Naturschutzverbände prangern die Trinkwasserförderung in Verden zu Gunsten der Hansestadt an

Beschwerde beim Bremer Umweltsenator

Verden ·Bremen (bec). In einem Schreiben an den Bremer Umweltsenator Joachim Lohse fordern der Nabu-Kreisverband Verden, die BUND-Kreisgruppe Verden und die Initiative „Rettet das Halsetal“ eine ortsnahe Trinkwasserförderung durch das Land Bremen und damit eine deutliche Senkung der Trinkwasserfördermengen im Bremer Umland.
12.02.2014, 00:00
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Beschwerde beim Bremer Umweltsenator
Von Andreas D. Becker

In einem Schreiben an den Bremer Umweltsenator Joachim Lohse fordern der Nabu-Kreisverband Verden, die BUND-Kreisgruppe Verden und die Initiative „Rettet das Halsetal“ eine ortsnahe Trinkwasserförderung durch das Land Bremen und damit eine deutliche Senkung der Trinkwasserfördermengen im Bremer Umland.

Die Naturschutzverbände weisen darauf hin, dass im Landkreis Verden negative Auswirkungen durch die Trinkwasserförderung, insbesondere im Fördergebiet am Panzenberg in Verden, zu beobachten seien. Der Trinkwasserverband Verden fördere aus den Wasserwerken Panzenberg, Langenberg und Wittkoppenberg jährlich rund 17 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

Ein großer Teil davon diene der Versorgung der Freien Hansestadt Bremen. Knapp zehn Millionen Kubikmeter jährlich würden an den swb Vertrieb Bremen geliefert. „Der Zustand von Natur und Landschaft hat sich ganz besonders im Einflussbereich des Wasserwerkes Panzenberg in Verden-Scharnhorst seit Aufnahme der dortigen Wasserförderung Mitte der 80er-Jahre dramatisch verschlechtert“, heißt es in dem Schreiben. Eine der Ursachen liege in der gutachterlich falsch prognostizierten Grundwasserneubildungsrate. Die gravierenden Schäden an Natur und Landschaft, Gebäuden sowie dem Infrastrukturvermögen der Gemeinden seien vielfältig sichtbar, Biotope drohten zu verschwinden.

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