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Studienort Achim
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Elina Hoepken 22.09.2019 0 Kommentare

Statt der erwarteten 40 Besucher waren über 80 Interessierte zur offiziellen Eröffnung des Achimer Studienortes gekommen.
Statt der erwarteten 40 Besucher waren über 80 Interessierte zur offiziellen Eröffnung des Achimer Studienortes gekommen. (Michael Galian)

Der 20. September soll in die Geschichte eingehen. So zumindest wünschte es sich Kerstin Wendt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Verden. Und dieser Wunsch hing ausnahmsweise nicht damit zusammen, dass sich am Freitag auch im Landkreis Verden zahlreiche Menschen an den Kilmademos beteiligt haben und für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen sind. Vielmehr ging es dabei um die Zukunft des Landkreises Verden als Wirtschaftsstandort.

Am Freitag wurde auf dem Gelände von Schuhmaschinen Desma in Achim nämlich offiziell der Studienort der Leibniz Fachhochschule aus Hannover eröffnet. Wie berichtet, werden zu diesem Wintersemester dort erstmals die dualen Studiengänge Wirtschaftsinformatik, It-Security und Embedded Automation Design angeboten. „Heute kann ein historischer Tag für die regionalen Geschichtsbücher werden“, sagte Wendt fast schon euphorisch bei ihrer Ansprache. Und nicht nur sie, auch Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Christian Decker, Geschäftsführer von Desma, machten deutlich, dass dieser Studienort für Achim und die Unternehmen aus der Region der ganz große Wurf sein könnte.

„Wir formen hier mit dem Studienort die Grundlage für unsere Zukunft“, sagte Decker. Gemeinsam mit Desma kooperieren noch acht weitere Unternehmen aus der Region dazu mit der Leibniz Hochschule. Und diese stammen mit Nichten nur aus Achim. „Wir haben auch Unternehmen aus Hoya, Thedinghausen, Verden und Rotenburg mit dabei“, verkündete Decker sichtlich stolz. „Es gibt bei diesem Projekt keine regionalen Grenzen.“ Somit sei das Angebot nicht nur eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sondern auch die Kommunikation der Unternehmen untereinander zu stärken.

Zum Wintersemester 2019/2020 starten zunächst zehn Studenten am neuen Achimer Studienort. „Die gemeinsamen Kurse, die für alle drei Studiengänge gleich sind, finden in den Räumen auf dem Desma-Gelände statt“, erklärte Tanja Recoullé, Leiterin des Studienortes. „Für die fachspezifischen Kurse fahren die Studenten dann nach Hannover.“ Schritt für Schritt sollen jedoch immer mehr Veranstaltungen tatsächlich in Achim gehalten werden. Doch dafür fehlen derzeit noch die Räumlichkeiten. Bisher gibt es lediglich einen IT- und einen Unterrichtsraum. „Das ist natürlich erst einmal nur eine Übergangslösung, zum nächsten Jahr werden wir auf dem Gelände dann wahrscheinlich noch einmal umziehen“, sagte Recoullé.

Zumindest wenn die Nachfrage nach den Studiengängen sich so entwickelt, wie die Beteiligten das derzeit vorhersehen. „Wir starten jetzt mit zehn Studierenden, aber im nächsten Jahr haben wir vielleicht schon 30 und danach 50“, zeigte sich Decker optimistisch. Und auch das Angebot der Studiengänge selbst soll sich schon bald erweitern. „Wir planen im nächsten Jahr noch einen Studiengang ,Künstliche Intelligenz' einzurichten“, sagte Norbert Gülke, Vizepräsident der Leibniz Fachhochschule.

Rainer Ditzfeld bekam bei der Eröffnung am Freitag das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. „Das ist heute ein denkwürdiger Anlass für unsere kleine Stadt Achim“, sagte er. Man festige damit den Wirtschaftsstandort und schaffe für junge Leute zudem ein zusätzliches Bildungsangebot. „Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass das Ganze innerhalb von nur sechs Monaten umgesetzt werden kann.“ Immerhin war erst am 18. März dieses Jahres in gemeinsamen Gesprächen die Idee entstanden, einen zweiten Studienort der Leibniz Fachhochschule in Achim zu etablieren. Der Zeitplan war also denkbar eng. „Wir hatten in den vergangenen Monaten durchaus viel Arbeit, aber es haben alle Beteiligten an einem Strang gezogen“, berichtete Recoullé. „Ohne die Unterstützung und Zusammenarbeit der Unternehmen wäre das sicherlich nicht möglich gewesen.“

Und wenn es nach der Leiterin des neuen Studienortes geht, kann mit der Zahl der Studenten auch die Zahl der kooperierenden Unternehmen in Zukunft noch steigen. „Weitere Firmen sind immer willkommen und wir sind dabei auch nicht nur auf die Region begrenzt“, erklärte sie.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...