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Weitere Spielhalle nicht zu verhindern

Marius Merle 14.03.2018 0 Kommentare

Bis 2016 war in dem Gebäude an der Großen Straße in Langwedel die Volksbankfiliale untergebracht, nun scheint es beschlossene Sache, dass dort eine Spielothek einzieht.
Bis 2016 war in dem Gebäude an der Großen Straße in Langwedel die Volksbankfiliale untergebracht, nun scheint es beschlossene Sache, dass dort eine Spielothek einzieht. (Sebi Berens)

Langwedel. Das Thema schien eigentlich vom Tisch. Die Pläne eines Antragstellers, in der ehemaligen Langwedeler Volksbank-Filiale an der Großen Straße 18 eine Spielothek einzurichten, waren im vergangenen November bei der Verwaltung und Politik in Langwedel auf breite Ablehnung gestoßen. Zum wiederholten Male. Auch für die ersten beiden Spielhallenentwürfe an diesem Ort hatte man im Flecken das Einvernehmen versagt. Und auch beim Landkreis Verden war der Bauantrag zunächst abgelehnt worden. Umso überraschender, dass nun aus dem Kreishaus ganz andere Signale gesendet werden. "Wir beabsichtigen, das versagte Einvernehmen des Flecken Langwedel zu ersetzen", lässt Fachbereichsleister Joachim Kmetsch auf Nachfrage verlauten. Das heißt: Der Landkreis macht den Weg für die Einrichtung einer Spielhalle in der ehemaligen Bankfiliale im Langwedeler Ortszentrum frei.

Das macht man im Kreishaus aber keinesfalls, weil man grundsätzlich der Auffassung ist, dass es mehr solcher Vergnügensstätten in der Region braucht, will Kmetsch betont wissen. "Man kann in dieser Sache unterschiedlicher Meinung sein." Was der Landkreis als Entscheidungsträger in solchen Fällen jedoch einzig und alleine zu berücksichtigen hat, sind die juristischen Parameter. Und hier ist man laut Kmetsch nach der letzten Prüfung zu dem Urteil gelangt: "Der Bauherr hat einen Rechtsanspruch auf die Genehmigung."

Vor rund einem Jahr hatte der Landkreis noch mitgeteilt, dass "das geplante Vorhaben bauplanungsrechtlich unzulässig ist". Als Hindernisgrund wurde damals die geplante Größe der Anlage genannt. Denn bei dem betroffenen Bereich in Langwedel handelt es sich um ein sogenanntes "Mischgebiet". Vergnügungsstätten sind dort der Rechtssprechung nach nur bis zu einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern zulässig, wobei es sich dabei nicht um eine starre Grenze, sondern mehr um einen Richtwert handele. Die ursprüngliche Planung sah jedoch eine Gesamtfläche von fast 150 Quadratmetern und damit eine deutliche Überschreitung vor. Nach der zweiten Modifizierung des Antragstellers würde die Spielstättengröße nun nur noch 103,63 Quadratmeter betragen – nach Ansicht des Landkreises ein Wert, der für ein Mischgebiet durchaus noch im Rahmen liegt.

In Langwedel vertrat man dazu im November eine gänzliche andere Sicht der Dinge, da zusätzlich zu den etwas mehr als 100 Quadratmetern auch noch ein nicht in die Rechnung mit einbezogener Abstellraum gehöre. Die Verwaltung sah darin weiter eine "bauliche Einheit", weswegen die Gesamtgröße weiterhin keine bauaufsichtliche Genehmigung zulassen würde. Auch sonst sprach aus Sicht aller in der politischen Sitzung nichts für eine Ansiedlung der Spielothek, besonders an dieser Stelle nahe der Oberschule und angesichts einer weiteren bereits vorhandenen Spielhalle an der Großen Straße. "Die Argumente vom Flecken halten wir für nicht ausreichend", sagt Kmetsch. Und auch die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Gesetzesänderung, nach der in Niedersachsen zwischen zwei Spielhallen mindestens 100 Meter Abstand bestehen müssen, kann das Vorhaben in Langwedel nicht verhindern. Obwohl in derselben Straße liegend, ist der Abstand zwischen der geplanten und der bestehenden Stätte mehr als doppelt so groß.

Im Rathaus Langwedel zeigt man sich natürlich wenig begeistert ob der Ankündigung des Landkreises, das versagte Einvernehmen ersetzen zu wollen. "Alles was irgendwie geht, um diesen Vorhaben zu verhindern, haben wir gemacht", betont Bürgermeister Andreas Brandt. Leider habe das allem Anschein nach nicht gereicht. "Und der Entscheidungsträger ist nun einmal der Landkreis."


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Leserkommentare
admiral_brommy am 19.10.2019 13:20
Durchaus nicht.



Bildungserfolg hängt immer von diversen Faktoren ab. Daher ist es Aufgabe der Politik, diese Faktoren so ...
suziwolf am 19.10.2019 13:17
@Siegfried ...

Sie machen aber jetzt die Idee der BI zum
regelrechten Mischmasch.

• Produktion von Aluminium ...