UN-Konvention fordert Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum / Kostenfreie Schulungen Beraterkompetenzen stärken

Oyten. Wenn in Städten und Gemeinden im öffentlichen Verkehrsraum neu gebaut oder vorhandener umgestaltet wird, wenn für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen, für Personen mit geistiger Behinderung, Passanten mit Kinderwagen, Fahrradanhängern, Spezialrädern, Senioren und Kindern die Mobilität im öffentlichen Raum nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, sind Vertreter aus Behindertenbeiräten beziehungsweise aus Behinderten- oder Sozialverbänden gefragt, um Kommunen, Bauträger und Planer in der barrierefreien Gestaltung zu beraten.
08.06.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Wenn in Städten und Gemeinden im öffentlichen Verkehrsraum neu gebaut oder vorhandener umgestaltet wird, wenn für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen, für Personen mit geistiger Behinderung, Passanten mit Kinderwagen, Fahrradanhängern, Spezialrädern, Senioren und Kindern die Mobilität im öffentlichen Raum nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, sind Vertreter aus Behindertenbeiräten beziehungsweise aus Behinderten- oder Sozialverbänden gefragt, um Kommunen, Bauträger und Planer in der barrierefreien Gestaltung zu beraten.

Beratungskompetenz stärken

Um die Beratungskompetenz der einzelnen Vertreter und Vertreterinnen zu stärken und auf ein für ganz Niedersachsen einheitliches Niveau zu bringen, hat der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN) ein Bündnis zur Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum initiiert. Zu diesem Bündnis gehören unter anderem der Landesrat für Menschen mit Behinderungen, der Landesseniorenrat, die Lebenshilfe, der DSB, der BSK, der SoVD und der Sozialverband VdK.

In Zusammenarbeit mit den Bündnispartnern haben die Verkehrsplanerin Tanja Aurich und die Architektin Andrea Heppner ein Schulungskonzept mit neun Modulen sowie barrierefreies Schulungsmaterial entwickelt, um den Teilnehmern an vier Tagen die Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum zu erläutern

Die zweite von insgesamt elf Schulungen fand im Rathaus in Oyten statt. An der Schulung nahmen unter anderem auch Beauftragte für Menschen mit Behinderung und Behindertenbeiratsmitglieder aus Oyten, Ottersberg und Achim teil.

In neun Modulen wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in praxisbezogenen Simulationseinheiten im Rollstuhl, mit dem Rollator, unter der Augenbinde und unter der Simulationsbrille behinderungsspezifische Beeinträchtigungen vermittelt. In theoretischen Teilblöcken ging es um das regelkonforme Fachwissen zur barrierefreien Gestaltung von öffentlichen Verkehrsflächen, um bestehende Normen und Regelwerke sowie um eine korrekte Erstellung schriftlicher Stellungnahmen.

Ziel der Schulung war es, Betroffene aus Verbänden sowie Mitglieder aus Behindertenbeiräten und Behindertenbeauftragte für die Belange von Barrierefreiheit so zu schulen, dass sie gegenüber Planern und Gemeinden als fachkompetente Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen auftreten können.

Aufgrund der Förderung durch die Sozialorganisation „Aktion Mensch“ können diese Schulungen bis zum Ende des Projektes im August 2015 kostenfrei angeboten werden.

Weitergehende Informationen zu den Schulungen sind außerdem auch im Internet unter www.blindenverband.org/wir-in-der-region/projekt-barrierefreiheit zu finden oder direkt bei Verkehrsplanerin Tanja Aurich und Architektin Andrea Heppner, per E-Mail an tanja.aurich@blindenverband.org oder per E-Mail an andrea.heppner@blindenverband.org, zu erhalten.

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