TSV Ottersberg muss 3:0-Sieg in Gifhorn teuer bezahlen / Behrens meldet sich mit einem Doppelpack zurück Baller auf die Intensivstation eingeliefert

Ottersberg. Die Oberliga-Fußballmannschaft des TSV Ottersberg hat am Sonntagnachmittag einen 3:0 (1:0)-Erfolg über den MTV Gifhorn erzielt und damit ihren höchsten Auswärtssieg seit dem 3. Oktober des vergangenen Jahres errungen. Ferner nahm man im Lager des Meisterschaftskandidaten aus dem Kreis Verden die Punktverluste der Spitzenteams Hansa Lüneburg (2:4 gegen Heeslingen), SV Drochtersen/Assel (1:2 gegen Göttingen) und VSK Osterholz-Scharmbeck (1:1 gegen Ahlerstedt/Ottendorf) erfreut zur Kenntnis.
19.04.2010, 03:12
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Die Oberliga-Fußballmannschaft des TSV Ottersberg hat am Sonntagnachmittag einen 3:0 (1:0)-Erfolg über den MTV Gifhorn erzielt und damit ihren höchsten Auswärtssieg seit dem 3. Oktober des vergangenen Jahres errungen. Ferner nahm man im Lager des Meisterschaftskandidaten aus dem Kreis Verden die Punktverluste der Spitzenteams Hansa Lüneburg (2:4 gegen Heeslingen), SV Drochtersen/Assel (1:2 gegen Göttingen) und VSK Osterholz-Scharmbeck (1:1 gegen Ahlerstedt/Ottendorf) erfreut zur Kenntnis.

Von einem gelungenen Fußballwochenende kann in Reihen des TSV Ottersberg jedoch nicht die Rede sein - vielmehr bezeichnete Trainer Axel Sammrey das von 'Eddy' Örün (20.) und dem in der 42. Minute eingewechselten Lars Behrens (56./65.) in Gifhorn herausgeschossene 3:0 als einen 'Sieg mit ganz bitterem Beigeschmack'. Das liegt an schweren Verletzungen, die sich der kurz nach der Halbzeitpause in einem Luftduell heftig gefoulte Jair Baller zuzog. Der Ottersberger Tross musste seinen brasilianischen Linksverteidiger im östlichen Niedersachsen zurücklassen, er wurde mit einem Nasenbeinbruch und einem Schädeltrauma auf die Intensivstation eines Wolfsburger Krankenhauses eingeliefert.

Außerdem verletzte sich der ebenfalls hart angegangene Stürmer Erdinc Örün so schwer, dass er noch vor der Halbzeitpause unter starken Schmerzen ausgewechselt werden musste. Nach einem Luftkampf misslang ihm die Landung, er fiel unglücklich aufs Becken. Im Gegensatz zu Baller hatte der Türke jedoch Glück im Unglück. Es hat Zeit bis heute Vormittag, ehe sich 'Eddy' in ärztliche Behandlung geben wird. Für Sammrey - zur zweiten Halbzeit musste er ferner Mahmut Aktas mit muskulären Problemen auswechseln - sind die schweren Verletzungen seiner Schützlinge kein Zufall mehr. Er will die Entwicklung erkannt haben, dass immer mehr Mannschaften seiner Elf mit erhöhter Einsatzbereitschaft begegnen. Sammrey: 'Die meisten Oberligisten sind uns spielerisch unterlegen, sie versuchen es zunehmend mit Härte. Eine rustikale Spielweise lassen wir uns gefallen, doch was Gifhorn heute gemacht hat, ist über die Grenzen des Erlaubten hinausgegangen.'

In dieser Hinsicht kam es zwischen Sammrey und seinem Gifhorner Kollegen Klaus Fricke zu einem heftigen Disput, der damit endete, dass Sammrey eine Strafanzeige angedroht wurde. Der verständnislose Ottersberger Coach boykottierte daraufhin die Pressekonferenz im Gifhorner Flutmulde-Sportpark.

So schmerzhaft das gestrige Auswärtsspiel für 'Eddy' Örün auch endete, für den TSV Ottersberg brachte es auch eine angenehme Begleiterscheinung mit sich - Sammrey bekam nach 43 Minuten die Möglichkeit, den Matchwinner einzuwechseln. Der monatelang an der Leiste verletzte Kapitän und Torjäger Lars Behrens (letzter Startelf-Einsatz am 1. November) erzwang mit einem Doppelpack die Vorentscheidung in einem Match, dass der TSV Ottersberg als ein Spiel der vergebenen Torchancen bezeichnen darf. Ein halbes Dutzend Mal scheiterte er an einem spektakulär reagierenden Gifhorner Torwart Michael Krauskopf. Sammrey bezeichnete ihn als den 'mit Abstand besten Gifhorner'.

Noch vor gut einer Woche hatte Sammrey das vorzeitige Saison-Aus für seinen an einer hartnäckigen Leistenverletzung laborierenden und zunehmend frustrierten Stürmer Lars Behrens (wir berichteten) befürchtet. Innerhalb der letzten acht Tage absolvierte der Torjäger gegen Ahlerstedt/Ottendorf und Werder Bremen III jedoch zwei Kurzeinsätze, in denen er zu seiner eigenen Überraschung schmerzfrei blieb. In Gifhorn nun meldete sich Behrens eindrucksvoll zurück. Inzwischen hält es Sammrey nicht mehr für ausgeschlossen, dass der Torjäger am kommenden Sonntag im Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig II wieder mit der Startelf auflaufen kann.

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