Ausbau 'Auf dem Hohenborn' weiterhin ungeklärt

Ganderkesee. Christel Zießler (SPD) sitzt bereits seit 34 Jahren im Rat der Gemeinde Ganderkesee. So lange wird in der Gemeinde auch schon der Ausbau der Straße 'Auf dem Hohenborn' diskutiert. Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft stand das Thema mal wieder auf der Tagesordnung.
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Ausbau 'Auf dem Hohenborn' weiterhin ungeklärt
Von Florian Cordes

Ganderkesee. Christel Zießler (SPD) sitzt bereits seit 34 Jahren im Rat der Gemeinde Ganderkesee. So lange wird in der Gemeinde auch schon der Ausbau der Straße 'Auf dem Hohenborn' diskutiert. Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft stand das Thema mal wieder auf der Tagesordnung.

Die Politiker waren sich während der Debatte einig, dass endlich eine Lösung gefunden werden müsse. Daraus wird in nächster Zeit allerdings nichts. Denn wie Fachbereichsleiter Peter Meyer berichtete, werden der Gemeinde erst einmal keine Fördermittel vom Land Niedersachsen bereit gestellt. 'Die Förderstelle hat uns mitgeteilt, dass wir zunächst eine sogenannte Baureife vorweisen müssen', sagte er. Laut Meyer erwartet die Förderstelle von der Gemeinde, dass zunächst ein Gesamtkonzept aufgestellt wird.

Für dieses Konzept ist ein Planfeststellungsverfahren nötig, dass unter anderem aufzeigt, wie eine Umgehungsstraße mit einer Brücke über die Bahnlinie verlaufen könnte. Außerdem dürfen keine Eigentumsfragen mehr offen sein. 'Erst dann würden Fördermittel gezahlt werden. Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass wir alles im Jahr 2011 fertig bekommen', sagte Meyer.

Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit müsse allerdings recht zeitnah etwas auf dem Hohenborn passieren. Dazu präsentierte der Fachbereichsleiter verschiedene Varianten. Die Variante 'vorläufig' wäre die aufwendigere, bei der die komplette Straße asphaltiert wird. Die Kosten würden rund 100000 Euro betragen. Eine zweite Variante wäre, nur die beschädigten Abschnitte der Straße zu asphaltieren. Diese Maßnahme würde 20000 Euro weniger kosten - allerdings würden jährliche Unterhaltungskosten von 2000 Euro auf die Gemeinde zukommen.

Variante drei, die 'provisorische', sieht vor, dass wie bisher nur die gröbsten Löcher in der Straße geflickt werden. Für die Lösung müssten pro Jahr 5000 bis 10000 Euro bereit gestellt werden. Eine Variante, mit der die Anwohner offenbar überhaupt nicht einverstanden sind. 'Dann können sie mir das Geld auch gleich auf mein Konto überweisen. Denn die geflickten Straßenabschnitte sind nach wenigen Tagen bereits wieder beschädigt', sagte Anwohnerin Anke Stobbe während der Einwohnerfragestunde. Die FDP-Fraktion reichte vor der Sitzung einen Antrag ein, in dem unter anderem die neue Asphaltschicht gefordert wird. Über den Antrag wird wahrscheinlich auf der nächsten Sitzung abgestimmt.

Die Politiker waren sich einig, dass das Problem endlich gelöst werden soll. 'Wir haben jetzt jahrelang rumgeplant. So langsam glaube ich, das wird eine unendliche Geschichte', meinte Ralf Eilers (SPD). 'Wir müssen jetzt schnell an dem Planfeststellungsverfahren arbeiten.' Die Variante 'provisorisch' ist für ihn ebenfalls keine Lösung, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Auch die CDU pocht auf eine schnelle Klärung. 'Es muss schleunigst etwas passieren. Schon deshalb, um die Anwohner zu entlasten', sagte Dietmar Mietrach.

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