Beim Symposium an der Sudweyher Wassermühle können Besucher wieder den Werken beim Entstehen zusehen Bildhauerei live und in Farbe

Nicht mehr lange, dann verwandelt sich das Gelände rund um die Wassermühle in Sudweyhe in einen regelrechten Skulpturengarten. Am Sonnabend und Sonntag, 21. und 22. Juni, kommen Künstler nicht nur aus der Region zum traditionellen Bildhauersymposium zusammen. Interessierte haben die Möglichkeit, den Kunstwerken beim Entstehen zuzusehen. Was genau sie erwartet, obliegt ganz der Kreativität der Teilnehmer.
11.06.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Bildhauerei live und in Farbe
Von Justus Seebade

Nicht mehr lange, dann verwandelt sich das Gelände rund um die Wassermühle in Sudweyhe in einen regelrechten Skulpturengarten. Am Sonnabend und Sonntag, 21. und 22. Juni, kommen Künstler nicht nur aus der Region zum traditionellen Bildhauersymposium zusammen. Interessierte haben die Möglichkeit, den Kunstwerken beim Entstehen zuzusehen. Was genau sie erwartet, obliegt ganz der Kreativität der Teilnehmer.

Verraten mag er seine Pläne noch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Henry Stussig für das diesjährige Bildhauersymposium an der Sudweyher Wassermühle wieder etwas Besonderes hat einfallen lassen, ist allerdings ziemlich hoch, immerhin schöpft er aus jahrelanger Erfahrung. Zum elften Mal findet das Symposium statt – und Henry Stussig ist seit der Premiere mit dabei.

„Mir gefällt an und für sich das Ambiente“, begründet der 85-Jährige seine regelmäßige Teilnahme. Und auch das Miteinander mit den Kollegen sei angenehm, „man kennt sich, weiß, was der andere macht“. Dieses Mal sind am Sonnabend und Sonntag, 21. und 22. Juni, insgesamt 16 Bildhauer mit von der Partie.

Viele von ihnen kommen aus der Region und dem Bremer Umland, manche haben aber auch eine etwas längere Anreise, etwa aus Wilhelmshaven oder Göttingen, vor sich. An beiden Tagen arbeiten sie von 11 bis 17 Uhr mit verschiedenen Materialien – der eine werkelt am liebsten mit Sandstein, der nächste bevorzugt Granit – zum Thema „Wandlung“, das sich die Gruppe unmittelbar nach dem Symposium des vergangenen Jahres ausgedacht hatte.

Was dabei so alles entsteht, können die Besucher unmittelbar verfolgen. „Man kann den Bildhauern zugucken und Fragen stellen“, sagt Tina Fischer, Kulturbeauftragte der Gemeinde Weyhe. Die Künstler würden sich über den Dialog freuen, unterstreicht Henry Stussig. „Das Publikum ist toll, fragt viel nach“, sagt der Kirchweyher.

Um das Interesse wachzuhalten, müssten sich die Bildhauer aber stets etwas Neues einfallen lassen. „Man muss interessante Sachen bringen. Wenn man das nicht macht, kommt keiner“, so Stussig. Für seine Werke hat er eine ganz spezielle Herangehensweise: „Man muss mit dem Stein sprechen, dann sagt er dir, was er werden will.“

Ganz fertig werden die Kunstwerke binnen der zwei Tage laut Tina Fischer aber nicht bei allen Künstlern. „Ein bisschen Feinschliff muss bei den meisten danach noch sein. Zwei Tage sind für Bildhauer nicht viel“, betont die Kulturbeauftragte.

Veranstaltet wird das Symposium von der Gemeinde und dem Verein Kunst in der Provinz. „Was die Besucher zu sehen bekommen, ist der Kreativität der Künstler überlassen“, sagt Vereinsvorsitzende Brunhild Buhre. Die Vielfalt der Werke sei entscheidend.

Wer am 21. und 22. Juni an der Wassermühle vorbeischaut, wird allerdings nicht ausschließlich Live-Bildhauerei zu Gesicht bekommen. Zeitgleich beginnt im Inneren der Mühle die Ausstellung Skulptura, die bis zum 3. August die Werke des vergangenen Jahres zum Thema „Bewegung“ zeigt. Die offizielle Eröffnung – auch des Symposiums – übernimmt am Sonnabend, 21. Juni, um 15 Uhr die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty. Zudem führt Brunhild Buhre thematisch in die Veranstaltung ein, auch Musik soll es geben.

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