Axstedt: Kindergarten pflegt enge Kooperation mit dem Turnverein / Teilnahme am Wettbewerb „Fair bringt mehr“

Bewegende Nachbarschaft

Kinder brauchen Bewegung. „Das verbindet uns“, bringt Anne Hafner, Leiterin des Lebenshilfe Kindergartens Axstedt, die Kooperation mit dem TV Axstedt auf den Punkt. Innerhalb von fünf Jahren ist die Zusammenarbeit langsam gewachsen und soll weitere Früchte, wie einen ersten gemeinsamen Laternenumzug, tragen.
09.05.2014, 00:00
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Bewegende Nachbarschaft
Von Brigitte Lange
Bewegende Nachbarschaft

Sie sind der Motor der Kooperation, die der Lebenshilfe-Kindergarten in Axstedt seit fünf Jahren mit dem TV Axstedt lebt (von links): Andreas Eberlein (TV Axstedt), Janine Kaden, Anne Hafner, Bettina Winkler, Juliane Luge, Tanja Rußmeier und Sandra Richter.

Brigitte Lange

Kinder brauchen Bewegung. „Das verbindet uns“, bringt Anne Hafner, Leiterin des Lebenshilfe Kindergartens Axstedt, die Kooperation mit dem TV Axstedt auf den Punkt. Innerhalb von fünf Jahren ist die Zusammenarbeit langsam gewachsen und soll weitere Früchte, wie einen ersten gemeinsamen Laternenumzug, tragen.

Es fing mit kleinen Hilfeleistungen an. „Mal fragten sie, ob sie vielleicht Wasser von uns haben könnten, ein anderes Mal brauchten sie Strom“, erinnert sich Kindergartenleiterin Anne Hafner daran, wie sich die heutige Lebenshilfe Kindertagesstätte Axstedt und der örtliche Turnverein Gut Heil Axstedt näher gekommen sind. Umgekehrt konnten die Kinder bei Regen die an den Kindergarten angrenzende Turnhalle nutzen. Aus dieser „gepflegten Nachbarschaft“ ist innerhalb von fünf Jahren eine „gelebte“ Kooperation geworden, die niemand missen möchte. „Die Bewegung verbindet uns“, erklärt Hafner. So überzeugt, wie alle Beteiligten von dem Projekt sind, haben sie sich damit nun beim Volksbank-Wettbewerb „Fair bringt mehr“ beworben. Ende Mai sollen die Gewinner feststehen.

Wie die Jury über den Beitrag befindet, wird auf die Kooperation letztlich keinen Einfluss haben, versichern Anne Hafner und ihre Mitstreiter Andreas Eberlein vom TV Axstedt sowie die Elternvertreterinnen der Kindertagesstätte. Zu wichtig ist es ihnen, gemeinsam Aktionen anzubieten, sich gegenseitig zu unterstützen. Zu gut ist das Miteinander.

Alles begann, als der TV Axstedt seine Umkleideräume sanierte. In dieser Zeit baten die Sportler öfter um Hilfe. Als zur selben Zeit der Kindergarten ein neues Fenster brauchte, packte der TV Axstedt an. Bei der Einweihung der neuen Umkleideräume habe der Kindergarten vorbeigeschaut. „Ich habe mich gefreut, dass alle mit dabei waren“, erinnert sich Eberlein.

Durch die örtliche Nähe sämtlicher Gebäude und des Sportplatzes sei es immer wieder zu Kontakten gekommen. Der Kindergarten sei zu einer Anlaufstelle für den Turnverein geworden. Dort kann er die Eltern und Kinder gut „abholen“. Alle Seiten unterstützen sich, profitieren voneinander, helfen sich gegenseitig, tauschen Ideen aus. Freundschaften entstanden.

„Bei unserem Frühlingsfest konnten wir beispielsweise die Örtlichkeiten des Turnvereins mitnutzen“, erzählt Anne Hafner. Der Vorschlag, an den TV Axstedt heranzutreten, sei von den Elternvertreterinnen gekommen, sagt sie. Außerdem gewannen sie die Mitglieder des Vereins dazu, sich mit eigenen Angeboten am Festprogramm zu beteiligen. Den Organisatoren lag dabei daran, dass die angebotenen Spiele für Jung und Alt waren. Die Generationen sollten nur gemeinsam gewinnen können. „Sonst bilden sich schnell Altersgruppen.“

Beim Schubkarrenrennen etwa schoben die Erwachsenen die Kinder. Nur junge Teilnehmer oder Erwachsene allein konnten nicht starten. „Das hat funktioniert“, versichert Janine Kaden, eine der Elternvertreterinnen. Der Sportverein setzt nun auch auf dieses altersübergreifende Konzept. In den Augen aller Beteiligten ist es wichtig für die Sozialisation der Kinder. So trainieren inzwischen kleine und größere Judoka in dem ebenfalls durch die Kooperation entstandenen Judo-Kursus zusammen. „Die Idee dazu entstand im Kindergarten, der TV sagte seine Unterstützung zu, und beim Frühlingsfest stellten wir den Judo-Kursus vor“, erzählt Janine Kaden.

Die Liste der gemeinsamen Aktionen ist inzwischen lang und reicht von Flohmarkt bis Spielebus. Das nächste Projekt wird bereits vorbereitet. „Dieses Jahr wollen wir erstmals einen gemeinsamen Laternenumzug organisieren“, sagt Andreas Eberlein. Er trage sich schon seit Jahren mit diesem Gedanken. Hand in Hand im Lichterglanz soll die Aktion heißen – die wieder möglichst viele Kinder und Erwachsene zusammenführen soll.

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