Winterwetter sorgt weiter für Behinderungen Autofahrer kamen auf glatten Fahrbahnen ins Schleudern

Achim. Der Winter hält den Norden weiter in Atem. Der Wechsel zwischen klirrendem Frost und leichtem Tauwetter brachte viele Autofahrer ins Rutschen oder sorgte für andere unliebsame Überraschungen. In Ottersberg musste ein Supermarkt wegen eines Wasserrohrbruchs vorübergehend gesperrt werden.
31.01.2010, 18:11
Lesedauer: 2 Min
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Autofahrer kamen auf glatten Fahrbahnen ins Schleudern
Von Uwe Dammann

Achim. Den Eiszapfen, den Wilfried Butt aus Uesen präsentiert, hat gut und gerne die Länge von einem Meter. Der eiskalte Hingucker an seinem Wohnhaus hatte sich erst an diesem Wochenende so richtig entwickelt. Der Wechsel zwischen klirrendem Frost und leichtem Tauwetter brachte aber leider nicht nur Eiszapfen zum Wachsen, sondern auch viele Autofahrer ins Rutschen oder sorgte für andere unliebsame Überraschungen. In Ottersberg musste ein Supermarkt wegen eines Wasserrohrbruchs vorübergehend gesperrt werden.

Auf den Kreis- und Landesstraßen kam es am Wochenende zu etlichen witterungsbedingten Unfällen. Zum Glück blieb es weitgehend bei leichteren Sach- und Personenschäden, meldet die Polizei. Allein am Freitag hatte es allerdings weit über 30mal im Kreisgebiet gekracht.

Mit Sommerreifen unterwegs

Gleich mehrere Autofahrer waren dabei laut Polizeibericht noch mit Sommerreifen unterwegs und rutschten bei der Fahrt auf eisglatter Fahrbahn in den Straßengraben.Auf der Landesstraße zwischen Blender und Wulmstorf war ein 20-jähriger Autofahrer aus Verden beim Durchfahren einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen. Als die Achimer Polizei den Unfall aufnahm, musste sie feststellen, dass der Daimler lediglich mit Sommerreifen bestückt war. An dem rund einen Monat alten Auto entstand Schaden in Höhe von rund 35000 Euro. Der Autofahrer blieb unverletzt.

In der Nacht zum Sonnabend verunglückte eine 25-jährige Achimerin auf der A 27 in Höhe der Anschlussstelle Achim-Ost. Auf dem Verzögerungsstreifen war sie bei der Abfahrt ins Schleudern geraten und stieß seitlich mit einem Sattelzug aus Polen zusammen. Danach wurde das Fahrzeug gegen die Leitplanke geschleudert. Verletzt wurde niemand, aber bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass die 25-Jährige alkoholisiert am Steuer gesessen hatte. Ihr Führerschein wurde eingezogen. Der Sachschaden beläuft sich 6500 Euro.

Mit 3,4 Promille am Steuer, beziehungsweise am Lenker ihres Fahrrades, stürzte in Verden eine 47 Jahre alte Frau auf eisglatter Straße mit ihrem Fahrrad. Auch auf diese Frau wartet ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr. In Oyten kam in der Nacht zum Sonntag ein 24 Jahre alter Bremer auf der Landesstraße 168 auf schnee- und eisglatter Fahrbahn ins Schleudern und geriet auf die Gegenfahrbahn. Eine in Gegenrichtung fahrende 20-jährige Frau bremste ihr Auto zwar ab, rutschte aber dennoch in das Fahrzeug des Bremers. Die 20-Jährige und ihr 21-jähriger Beifahrer wurden bei dem Unfall verletzt und mussten ins Krankenhaus.

Für reichlich Ärger sorgte der klirrende Frost am Sonnabend in einem Ottersberger Supermarkt in der Ortsmitte. Offensichtlich war im Laufe des Nachmittags im Obergeschoss des Gebäudes ein Wasserrohr geplatzt. Das Wasser tropfte durch sämtliche Decken, so dass sich die Platten lösten. 'Als wir alarmiert wurden, kam uns das Wasser bereits im Treppenhaus entgegen', sagt der Ottersberger Ortsbrandmeister Helmut Frank. Da auch im Supermarktbereich Plattenteile von der Decke herunterkamen, entschloss sich die Marktleitung auf Anraten der Feuerwehr,den Supermarkt - der sonnabends bis 22 Uhr geöffnet ist - schon am Nachmittag zu schließen. Vermutlich wird das Geschäft heute wieder geöffnet.

Eine eiskalte Übung absolvierten gleich mehrere DLRG-Ortsgruppen auf dem Otterstedter See. Unter Leitung der Ortsgruppe Otterstedt und der Ortsfeuerwehr simulierten die Helfer eine Eisrettungsübung. Ein DLRG-Taucher spielte die eingebrochene Person, die von der Wehr mit Hilfe von Leitern aus dem Wasser gezogen wurde.

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