Sonntag findet 250. Orgelmusik statt Bach-Kantate 'Actus tragicus'

Worpswede. Die Namen füllen eine DIN-A4-Seite. Fortlaufend, ohne Absätze hat Kantorin Ulrike Dehning die Künstler aufgereiht, die von November 2004 bis Juni 2010 das Projekt Neue Orgel Worpswede unterstützt haben. Mehr als 1000 traten demnach seitdem in Worpswede auf, vor rund 3000 Besuchern pro Jahr. Noch nicht mitgezählt hat Dehning die Akteure der 250. Orgelmusik am kommenden Sonntag, 21. November. 25 Choristen, Gesangssolisten und sechs Instrumentalisten gestalten ab 17 Uhr in der Zionskirche das Jubiläumskonzert am Ewigkeitssonntag.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bach-Kantate 'Actus tragicus'
Von Undine Zeidler

Worpswede. Die Namen füllen eine DIN-A4-Seite. Fortlaufend, ohne Absätze hat Kantorin Ulrike Dehning die Künstler aufgereiht, die von November 2004 bis Juni 2010 das Projekt Neue Orgel Worpswede unterstützt haben. Mehr als 1000 traten demnach seitdem in Worpswede auf, vor rund 3000 Besuchern pro Jahr. Noch nicht mitgezählt hat Dehning die Akteure der 250. Orgelmusik am kommenden Sonntag, 21. November. 25 Choristen, Gesangssolisten und sechs Instrumentalisten gestalten ab 17 Uhr in der Zionskirche das Jubiläumskonzert am Ewigkeitssonntag.

Ein Jubiläum an solch einem emotional gedeckten Tag zu feiern, Dehning hat die Kantate 'Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit' von Johann Sebastian Bach dafür gewählt. 'Actus tragicus' heißt die Unterzeile des Trauerstücks, das 1707 oder 1708 in Mühlhausen komponiert wurde und als eine von Bachs frühesten Kantaten gilt. Tiefe Instrumente drücken dessen Stimmung aus, sagt Dehning.

Im September begannen die Proben für das Jubiläumskonzert. Dehnings Aufruf an Sangeswillige folgten fünf Worpsweder. 'Starke gute Sänger' seien dadurch in den Kirchenchor gekommen. Dieser interpretiert die Bachkantate gemeinsam mit Ilse Zahn-Wienands (Alt) und Olaf Tetampel (Bass) sowie den Instrumentalisten Martina Bley und Ulrike Petritzki (Flöte), María A. Saturno und Joshua Keller (Gambe), Andreas Lemke (Cello continuo) und Johannes Dehning (Orgel continuo).

Johann Sebastian Bach setzt sich laut Ulrike Dehning in der Kantate mit dem Sterbenmüssen auseinander. Er stellt dafür Altes und Neues Testament gegenüber, begegnet dem ewigen Sterben mit Zuversicht. Der Schluss, eine bewegte Fuge, sei dementsprechend befreiend und froh.

Dieser krönende Abschluss und der Aufbruch in das Neue leiten zum geselligen Teil der Orgelmusik über. Mit einem Glas Orgelwein soll auf die 250. Ausgabe der Veranstaltungsreihe angestoßen werden. Der Eintritt dazu ist frei, die Veranstalter bitten jedoch um eine Spende für die neue Orgel.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+