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Otto-Modersohn-Museum
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Stillleben von Otto Modersohn

Lars Köppler 19.04.2019 0 Kommentare

Im Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum finden immer wieder Themen-Ausstellungen mit Werken des passionierten Landschaftsmalers statt.
Im Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum finden immer wieder Themen-Ausstellungen mit Werken des passionierten Landschaftsmalers statt. (Björn Hake)

In seiner künstlerischen Schaffenszeit hat sich Otto Modersohn ausschließlich als Landschaftsmaler verstanden. Daher finden sich Stillleben und Porträts in seinem Werk auch nur vereinzelt. Doch genau diese Stillleben des Fischerhuder Malers stehen im Mittelpunkt der nächsten Ausstellung im gleichnamigen Museum (In der Bredenau 95), zu der die „Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum“ interessierte Besucher ab sofort und bis zum 23. Juli täglich von 10 bis 18 Uhr einlädt.

Das Stillleben, weiß Enkelin und Museumsleiterin Antje Modersohn zu berichten, sei von allen Bildgattungen – noch hinter der Landschaftsmalerei – bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts in der akademischen Hierarchie als die niedrigste eingestuft worden. „Über ihr standen Heiligenbild, Historienbild, Genrebild und Porträt“, ergänzt die Expertin. Einen Bedeutungswandel habe die Stillleben-Malerei erst zum Ende des 19. Jahrhunderts erlangt. „Am Beginn der Moderne, vor allem durch Maler wie Henri Fantin-Latour und Paul Cézanne“, so Modersohn.

Das Steckenpferd des Otto Modersohn war zwar die Landschaftsmalerei, eine Ausnahme bilden jedoch die Blumenstillleben, die in seinem Spätwerk in größerer Anzahl zu finden sind. Ausschlaggebend für die Beschäftigung mit der Bildgattung „Stillleben“ waren derweil die Werke Paula Modersohn-Beckers, deren besonderes und eigenartiges Kolorit der Maler schätzte. Im Jahr 1906, dem Trennungsjahr des Ehepaares, versuchte er erstmals eine Annäherung an deren Stillleben durch Kopien ihrer Bilder und erste eigene Versuche mit Öltempera. „Erhalten sind von diesen Versuchen nur zwei Beispiele“, sagt Antje Modersohn. Die Stillleben von Paula Modersohn-Becker seien wesentlich inspiriert von den entsprechenden Werken Paul Cézannes, Paul Gauguins und Emile Bernards. Im Gegensatz zu den Genannten verfolgte sie laut Antje Modersohn aber ein malerisches Vorgehen ganz eigener Art. „Wohl finden sich formale Beeinflussungen, aber in persönlicher malerischer Ausprägung. Es sind Bilder ohne eine Räumlichkeit und ohne illusionistische Licht- und Schattenwirkung.“ Es sei ihr ausschließlich um das Volumen der Gegenstände in der Fläche gegangen, ganz aus der Nähe gesehen.

Otto Modersohn versuchte derweil eine Synthese zu finden. Es ging ihm nach Einschätzung der Museumsleiterin eher wie Cézanne, der in seinen Stillleben eine „Harmonie zur Natur“ anstrebte. Künstlerisch sei Otto Modersohn zeitlebens ein Verehrer französischer Malerei gewesen. „Viele seiner Bilder lassen die hohe Verehrung für die wunderbaren Apfelstillleben Cézannes und deren kompositorische Eigenarten zuweilen auch in seinen Stillleben anklingen“, erklärt Antje Modersohn. Es gibt auch bei Otto Modersohn Draufsichten und labil angelegte Arrangements mit kippender Perspektive. Wie bei Cézanne sind die häufigsten Bildakteure auf Decken drapierte Äpfel, Birnen, Teller und Krüge. „Zuweilen vereinzelt der meist farbig gefasste Teller mit dem Obst, auf ihm und drum herum“, so Modersohn. Es gibt bei Otto Modersohn beispielsweise Küchenstillleben mit Gemüse, Obst und Gegenständen des Küchengebrauchs.

Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigte Karten für Schüler, Studenten und Auszubildende sind für vier Euro zu haben. Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Infos gibt es im Internet www.modersohn-museum.de oder telefonisch unter 0 42 93 /  3 28.


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