Jugendchor Sprengel Nord gibt Konzert in der Zionskirche

Barockmelodien und jazzige Stücke

Verden. In familiäre Atmosphäre zeigte der Jugendchor Sprengel Nord am Sonntagnachmittag vor rund 70 Gäste in der Zionskirche Verden ein abwechslungsreiches Repertoire an geistlicher Musik. Das Konzert beinhaltete Stücke, die von klassischen Barockmelodien bis zu modernen Spirituals reichten.
25.02.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Katharina Fischer
Barockmelodien und jazzige Stücke

24 jugendliche Sänger aus dem norddeutschen Raum gaben am Sonntag ein Konzert in der Zionskirche in Verden. Rund 70 Besucher lauschten den klassischen Barockmelodien und den modernen Stücken.

FOCKE STRANGMANN

In familiäre Atmosphäre zeigte der Jugendchor Sprengel Nord am Sonntagnachmittag vor rund 70 Gäste in der Zionskirche Verden ein abwechslungsreiches Repertoire an geistlicher Musik. Das Konzert beinhaltete Stücke, die von klassischen Barockmelodien bis zu modernen Spirituals reichten.

Wie bestellt erleuchtete die strahlende Nachmittagssonne am Sonntag das bleiverglaste Rundbogenfenster der Zionskirche in Verden und mit ihm die Christusfigur, als die 24 jugendlichen Sänger aus dem norddeutschen Raum zu einem der letzten Stücke ihres Konzerts „Shine, Jesus, shine“ von Gordon Schultz ansetzen. Der Auftritt markierte das Ende eines Probenwochenendes in Verden, bei dem die jugendlichen Sänger unter der Leitung von Kantorin Antje Ney A-Capella-Werke unterschiedlicher Epochen probten und sich dabei auch mit den biblischen Texten auseinander setzen.

Es war ein kurzweiliges und abwechslungsreiches dabei aber anspruchsvolles Programm, bei dem der Chor eine große Bandbreite unterschiedlicher Stilistiken zeigte. Von klassischen Barockmelodien im ersten Teil bis zu modernen, fast jazzigen Stücken und Spirituals im zweiten Teil reichte die Palette der dargebrachten Stücke, bei deren Auswahl Ney ein glückliches Händchen bewies.

Solisten glänzen

Die sehr ernsthafte und konzentrierte Darbietung ging allerdings hier und da zu Lasten des Ausdrucks. Besonders zu Beginn wirkten die jungen Sänger etwas verhalten. Diese Unsicherheiten wichen im Laufe des Programms jedoch mehr und mehr ihrem jugendlichen Charme. Besonders im zweiten Teil gelang es ihnen jedem einzelnen Stück einen besonderen Charakter zu verleihen und so den Gesamteindruck zu steigern.

Ein erster Höhepunkt war die Interpretation von Samuel Scheidts frühbarocker Weise „Jauchzet Gott, alle Land“, bei der einzelne Solisten glänzen konnten. Die Farben ihrer einzelnen Stimmen fügten sich stimmig zu einem runden Gesamtklangbild und machten kleine Unschärfen sofort vergessen. Die darauf folgende Darbietung an der Orgel durch zwei Mitglieder des Chors sorgte mit einem festlichen und verspielten Stück für eine gelungene Programmunterbrechung.

Mitreißender wurde es dann im zweiten Teil des Nachmittags. Beim Kanon zu vier Stimmen „Christus ist die Tür“ des Gegenwartskomponisten Otto Kaufmann wurden die jazzigen Rhythmen schön präzise ausgereizt. Und die spannende Dynamik der „Kyrie“ von Urmas Sisask sorgte für Gänsehaut.

Einen wundervollen Effekt in der kleinen Zionskirche erzielte auch die Darbietung von „Christ ist entstanden“ in einer Adaption von Urs Schweizer, bei der sich die Sänger des Chores rings um die Zuhörer verteilten und so ein ganz besonderes Klangerlebnis boten.

Alles in allem war es ein schönes Konzert, das vor allem durch seine Vielseitigkeit bestach. Es ist eine Leistung, auf die die Mitglieder des Jugendchors stolz sein können und die es wert ist, auch außerhalb der Gemeinde gehört zu werden.

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