Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt nehmen an Halbmarathon in Hannover teil / Volksbank ist Sponsor Awo-Sextett läuft für einen schöneren Stadtpark

Von Peter Otto
02.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Otto

Osterholz-Scharmbeck. Sechs Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt (Awo) bereiten sich derzeit auf den TUI-Halbmarathon am 5. und 6. Mai in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover vor. Seit knapp zwei Jahren trainieren Sören Hetmanek, Stephan Kück, Jörg Lockfeldt, Niels Meyring, Christian Röhmer und Hartmut Sandken den Langlauf. Die Idee zu diesem "Lauftreff" hatte Niels Meyering.

Einmal in der Woche - immer mittwochs - laufen die sechs Awo-Aktiven unter Anleitung von Hartmut Sancken zehn Kilometer, und das bei jedem Wetter. "Wir kommen alle vom Ballsport her und sind das Lauftraining gewohnt", berichtet Stephan Kück. Zuweilen laufen sie auch drei Mal in der Woche. Die Zehn-Kilometer-Strecke ist für die "Männer im besten Alter" aber mittlerweile keine Herausforderung mehr.

Darum kam ihnen das Angebot, am TUI-Hannover-Marathon teilzunehmen, entgegen. Der Langlauf wird am 5. und 6. Mai in der niedersächsischen Landeshauptstadt ausgetragen. Im Rahmen dieser Veranstaltung gehen 15 000 Läufer an den Start.

Seit einigen Jahren ist die Awo in diesen Laufwettbewerb eingebunden. Erstmals wird in diesem Jahr eine Awo-Betriebsmannschaft in Hannover für den Marathon und Halbmarathon aufgestellt. Und da kam Kreisverbands-Vorsitzender Hermann Bohling auf die Idee, die sechs OHZ-Läufer in diese Mannschaft zu integrieren und im Halbmarathon antreten zu lassen.

Sie sollen dabei für einen guten Zweck laufen. Die Suche nach einem Sponsor war schnell erfolgreich beendet. Traditionell besteht zwischen der Arbeiterwohlfahrt un der Volksbank ein guter Kontakt. Das Kreditinstitut hat die Awo in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt und "die Volksbank war gern bereit, sich an einem generationsübergreifenden Projekt der Awo zu beteiligen", erklärt Jens Themsen vom Geldinstitut. Und so verspricht er für jeden beim Halbmarathon von den Awo-Teilnehmern gelaufenen Kilometer fünf Euro. Da kommt bei 21,1 Kilometern im Halbmarathon schon ein ansehnlicher Betrag zusammen. Die Summe könne dann noch aufgerundet werden, meint der Banker lächelnd.

Das Spendengeld soll anschließend dazu dienen, den Stadtpark attraktiv umzugestalten. Gedacht ist an eine Sitzbank oder Spielfläche, nachdem ja schon ein Teich angelegt, Rollsteine verlegt und ein Kirschbaum gepflanzt worden sind.

"In den Stadtpark muss Leben kommen", betont der stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister und Vorsitzende des Awo-Ortsvereins, Klaus Sass. Der Park sei für die Schüler der nahe gelegene Schule ebenso ein erholsamer Auslauf wie für die Bewohner des Seniorenwohnheimes Hauses am Hang. Jetzt sei Bürgerinitiative gefragt. Die Läufer würden den Anfang machen. Nun seien die Bürger mit praktischen Ideen am Zuge.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist eine rührige Organisation, die sich seit 90 Jahren für ein partnerschaftliches Miteinander der Menschen einsetzt. Seit 65 Jahren gibt es den AWO-Ortsverein Osterholz-Scharmbeck. Das Durchschnittsalter der Mitglieder im hiesigen Verein liegt heute bei 70 Jahren. "Eine Verjüngung wäre schon ganz gut", meint darum der Vorsitzende Klaus Sass. Mit der Gründung von Skatgruppen, mit Besichtigungsangeboten und Freizeitplanungen für junge Familien sollen vermehrt jüngere Menschen angezogen werden. Demnächst sollen auch in der Sporthalle Hülseberg sportliche Betätigungen angeboten werden.

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