Diakonie: Weg von Leiharbeitslösung

Altenhilfe fürchtet um ihr Image

Lilienthal. Etwa 80 Prozent der 360 Mitarbeiter der Diakonischen Altenhilfe Lilienthal sind bei der Leiharbeitsfirma Dialogistik beschäftigt - einer 100-prozentigen Tochter der Altenhilfe. Das soll sich ändern. Geschäftsführer Hans Mencke: "Diese Art der Beschäftigung schadet dem Image der gesamten Einrichtung." Dass die Lilienthaler Altenhilfe mit ihren insgesamt fünf Standorten in den Landkreisen Osterholz und Cuxhaven bundesweit im Vergleich zu anderen Diakonie-Einrichtungen mit diesem hohen Anteil an Leiharbeitskräften heraussteche, habe einen einfachen Grund. Mencke: Dialogistik wurde bereits 1994 gegründet - ursprünglich, um im kleinen Rahmen auf erhöhten Personalbedarf kurzfristig besser reagieren zu können. Durch die vor ein paar Jahren immer stärker gewordene privat-kommerzielle Konkurrenz sei die Diakonische Altenhilfe gezwungen gewesen, Kosten zu senken. Um Personalkosten einzusparen, habe man dafür Dialogistik genutzt. Rückblickend wäre es besser gewesen, "wenn
17.11.2011, 05:00
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Altenhilfe fürchtet um ihr Image
Von Peter Hanuschke

Lilienthal. Etwa 80 Prozent der 360 Mitarbeiter der Diakonischen Altenhilfe Lilienthal sind bei der Leiharbeitsfirma Dialogistik beschäftigt - einer 100-prozentigen Tochter der Altenhilfe. Das soll sich ändern. Geschäftsführer Hans Mencke: "Diese Art der Beschäftigung schadet dem Image der gesamten Einrichtung." Dass die Lilienthaler Altenhilfe mit ihren insgesamt fünf Standorten in den Landkreisen Osterholz und Cuxhaven bundesweit im Vergleich zu anderen Diakonie-Einrichtungen mit diesem hohen Anteil an Leiharbeitskräften heraussteche, habe einen einfachen Grund. Mencke: Dialogistik wurde bereits 1994 gegründet - ursprünglich, um im kleinen Rahmen auf erhöhten Personalbedarf kurzfristig besser reagieren zu können. Durch die vor ein paar Jahren immer stärker gewordene privat-kommerzielle Konkurrenz sei die Diakonische Altenhilfe gezwungen gewesen, Kosten zu senken. Um Personalkosten einzusparen, habe man dafür Dialogistik genutzt. Rückblickend wäre es besser gewesen, "wenn

wir wie andere Diakonie-Einrichtungen im Einvernehmen mit den Mitarbeitern Vereinbarungen über einen niedrigeren Kirchentarif getroffen hätten". Arbeitsrechtlich sei zwar auch das jetzige Modell "sauber, aber kirchenrechtlich nicht". Deshalb werde die Einrichtung nach einer neuen Lösung suchen. Wobei Mencke betont: "Auch bei der Dialogistik werden marktgerechte Löhne gezahlt."

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