Zehnfacher Aufwand im Winterdienst

Bauhof-Beschäftigte leisteten fast 1600 Stunden gegen Schnee und Eis

Harpstedt. Bald ist der strenge Winter vergessen. Doch vorher durften die Harpstedter Bauhof-Beschäftigten, die die ganze Zeit über Straßen und Wege freihalten mussten, ihre persönlichen Energiereserven bei einem gemeinsamen Frühstück stärken.
23.03.2010, 05:40
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Ute Winsemann

Harpstedt. Bei den pünktlich zum Frühlingsbeginn angestiegenen Temperaturen schmelzen die Erinnerungen an den Winter zwar vermutlich schnell dahin. Doch bevor er ganz vergessen ist, durften die Harpstedter Bauhof-Beschäftigten, die die ganze Zeit über Straßen und Wege freihalten mussten, ihre persönlichen Energiereserven bei einem gemeinsamen Frühstück stärken.

Es sei bereits das zweite derartige Frühstück, berichtete Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, der zu diesem Anlass gemeinsam mit Bauamtsleiter Jens Hüfner auf dem Betriebsgelände an der Danziger Straße vorbeischaute. 'Das erste Mal haben wir im Januar hier zusammengesessen', erzählte er. 'Da hatten wir gehofft, der Winter wäre vorbei.'

War er aber nicht, bekanntlich legte der Wettergott im Gegenteil noch ein paar Schippen obendrauf. Das bedeutete, dass auch Bauhofleiter Wilfried Hollinden und seine insgesamt achtköpfige Mannschaft in den folgenden Wochen noch eine ganze Menge mehr zu schippen hatten - an Schnee und vor allem an Streumitteln.

Rund 330 Tonnen Salz haben die Bauhof-Leute nach Hüfners Angaben in diesem Jahr im Auftrag der Samtgemeinde und des Fleckens verteilt. Das sind zwölf Lastwagen-Züge voll. In den vergangenen Wintern seien sie meist mit ein bis anderthalb derartigen Ladungen hingekommen, sagte Hollinden. Dementsprechend hätten sich die Kosten für das Salz auf rund 30000 Euro ungefähr verzehnfacht. Dabei spielte allerdings auch die Preisentwicklung eine nicht unerhebliche Rolle. Aufgrund der hohen Nachfrage habe das Salz zeitweise mehr als doppelt so viel gekostet wie sonst, sagte Hollinden. Über den ganzen Winter gerechnet, habe der Durchschnitt immer noch bei mehr als dem Anderthalbfachen des Üblichen gelegen.

Unterwegs war der Winterdienst laut Hollinden auf Gemeindeverbindungsstraßen, auf den Schulbusrouten, auf dem Marktplatz, auf Radwegen und an abschüssigen oder sonstwie besonders gefährlichen Ecken. Um das erledigen zu können, hätten die acht Beschäftigten insgesamt 1558,5 Stunden reinen Winterdienst geleistet, hatte Hüfner ausrechnen lassen, also fast 200 Stunden pro Mann. Und diese Arbeit fiel natürlich nicht nur in die übliche Dienstzeit. 'Das waren auf einmal ganz andere Lebensabläufe', zollte Cordes als oberster Chef den Männern Anerkennung.

Die eine oder andere Stunde stand zur Verfügung, weil angesichts von Schnee und Eis an andere, sonst zur gleichen Zeit anstehende Arbeiten - etwa Pflanzenrückschnitt - nicht zu denken war. Aber auch so manche Überstunde hat sich angehäuft. Nicht nur in dieser Hinsicht wird der Winter also noch Auswirkungen auf das restliche Jahr haben. Denn mit dem Frost kamen auch die Schlaglöcher. Der Aufwand, der für Reparaturen betrieben werden muss, sei zwar noch nicht genau abzuschätzen, meinte Hüfner. Mehr als in anderen Jahren dürfte aber wohl auf jeden Fall zu teeren und zu splitten sein.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+