Zwischen Weinfest, Tag des offenen Denkmals und dem Sommerfest auf Gut Varrel gab es viel zu sehen Berauschende Vielfalt

Stuhr. Ob kulturelle Fortbildung, alkoholhaltige Gaumenfreuden oder kunsthandwerkliche Besonderheiten: Mit dem Tag des offenen Denkmals, einem dreitägigen Weinfest und dem Sommerfest des Fördervereins Gut Varrel war am Wochenende auch abseits des Wahlkampftrubels eine Menge los in Stuhr.
12.09.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Bianca Belouanas und Femke LIEBICH

Stuhr. Ob kulturelle Fortbildung, alkoholhaltige Gaumenfreuden oder kunsthandwerkliche Besonderheiten: Mit dem Tag des offenen Denkmals, einem dreitägigen Weinfest und dem Sommerfest des Fördervereins Gut Varrel war am Wochenende auch abseits des Wahlkampftrubels eine Menge los in Stuhr.

Schon zum Auftakt des Weinfestes am Rathausplatz am Freitagabend kamen bereits an die 400 Besucher. "Damit werden wir die rund 2000 Besucher aus dem vergangenen Jahr bestimmt toppen", zog Mitorganisator Volker Twachtmann am Sonnabendnachmittag eine zufriedene Zwischenbilanz. Dabei war zu diesem Zeitpunkt erst die Hälfte des Festprogrammes über die Bühne gegangen. "In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal auch tagsüber fast durchgängig ein Programm zu bieten", freute er sich. Zu den Darbietungen zählten unter anderem ein Gospelchor, eine Tanzgruppe und eine Modenschau. Am Sonntag folgte zudem ein Auftritt des Shantychors Brinkum.

Im Mittelpunkt standen aber natürlich an allen drei Tagen die feinen Rebensorten, die viele Genießer und Weinkenner von nah und fern anlockten. An insgesamt fünf Ständen wurden weiße, rote und roséfarbene Weinsorten ausgeschenkt. Ob Merlot oder Lambrusco, Spätburgunder oder Dornfelder, Pinot Grigio oder Federweißer - das Angebot reichte von Weinen aus der ganzen Welt bis hin zu Schoppen aus heimischen Anbaugebieten. Grappa und Prosecco rundeten die Getränkeofferten ab. "Ich denke, wir haben für jeden Geschmack etwas dabei", vermutete Volker Twachtmann.

"Wir kommen jedes Jahr gerne nach Alt-Stuhr zum Weinfest. Allein schon die familiäre Atmosphäre ist einfach toll und außerdem trinken wir sehr gerne einen schönen Wein", bemerkte ein Ehepaar aus Moordeich, das am Sonnabend bereits zahlreiche Bekannte getroffen hatte. So wie diesem Paar erging es anscheinend vielen. Überall waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Kein Wunder, die fünf beteiligten Firmen haben unter dem bewährten Motto Von Stuhrern für Stuhrer wieder ganze Arbeit geleistet und auch im achten Jahr ein schönes Weinfest auf die Beine gestellt.

"Allein schon die liebevolle Dekoration mit Maispflanzen und Sonnenblumen an den verschiedenen Sitzmöglichkeiten ist einfach wunderschön", staunte eine Besucherin aus Heiligenrode. Neben den Weinständen gehörten auch zahlreiche kulinarische Leckerbissen zum Angebot. Von Flammkuchen über Bratwurst bis hin zu Käsespezialitäten und Nudelgerichten war für jeden Geschmack etwas zu finden.

Und auch der Abschluss des Weinfestes hatte es in sich. Denn aus aktuellem Anlass sollte das Wochenende mit einer großen Wahlparty ausklingen, auf der die Ergebnisse der Kommunalwahl verkündet werden. "Cord Bockhop wollte sich am Freitagabend aber noch nicht darauf festlegen, ob er bei einem Wahlsieg eine Runde für alle ausgeben würde", erklärte Volker Twachtmann schmunzelnd.

Kulturell ging es am Sonntag beim europäischen Tag des offenen Denkmals zu, an dem wieder zahlreiche Vereine und Institutionen ihre Gebäude und Anlagen für Besucher öffneten. In Heiligenrode betraf das die Klosterkirche St. Marien und die Wassermühle, in Brinkum das Haus Lohmann, die Kirche zum Heiligen Kreuz und das Alte Pfarrhaus, in Stuhr die St. Pankratius Kirche. Im Ortsteil Varrel öffneten das Rauchhaus und die Gutsanlage ihre Türen. Zugleich hatte der Förderverein Gut Varrel dort auch wieder zu seinem traditionellen Sommerfest geladen.

Ab 11 Uhr sorgten dort zwischen diversen Kunsthandwerkern und Essensständen die Bremer Jazzmusikanten für Live-Musik, bis The Gallery Band sie drei Stunden später ablöste. Die Bremer Ingrid und Günter Folkers (70), beide Camper am Steller See, nutzten die Gelegenheit, um sich mit sechs Gläsern selbstgemachter Quittenmarmelade zu versorgen. Andere stöberten zwischen Lampen mit buntem Filzüberzug, Schmuck und Geschenkverpackungen. Favorit vieler Kinder waren ganz klar Ponyreiten, Hüpfburg und - das Kinderschminken, wie die fünfjährigen Freundinnen Emma und Jana mit eindrucksvoll bunt bemalten Delfingesichtern bewiesen. Im Anschluss griffen sie selbst zu Farbe und Pinsel, um am Stand von Ilse Düßmann (69) Schälchen mit Glasurfarben zu verzieren.

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