Veranstaltung am 9. November im Syker Ratssaal 'Arbeitskreis 9. November' erinnert an Anne Frank

Syke. Amsterdam im Nationalsozialismus. In einem Hinterhaus hat sich die junge Jüdin Anne Frank mit ihrer Familie versteckt. Ihre Gedanken und Erlebnisse in dieser Zeit sind in ihr Tagebuch eingeflossen. Es ging als Symbol des Überlebenswillens der verfolgten Juden um die Welt. Das 'Tagebuch der Anne Frank' hat wohl jeder schon einmal gelesen. Der 'Arbeitskreis 9. November' nähert sich Anne Franks ganz persönlichen Aufzeichnungen nun in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative Rüttelschuh und der Stadt Syke von verschiedenen Seiten.
03.11.2010, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Jörn Dirk Zweibrock

Syke. Amsterdam im Nationalsozialismus. In einem Hinterhaus hat sich die junge Jüdin Anne Frank mit ihrer Familie versteckt. Ihre Gedanken und Erlebnisse in dieser Zeit sind in ihr Tagebuch eingeflossen. Es ging als Symbol des Überlebenswillens der verfolgten Juden um die Welt. Das 'Tagebuch der Anne Frank' hat wohl jeder schon einmal gelesen. Der 'Arbeitskreis 9. November' nähert sich Anne Franks ganz persönlichen Aufzeichnungen nun in Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative Rüttelschuh und der Stadt Syke von verschiedenen Seiten.

Und zwar in Form von Texten, Lichtbildern, Interviews mit Zeitzeugen sowie durch die Darbietung der Schauspielerin Jana Köckeritz. Das alles gibt es am Dienstag, 9. November, um 20 Uhr im Syker Ratssaal zu sehen und zu hören. Der Abend steht unter der Überschrift 'Im kahlen Kastanienbaum glitzern kleine Tropfen wie Silber... - die Unsterblichkeit der Anne Frank'. 'Die Geschichte des Tagebuchs selbst ist Teil der mehr oder weniger gelungenen Auseinandersetzung mit unserer Geschichte', sagt Christiane Palm-Hoffmeister vom Arbeitskreis. 'Wie weit dürfen wir in die intimen Gedanken eines Menschen eindringen; lassen sich Sensationslust und Berichtspflicht noch auseinander halten; wie viele kommerzielle Ziele, künstlerischer Ehrgeiz und Medienhype wurden mit diesem Projekt transportiert?' Die Barrier Literatin wird durch Texte, Lichtbilder und Interviews mit Zeitzeugen die Geschichte des Tagebuchs seit 1945 nachvollziehen. Die Überraschung dabei: Auch Anne Frank selbst kommt zu Wort.

In Form der Syker Schauspielerin Jana Köckeritz, welche schon im Bremer Schnürschuh-Theater in der Rolle der Anne Frank zu sehen war.

Musikalisch wird der Abend von Waltraud Koch (Gesang und Gitarre) und Heiner Borcherding (Violine) untermalt. Die beiden Künstler spielen jiddische Lieder und Musik. Der Eintritt zu der Veranstaltung im Syker Ratssaal ist frei. Der Arbeitskreis will mit dieser Veranstaltung an den Jahrestag der von den Nazis als 'Reichskristallnacht' bezeicheten Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnern.

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