CDU-Antrag trifft auf Zustimmung Axstedt will alle Vereine fördern

Axstedt. Die Gemeinde Axstedt will die Uhr zurückdrehen - zumindest was die Förderung ihrer Vereine betrifft. 2004 hatte der Rat mit seinem damaligen Bürgermeister Jürgen Rhau einen rigorosen Sparkurs eingeschlagen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Dazu gehörte auch, die Förderung der kleinen Vereine einzustellen. Nur der TV Axstedt und die Schützen erhielten als größte Vereine weiterhin Zuschüsse. Nun sollen wieder alle Vereine und Verbände Unterstützung erhalten.
26.03.2012, 05:00
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Axstedt will alle Vereine fördern
Von Brigitte Lange

Axstedt. Die Gemeinde Axstedt will die Uhr zurückdrehen - zumindest was die Förderung ihrer Vereine betrifft. 2004 hatte der Rat mit seinem damaligen Bürgermeister Jürgen Rhau einen rigorosen Sparkurs eingeschlagen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Dazu gehörte auch, die Förderung der kleinen Vereine einzustellen. Nur der TV Axstedt und die Schützen erhielten als größte Vereine weiterhin Zuschüsse. Nun sollen wieder alle Vereine und Verbände Unterstützung erhalten.

Beantragt hatte dies die CDU-Fraktion. Die Vereine, die acht Jahre lang nichts bekommen und damit dazu beigetragen haben, dass die Gemeinde dieses Jahr wahrscheinlich erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren kann, dürften nicht vergessen werden, argumentierte Jürgen Rhau (CDU-Fraktionsvorsitzender). Gleichzeitig plädierten die Christdemokraten dafür, die Richtlinien für die Förderung zu überarbeiten, um klare und gerechte Strukturen zu bekommen. In der Vergangenheit sei es dabei "kreuz und quer" gegangen, so Rhau.

SPD und UKA, die die Mehrheit im Rat stellen, hatten sich im Vorfeld der Sitzung mit dem Antrag befasst und griffen den Wunsch der CDU nun auf. Christiane Eberlein (SPD) erklärte, dass sie sich vorgenommen hätten, die Förderrichtlinien im Laufe dieses Jahres zu überarbeiten. Außerdem wollten sie klären, wie viele Vereine und Verbände es tatsächlich in Axstedt gibt, wie groß sie sind, welche davon zum Gemeinschaftsleben beitragen und welche Jugendarbeit anbieten. "Diese Prioritäten sind uns wichtig", so Eberlein. "Wir müssen dieses Jahr nutzen, um die Förderung neu zu regeln", stimmte ihr Rhau zu.

Die Höhe der Beträge und wer genau in den Genuss der Zuschüsse kommt, soll noch geklärt werden - auch darin waren sich Mehrheit und Opposition einig. Eine Einigkeit, die sich letztlich in der Abstimmung wiederspiegelte: Ohne Gegenstimme empfahl der Ausschuss dem Axstedter Rat, die Umsetzung des CDU-Antrags zu beschließen.

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