Zwei weitere Fälle / Polizei richtet Ermittlungsgruppe zur Aufklärung ein

Autobrände: Polizei nimmt Verdächtige fest

Osterholz-Scharmbeck. Die Polizei hat am Mittwoch Verdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, in der Kreisstadt mehrere Autos angezündet zu haben. In der Nacht zu Dienstag und am vergangenen Freitag waren insgesamt zehn Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.
01.06.2010, 16:58
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Von Lutz Rode
Autobrände: Polizei nimmt Verdächtige fest

In der Straße Vor dem Reithbruch geriet nach einem Unfall ein weißer Renault Clio in Brand. Der Fahrer flüchtete und wur

Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck

Osterholz-Scharmbeck. Die Polizei hat am Mittwoch Verdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, in der Kreisstadt mehrere Autos angezündet zu haben. In der Nacht zu Dienstag und am vergangenen Freitag waren insgesamt zehn Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

In der Kreisstadt haben in der Nacht zu Dienstag erneut Autos gebrannt. Nachdem am vergangenen Freitag bereits neun Fahrzeuge in Flammen aufgegangen waren, sind diesmal zwei Autos zerstört worden. Während die Polizei in einem Fall von Brandstiftung ausgeht, fing das andere Auto infolge eines Unfalls Feuer. Medienberichte, wonach beide Brände auf das Konto eines Brandstifters gehen, wies Polizeisprecher Jürgen Menzel am Dienstag zurück.

Es war um 1.58 Uhr, als die Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck das erste Mal in dieser Nacht ausrücken musste. Mit 18 Einsatzkräften ging es zur Straße Vor dem Reithbruch nahe der Bundesstraße 74, wo ein Renault Clio brannte. Das Auto hatte Feuer gefangen, nachdem es mit einem Baum und einem Grundstückszaun kollidiert war. Vom Fahrer fehlte beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr jede Spur.

Bei der Suche nach dem Unbekannten setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, auch weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der Fahrer verletzt haben könnte oder sich unter Schock stehend in der Nähe des Unfallortes aufhält. Die Suche blieb erfolglos. Dass der Fahrer nach dem Unfall das Weite suchte, lässt sich auch damit erklären, dass das Fahrzeug seit dem 16. April nicht mehr für den Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen war. Gut eine Dreiviertelstunde benötigte die Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck, bis der Brand gelöscht war.

Keine Zeit zum Verschnaufen

Zeit zum Verschnaufen blieb den Feuerwehrleuten nicht. Denn gut eine Viertelstunde später wurde erneut Feueralarm ausgelöst. Ein Zeitungszusteller hatte in der Breslauer Straße einen brennenden Toyota entdeckt und die Polizei verständigt. Der Wagen brannte komplett aus, es entstand ein Schaden von rund 4500 Euro. Bei der Polizei geht man davon aus, dass das Fahrzeug mutwillig angezündet wurde. Inwieweit das Feuer in die Brandserie vom Freitag passt, müssen nach Angaben von Polizeisprecher Jürgen Menzel die weiteren Ermittlungen zeigen. Ein Zusammenhang sei möglich, hieß es.

Wie berichtet, waren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche binnen einer Stunde an drei verschiedenen Stellen der Stadt neun Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Durch Rauch- und Hitzeentwicklung waren die Fassade und das Inventar des SB-Marktes des Möbelhauses Meyerhoff erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Dadurch hatte sich die Schadenssumme auf rund eine Million Euro erhöht.

Gemeinsame Erklärung

Auf die Ereignisse der vergangenen Tage haben Bürgermeister Martin Wagener und Landrat Dr. Jörg Mielke in einer gemeinsamen Pressemitteilung reagiert. 'Wir sind sehr besorgt', sagten beide übereinstimmend. Mielke und Wagener hoffen, dass der oder die Täter schnell gefasst werden. Landrat und Bürgermeister setzen darauf, dass sich weitere Zeugen melden, um die Taten schnell aufklären zu können.

Darauf hofft auch man auch im Polizeikommissariat Osterholz-Scharmbeck, wo eine Ermittlungsgruppe eingesetzt wird, die sich mit der Häufung der Brände im Stadtgebiet befasst. Nach der Brandserie in der vergangenen Woche hatten sich ihren Angaben zufolge mehrere Zeugen gemeldet und der Polizei ihre Beobachtungen geschildert. Die Polizei geht diesen Hinweisen derzeit nach.

Wer im Umfeld der Brände verdächtige Personen oder Autos beobachtet hat, kann sich mit der Polizei unter Telefon 04791/3070 in Verbindung setzen.

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