Heute Veranstaltung bei Backenköhler Bahn stellt Lärmschutz vor

Ganderkesee (jbr). Um das Thema Lärmschutz an der Bahnstrecke Oldenburg-Bremen geht es bei einer öffentlichen Veranstaltung am heutigen Donnerstag ab 17 Uhr in der Gaststätte Backenköhler in Stenum. Nach Mitteilung der Gemeindeverwaltung wird ein Vertreter der Deutschen Bahn dort die jetzt konkret vorgesehenen Planungen zu den Lärmschutzmaßnahmen im Streckenabschnitt in der Gemeinde Ganderkesee vorstellen und natürlich auch für Fragen zur Verfügung stehen.
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Von Jochen Brünner

Um das Thema Lärmschutz an der Bahnstrecke Oldenburg-Bremen geht es bei einer öffentlichen Veranstaltung am heutigen Donnerstag ab 17 Uhr in der Gaststätte Backenköhler in Stenum. Nach Mitteilung der Gemeindeverwaltung wird ein Vertreter der Deutschen Bahn dort die jetzt konkret vorgesehenen Planungen zu den Lärmschutzmaßnahmen im Streckenabschnitt in der Gemeinde Ganderkesee vorstellen und natürlich auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Deutsche Bahn setzt zurzeit ihre Vorbereitungen für die Lärmschutzmaßnahmen an der Bahnstrecke Oldenburg-Bremen fort. Nachdem in Delmenhorst die Lärmschutzwände zwischenzeitlich weitgehend errichtet worden sind, ist als nächstes die Gemeinde Ganderkesee an der Reihe. Für diesen Abschnitt läuft zurzeit ein Plangenehmigungsverfahren nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz, mit dem die formellen Voraussetzungen für die Errichtung der Lärmschutzanlagen geschaffen werden sollen. An diesem Verfahren ist auch die Gemeinde Ganderkesee beteiligt, die sich dazu äußern wird. Zur Gesamtthematik hat die Bahn im Dezember 2012 die zuständigen Fachausschüsse unterrichtet. An den entsprechenden Sitzungen hatten auch Anwohner und Bürger der Gemeinde teilgenommen.

Private Lärmschutzinitiative

Nach einem Gespräch mit von Bahnlärm betroffenen Anwohnern in Schierbrok fordert die Fraktion der Freien Wähler im Ganderkeseer Gemeinderat, dass die Gemeinde zusätzliche Maßnahmen für die Bereiche prüfen möge, wo die Bahn die Errichtung von Lärmschutzwänden ablehnt. Bereits im vergangenen Jahr, als die Bahn ihre Planungen erstmals präsentiert hatte, hatten die Feien Wähler den Lärmschutz für nicht ausreichend gehalten. In diesem Zusammenhang kündigte die Fraktion einen Antrag auf einen finanziellen Zuschuss der Gemeinde an.

In dem Gespräch berichteten Anwohner, dass sie bereit seien, auf eigene Initiative eine Lärmschutzwand auf ihren Grundstücken aufzustellen, um sich vor dem Bahnlärm zu schützen. Auch wenn sie gewillt seien, selbst einen hohen finanziellen Betrag zu investieren, würden sie allerdings die Unterstützung der Gemeindeverwaltung vermissen. Nach Auskunft der Freien Wähler habe ein Anwohner bereits 2011 einen entsprechenden Antrag eingereicht, den die Verwaltung jedoch mit dem Hinweis auf die Veränderungen des Ortsbildes abgelehnt habe.

„Die Freien Wähler unterstützen private Lärmschutzmaßnahmen der betroffenen Anwohner und hoffen, dass sich weitere Bürger finden, die sich beteiligen“, sagt Ratsfrau Elke Bothe. Von einer privaten Lärmschutzmaßnahme würden auch andere Anwohner in den Ortsteilen profitieren. Fraktionsvorsitzender Arnold Hansen bewertet den gesundheitlichen Schutz der Anwohner höher als den Eingriff in das Ortsbild, zumal die mit den Betroffenen diskutierte Lärmschutzwand wie entlang der Urneburger Straße begrünt werden soll.

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