Plan International Aktionsgruppe richtet Patentreffen in Wümmegemeinde aus

Lilienthal. Die Plan-International-Aktionsgruppe Bremen-Lilienthal hatte zum zweiten Patentreffen eingeladen. Rund 150 Gäste kamen zum Austausch nach Lilienthal.
27.04.2010, 06:01
Lesedauer: 2 Min
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Aktionsgruppe richtet Patentreffen in Wümmegemeinde aus
Von Undine Zeidler

Lilienthal. Vor dem Schroetersaal wurde die Welt sortiert. Die Plan-International-Aktionsgruppe Bremen-Lilienthal hatte zum zweiten Patentreffen eingeladen. Die Leiterin der Gruppe, Susanne Kuznik, und ihre Mitstreiterinnen begrüßten ihre Gäste. Erkundigten sich nach dem Heimatland deren Patenkindes und verteilten entsprechende Schilder mit Aufschriften wie Vietnam, Malawi, Uganda oder El Salvador - nur einige der Länder, in denen die Hilfsorganisation Plan International aktiv ist. Anschließend wurden die Paten zur Weltkarte gebeten.

Mit einem weißen Fähnchen konnten sie dort ihr Patenland markieren. Das weltweite Wirken von Plan International wurde noch deutlicher. Im Laufe des Tages füllte sich die Karte sichtlich, rund 150 Besucher zählte Kuznik. Fast 5000 Paten gibt es ihrer Angabe nach in Bremen und im Umland. Patenschaften sind es noch mehr, einige der Paten stehen für mehrere Kinder ein.

Das zweite Patentreffen

Nach 2008 war es das zweite Patentreffen, das die acht Frauen der Plan Aktionsgruppe Bremen-Lilienthal organisiert hatten. Der Austausch zwischen den Paten zu ermöglichen, Informationen zu Plan und dessen Projekten zu geben, das waren ihre Hauptanliegen. 'Was kann ich meinem Patenkind schreiben? Was kann ich ihm schenken? Wie funktioniert ein Besuch bei meinem Patenkind?' - auf diese und ähnliche Fragen bekamen die Besucher im Schroetersaal Antworten.

Für die entspannte Wochenend-Atmosphäre sorgten die Plan-Frauen mit Kaffee und Kuchen. Der Erlös daraus sowie vom Verkauf der bunt-fröhlichen Kuh- und Stierspardosen und afrikanischem Schmuck war für das Projekt Milchkühe für Familien in Äthiopien bestimmt. 'Unser Verkauf war so gut, dass wir sogar noch eine Milchkuh spenden können', freute sich Leiterin Susanne Kuznik nach dem Treffen.

Am Austausch zwischen Paten und Interessierten beteiligte sich auch der Schirmherr der Veranstaltung und Pate, Bürgermeister Willy Hollatz. Seit rund sechs Jahren haben er und seine Frau ein Patenkind in Guatemala, erzählte er zur Eröffnung.

Durch ein Benefizkonzert sei er zu der Patenschaft gekommen. Plan International, das ist für ihn eine unterstützenswerte Aktion, die sich von anderen 'ein bisschen heraushebt'. 'Man hat mit der Patenschaft einen Gesprächspartner' und wisse dadurch genau, was man fördere. 'Meine Spende hat ein Gesicht', nannte es Kuznik.

Hollatz lobt Aktionen

Hollatz lobte zwei Aktionen der Aktionsgruppe Bremen-Lilienthal aus der jüngeren Vergangenheit. Die 'Rote Hand Aktion' 2009 zum Thema Kindersoldaten habe gezeigt, 'was schiefläuft in der Welt'. Und beim Schuljubiläum in Seebergen (wir berichteten) habe Plan gezeigt, wie die Hilfsorganisation die Menschen auf ihr Anliegen aufmerksam mache und einbeziehe. Für Hollatz Grund genug, zu bekennen: 'Ich bin ein großer Unterstützer von Plan International.'

Was Plan International und Pate-Sein genau bedeutet, erfuhren die Anwesenden aus Vorträgen und Filmen. Kuznik schilderte beispielsweise emotional packend von ihrer Patenreise nach Uganda. Seit 1992 ist sie Patin, inzwischen für mehrere Kinder. 'Man wird ein anderer Mensch dadurch', sagte sie am Rande der Veranstaltung über diese Zeit. Eine Patenschaft, die präge auch im Umgang mit anderen Menschen.

Die Lilienthaler Bibliothek unterstützte das Patentreffen tatkräftig. Sie öffnete an diesem Sonnabend ihre Türen, lud zu Bücherflohmarkt, Puppentheater, Bilderbuchkino und Büchertisch zum Thema 'Kinder der Welt' ein. So hatten auch die jüngsten Gäste des Treffens ihren Spaß.

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