Sterne des Sports Ausgezeichnete Jugendarbeit

Die Volksbank Osterholz Bremervörde und der Kreissportbund würdigen und fördern das Engagement von Vereinen bei der Einbeziehung junger Leute und vergeben drei „Sterne des Sports“.
16.09.2019, 16:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Christa Neckermann

Landkreis Osterholz. Die Frage ist so alt wie die Vereinsarbeit: Wie führt man junge Leute an die Mitarbeit in einem Verein heran? Sicherlich spielt die Art des Vereins eine Rolle, und gerade Sportvereine haben bisher noch immer Nachwuchs gefunden. Trotzdem können die Vereine im Landkreis ein Lied davon singen wie schwierig es ist, den Nachwuchs zu bekommen – und ihn dann noch über die Übungsstunden hinaus für die Vereinsarbeit zu interessieren.

Unter anderem aus diesem Grund hat der Kreissportbund in Zusammenarbeit mit der Volksbank Osterholz-Bremervörde die „Sterne des Sports“ ausgelobt. Damit werden Vereine ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Jugendarbeit hervorgetan haben. Die „Sterne des Sports“ in Bronze werden auf Kreisebene vergeben und berechtigen zur Teilnahme am Landeswettbewerb um den „Stern des Sports“ aus Silber. Aus den Siegern der Bundesländer wird dann der Bundessieger gekürt, der den „Stern des Sports“ in Gold erhält.

„Mit der Auswahl der drei Vereine haben wir es uns wieder einmal nicht leicht gemacht“, sagte Volksbank-Juror Sascha Ringe. Insgesamt acht, die Jury beeindruckende Projekte, waren aus der Region zum Wettbewerb angemeldet worden.

Der Turnverein Lilienthal hat es sich auf die Fahne geschrieben, Kinder von den Daddelkonsolen weg und in den Verein hinein zum Sport zu bringen. Dafür geben sie an die Erstklässler am Einschulungstag Schnuppergutscheine aus, die den Kindern bis zum 1. Oktober eine kostenlose Teilnahme an den Trainingseinheiten des Vereins sichert. „Wir würden uns natürlich auch über weitere Sponsoren freuen, die bereit wären, vielleicht das erste Jahr im Verein finanziell zu unterstützen“, warb Sandra Traub vom TV Lilienthal. Die Volksbank und der Kreissportbund honorierten dieses Projekt mit dem kleinen „Stern des Sports“ in Bronze und 500 Euro.

Der TSV Meyenburg sucht im ländlichen Gebiet nach fußballerischem Nachwuchs. Dazu waren Ralf Kopischke und Manuela Prütz an die Kindergärten und Kindertagesstätten in Meyenburg, Aschwarden und Schwanewede herangetreten. „Gerade auch den Kindern aus Zuwandererfamilien sollte eine Perspektive geboten werden“, so Kopischke. Denn: Nicht alle Eltern hätten die Möglichkeit, ihre Kinder zu den Trainingsstunden nach Meyenburg zu fahren. So organisierte der Verein für diese Familien einen Zuschuss zum Bürgerbus. „Unser Ziel ist es, irgendwann ein eigenes Fahrzeug für solche Fahrten zu haben“, erläuterte Manuela Prütz. Von Volksbank und Kreissportbund wurde das Projekt jetzt schon einmal mit dem mittleren Bronzestern und 1000 Euro gewürdigt.

Vielleicht hat die Handballsportgemeinschaft Lilienthal/Grasberg (HSG LiGra) mit ihrem Projekt ja den vereinsinternen „Stein der Weisen“ gefunden, wie der Vereinsnachwuchs in das Vereinsleben – über die üblichen Feste und Übungsstunden hinaus – eingebunden werden kann? Paul Plöger, mit 18 Jahren schon im Vorstand des Vereins, erläuterte das Konzept: „In allen Funktionen stellen wir nun Jugendliche an die Seite des Trainers, ebenso bei den Funktionsträgern wie Vorstand, Kassenwart oder Kassenprüfer. Die Jugendlichen wachsen so ganz natürlich in solche administrativen Funktionen hinein, geben aber auch neue Impulse für die Vereinstätigkeit.“ Dieses Projekt überzeugte die Jury so, dass sie dem Verein den großen bronzenen „Stern des Sports“, dotiert mit 1500 Euro, verlieh.

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