Fristlose Kündigung von Dr. Bernhard Prankel Arbeitsgericht Verden weist Klage des ehemaligen Rotenburger Psychiatrie-Chefarztes ab

Die fristlose Kündigung des damaligen Chefarztes der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Diakonieklinikums Rotenburg, Prankel, im Juli 2018 war korrekt. Das hat das Arbeitsgericht Verden entschieden.
26.03.2019, 12:22
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Von Angelika Siepmann

Das Arbeitsgericht Verden hat am Dienstag die Klage des ehemaligen Chefarztes der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) des Diakonieklinikums Rotenburg, Dr. Bernhard Prankel, gegen dessen außerordentliche Kündigung abgewiesen.

Als ausreichenden Grund für die Anfang Juli vergangenen Jahres erfolgte fristlose Kündigung sieht das Gericht Prankels Verhalten Ende 2017/ Anfang 2018 im Fall eines 14-jährigen Patienten der KJP.

Prankel hatte sich über Anweisungen des Jugendamtes und des Familiengerichts Celle hinweggesetzt und darauf beharrt, dass der Jugendliche über die Feiertage zu seiner Familie dürfe. Der 14-Jährige soll zwei Stiefgeschwister und eine Halbschwester sexuell missbraucht haben. Schon seit 2016 bestand daher aus "Kindeswohlsgründen" ein Kontaktverbot.

Der Streitwert des Verfahrens beträgt rund 417.000 Euro.

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