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Leibniz Fachhochschule
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Talentschmiede vor Ort

Elina Hoepken 11.06.2019 0 Kommentare

Insgesamt sechs Unternehmen setzen sich derzeit schon für einen Studienort der Leibniz Fachhochschule in Achim ein.
Insgesamt sechs Unternehmen setzen sich derzeit schon für einen Studienort der Leibniz Fachhochschule in Achim ein. (Björn Hake)

Der Zeitplan ist sportlich. Das ist allen Beteiligten klar. Und dennoch sind alle gleichermaßen optimistisch, dass Achim noch in diesem Jahr – genauer gesagt zum Wintersemester – zu einem Studienort der Leibniz Fachhochschule werden kann. Wie berichtet, soll in Achim gewissermaßen eine Außenstelle der in Hannover ansässigen Einrichtung installiert werden, an der im dualen Studium die Fächer Wirtschaftsinformatik, It-Security und Embedded Automation Design studiert werden können.

„Wir wünschen uns natürlich, dass es so schnell wie möglich losgeht“, sagt Reinhard Reents, Geschäftsführer der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (Vit) in Verden. „Immerhin fehlt in Niedersachsen im nächsten Jahr wegen der Umstellung auf das Abitur nach neun Jahren ein Abi-Jahrgang.“ Und damit fehle dann in den Unternehmen eben auch der Nachwuchs. Vit ist eines von bisher sechs Unternehmen aus dem Landkreis Verden, die den Studienort in Achim gemeinsam mit der Fachhochschule voranbringen wollen. Darüber hinaus wollen Block Transformatoren-Elektronik, Oelschläger Metalltechnik, das Ingenieurbüro Born und Ermel, Power Innovation Stromversorgungstechnik und Desma Schuhmaschinen mit der Leibniz Fachhochschule kooperieren.

Die Unternehmen sind derzeit auf der Suche nach geeigneten Studenten, die Hochschule selbst ist dabei, den Studienort in Achim akkreditieren zu lassen. „Wir rechnen damit, dass die Entscheidung über die Akkreditierung im Sommer fällt“, sagt Tanja Recoullé, Studienorganisation Fachbereich Technik der Leibniz Fachhochschule. Die Unternehmen sind indes derzeit fleißig dabei, die Werbetrommel für das Angebot zu rühren. Fünf geeignete Studenten habe man bereits gefunden. „Wenn man bedenkt, dass wir im Grunde erst seit sieben Wochen aktiv suchen, ist das schon eine sehr gute Zahl“, sagt Lysann Lennatz vom Ingenieurbüro Born und Ermel aus Achim. Mindestens zehn Studenten werden benötigt, um mit dem Angebot in Achim starten zu können.

Für die beteiligten Unternehmen liegen die Vorteile auf der Hand. „Der Fachkräftemangel ist schon seit vielen Jahren das beherrschende Thema und eine Besserung ist nicht in Sicht“, sagt Reents. „Deshalb müssen wir die Lösung selbst in die Hand nehmen.“ Schließlich seien Unternehmen wie seines auf hochqualifiziertes Personal angewiesen. „Insbesondere bei einem dualen Studium ist die Standortnähe der Fachhochschule für die Studenten natürlich ein großer Anreiz“, weiß Bernhard Böden vom Achimer Unternehmen Power Innovation. Immerhin verbringen die Studenten abwechselnd jeweils zwölf Wochen in den Unternehmen und zwölf Wochen für den Theorieunterricht in der Fachhochschule. Dafür mussten sie bisher immer bis nach Hannover fahren. „Diese Distanz hat bei uns in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Studenten abspringen lassen“, berichtet Reents.

Daher setzen die Unternehmen große Hoffnungen in den neuen Studienort, der auf dem Gelände von Desma Schuhmaschinen eingerichtet werden soll. „Wir haben schon jetzt die Räumlichkeiten und die Infrastruktur für zehn Studenten“, kündigt Desma-Geschäftsführer Christian Decker an. Eine Ausweitung sei in den kommenden Jahren allerdings möglich und auch wünschenswert. „Für die Studenten hat das Angebot hier vor Ort eigentlich nur Vorteile“, ist sich Decker sicher. „Und wir als Unternehmen können so den Grundstein für unsere Zukunftsfähigkeit direkt vor Ort legen.“ Damit würden nicht nur die jeweiligen Unternehmen selbst, sondern die gesamte Region gestärkt.

Daher würde man sich auch freuen, wenn sich noch mehr Unternehmen aus dem Landkreis Verden und der umliegenden Region am Aufbau des Studienortes in Achim beteiligen würden. Interessierte Unternehmen können sich dazu per E-Mail an recoulle@leibniz-fh.de mit Tanja Recoullé in Verbindung setzen.


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