250 Metal-Fans erleben Hardcore-Musik beim „Springsane Festival“ / Zwei Gruppen mehr als bei der Premiere Bands bringen den Kulturhof zum Kochen

Zum zweiten Mal haben die Musiker von „Rising Insane“ das „Springsane Festival“ im Kulturhof auf die Beine gestellt. Sieben Bands haben in Hude mit ihrem lauten Geschrei und den tiefen Bässen rund 250 Metal-Fans aus der Umgebung in die Klostergemeinde gelockt. Neben lokalen Gruppen wie „Shut it Down“ aus Delmenhorst oder „E-Protool“ aus Oldenburg zeigte auch die deutschlandweit etablierte Band „Kalypso“ aus dem Emsland ihr Können.
28.04.2014, 00:00
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Bands bringen den Kulturhof zum Kochen
Von Esther Nöggerath

Zum zweiten Mal haben die Musiker von „Rising Insane“ das „Springsane Festival“ im Kulturhof auf die Beine gestellt. Sieben Bands haben in Hude mit ihrem lauten Geschrei und den tiefen Bässen rund 250 Metal-Fans aus der Umgebung in die Klostergemeinde gelockt. Neben lokalen Gruppen wie „Shut it Down“ aus Delmenhorst oder „E-Protool“ aus Oldenburg zeigte auch die deutschlandweit etablierte Band „Kalypso“ aus dem Emsland ihr Können.

Der Kulturhof war gut gefüllt, als am Sonnabend die ersten Gitarrenriffs in der Klostergemeinde erschallten. Die vier Jungs von „Blazzy Taze“ sind mit ihren 14 bis 16 Jahren die jüngsten Teilnehmer des „Springsane Festivals“. Ihren ersten großen Auftritt in der Szene meisterten die Schierbroker Jung-Musiker souverän und spätestens bei den ersten „Zugabe“-Rufen kam auch Bewegung ins Publikum.

Das „Springsane Festival“ hat alles, was das Metal-Herz begehrt: Von Deathmetal über Hardcore bis Postmetalcore war im Kulturhof an diesem Abend alles an Genres vertreten. Auf „Blazzy Taze“ waren die Veranstalter zufällig gestoßen. Die vier Jungs wohnen und proben in direkter Nachbarschaft zu Schlagzeuger Robert Kühling von „Rising Insane“, der mit seinen Bandkollegen das Metalfestival organisiert. „Wir wollen gerade auch jungen Bands ermöglichen vor Publikum zu spielen“, erzählte Bassist Ulf Hedenkamp. Bereits zum zweiten Mal stellten er und seine Mitstreiter das „Springsane Festival“ auf die Beine.

Das war mit sieben Bands etwas gewachsen, bei der Premiere waren es noch fünf Gruppen. Rund ein halbes Jahr Planungszeit haben die fünf Jungs aus Schierbrok, Hude und Ganderkesee für die Organisation benötigt, damit am Sonnabend alles ohne größere Probleme über die Bühne gehen konnte.

Im Vergleich zum Vorjahr hat das Festival aber nicht nur an Bands, sondern auch an Besuchern zugenommen: Rund 250 Metal-Fans aus der Umgebung versammelten sich im Kulturhof, in dem beim Auftritt von „Agosphere“ bereits gefühlte 30 Grad Raumtemperatur herrschten. Die Band aus Oldenburg heizte dem Publikum bereits zum zweiten Mal auf dem „Springsane Festival“ ordentlich ein, sie waren auch im letzten Jahr bereits dabei. Erstmals dabei war die Formation „Ein Fisch ohne Fahrrad“, die gleich mit zwei „Schreiern“ aufwartete und das Publikum ordentlich zum Pogo-Tanzen veranlasste. Als Bassist Johnny dann auch noch von der Bühne sprang, drehten die Metalfans völlig durch und sprangen in einem sogenannten Circle Pit wie wild um den Musiker herum.

Auch beim Auftritt der fünf Jungs von „E-Protool“ war die Stimmung ausgelassen, und fast alle Zuschauer tanzten Pogo oder schüttelten ihre Köpfe im Takt der Musik (Headbanging). Für Gitarrist Mario Großkopf war es vorerst das letzte Konzert – er verabschiedete sich nach mehreren Jahren gemeinsamen Musizierens von seinen Bandkollegen.

Beim Auftritt von „Shut it Down“ war die Stimmung auf dem Höhepunkt angekommen: Mit einer Mischung aus klaren Gesängen von Frontfrau Tabby und Schreien von Schlagzeuger Julian lieferten die Delmenhorster eine starke Performance ab und begeisterten damit das Publikum. Dessen Rufe nach einer Zugabe konnten aber wegen des engen Zeitplans nicht berücksichtigt werden. Als die Gastgeber „Rising Insane“ auf der Bühne standen, war es bereits dunkel draußen. Und doch war im Kulturhof noch längst kein Feierabend in Sicht: Das Publikum tanzte ausgelassen zu dem lauten Gebrüll von Sänger Aaron Steineker, das von schweren Schlagzeugklängen untermalt wurde.

Headliner an diesem Abend war die Band „Kalypso“ aus Lingen, die um kurz nach elf ihre Songs anstimmte und damit das Ende des Festivals einleitete. Mit deutschen Texten und harten Bässen stellten die vier Emsländer ihr Können unter Beweis und brachten ein letztes Mal den Kulturhof zum Kochen. Als die letzten Gitarrenriffs erschallt waren, war nur der Rhythmus des Regens zu vernehmen. Die dumpfen Bässe und das tiefe Grollen wurden in der Klostergemeinde nur noch vom herannahenden Gewitter erzeugt, als die Metalfans erschöpft aber zufrieden den Heimweg antraten.

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