwann darin über, dass er sich selbst Brettspiele ausdachte. „Ich entwickle einfach gerne“, verriet er.

Vier Regeln für gutes Brettspiel

In seiner Karriere als Spieleautor kann Kiesling bereits auf acht Nominierung für den Titel „Spiel des Jahres“ zurückblicken – drei Titel gingen auf sein Konto. Ein gutes Brettspiel müsse für ihn vier Regeln beachten. „Es braucht eine gute Optik, schönes Spielmaterial, ein leicht verständliches Regelwerk und vor allem einen hohen Wiederspielreiz“, erklärte Kiesling. Beim Spieletreff am Sonnabend brachte er Prototypen neuer und vielleicht schon bald erhältlicher Spiele mit.

Aber nicht nur Spiele waren im Gemeindehaus an diesem Nachmittag Thema. Seit Kurzem unterstützt der Achimer Brettspiele-Club die Aktion „Spielend für Toleranz – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“. Diese, von Mitgliedern aus der Jury für das Spiel des Jahres ins Leben gerufene, Aktion soll Clubs und Verlagen die Möglichkeit geben, ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Zu diesem Zweck wurde ein Logo entworfen, das frei von den verschiedenen Vereinen verwendet werden darf, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. „Spiele sind für alle offen“, sagte Alexander Jung, Mitglied beim Brettspiele-Club.

Für alle Gäste die Lust bekamen, sich auch zu Hause mit Brettspielen zu beschäftigen, war der Spieleflohmarkt da. Hier konnten alle Besucher gespendete Spiele erwerben. Die Spenden kamen dabei von allen Mitgliedern des Vereines selbst. „Irgendwann hat man einfach keinen Platz mehr“, sagten die Clubmitglieder über ihre Bestände bei sich zu Hause. Wer ein wenig Geduld mitbrachte, der konnte auch Spiele am Ende des Tages bei einer Tombola gewinnen. Dabei wurden zuvor ausgefüllte Feedback-Zettel als Lose benutzt.

Weiter geht es für den Achimer Brettspiele-Club wie gewohnt in jeder geraden Kalenderwoche immer freitags ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus in der Sankt Laurentius-Kirche.


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