Achim Bewohner des AWO-Seniorenzentrums nutzen „Wahlurne to go“

Achim (noe). Rund 30 Bewohner des Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Leipziger Straße in Achim haben bereits ihre Stimme für die Bürgermeister- und Europawahl abgegeben. Anja Gründel und Bärbel Kupisch vom Bürgerbüro waren im spontan eingerichteten „Wahlzimmer“ im Heim zur Stelle, um die Stimmabgabe zu betreuen.
16.05.2014, 00:00
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Bewohner des AWO-Seniorenzentrums nutzen „Wahlurne to go“
Von Esther Nöggerath

Rund 30 Bewohner des Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Leipziger Straße in Achim haben bereits ihre Stimme für die Bürgermeister- und Europawahl abgegeben. Anja Gründel und Bärbel Kupisch vom Bürgerbüro waren im spontan eingerichteten „Wahlzimmer“ im Heim zur Stelle, um die Stimmabgabe zu betreuen. „Die Wahl hat einen ähnlichen Status wie die Briefwahl“, erklärte Hella Harting van Well vom Sozialdienst. Die Bewohner, die die „Wahlurne to go“ benutzen wollten, beantragten im Vorfeld die Briefwahl. Nur, dass sie den Brief dann nicht abschicken mussten, sondern ihn direkt im Haus einwerfen konnten. Das sei besonders für Senioren mit Bewegungseinschränkungen von Vorteil.

Auch Marlene Brockmann nutzte die „Wahlurne to go“, um ihre Stimmen abzugeben. An der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hat die 76-Jährige ebenfalls schon auf diesem Weg teilgenommen. Für den Gang zum Wahllokal bräuchte sie einen Rollator. „Da ist mir das hier viel angenehmer“, erzählte Marlene Brockmann. Sie, als zweite Vorsitzende der Bewohnervertretung, machte es vor, viele andere Senioren folgten ihrem Beispiel und schoben nacheinander die grünen und roten Briefumschläge in den Schlitz der Urne.

„Einige Bewohner gehen auch mit Angehörigen zusammen ins Wahllokal“, berichtete Harting van Well. Die 30 Senioren, die das Angebot der Stadt wahrnehmen, seien nur ein kleiner Teil der Bewohner des Hauses. Und nur wer geistig noch fit genug sei, könne seine Stimme für die Wahl abgeben.

Für die meisten Heimbewohner ist die Bürgermeisterwahl wichtiger. „Europa wirkt auf viele weit entfernt“, sagte Hella Harting van Well.

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