ASB präsentiert Kreatives beim Weihnachtsbasar Blaue Marmelade und duftende Seife

Osterholz. Warum nicht mal etwas Blaues zum Frühstück? Mit der Kreation "Blue Karibic" aus der Marmeladen-Schmiede Schwarme kommt Farbe auf den Frühstückstisch. Grün-blau schimmert der Brotaufstrich, eine Mischung aus Kokosflocken, Blue Curaçao und Zutaten, die Nils Kalienke nicht preisgeben möchte. Es ist nur eine von zahlreichen Kreationen seiner Mutter - garantiert selbst gemacht.
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Von Silja Weisser

Osterholz. Warum nicht mal etwas Blaues zum Frühstück? Mit der Kreation "Blue Karibic" aus der Marmeladen-Schmiede Schwarme kommt Farbe auf den Frühstückstisch. Grün-blau schimmert der Brotaufstrich, eine Mischung aus Kokosflocken, Blue Curaçao und Zutaten, die Nils Kalienke nicht preisgeben möchte. Es ist nur eine von zahlreichen Kreationen seiner Mutter - garantiert selbst gemacht.

Wie alles auf dem mittlerweile 11. Osterholzer Weihnachtsbasar beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Einen ganzen Tag lang lockt die Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderungen in der Elisabeth-Selbert-Straße 4 viele Besucher und Besucherinnen mit ihren Ständen an. "Rund 500 Gäste waren es im vergangenen Jahr. Das werden wir dieses Mal mit Sicherheit erreichen", lautet das Zwischenresümee von Jochen Schlüter, Pressereferent des ASB.

27 Aussteller und Ausstellerinnen, vorwiegend aus dem Bremer Osten, zeigen Weihnachtsgestecke, Fensterdekorationen, Lampen, Schmuck, süße Köstlichkeiten und vieles mehr. Besonders häufig auf dem Basar vertreten: Produkte mit Werder-Emblem, seien es Lampen, Weihnachtskugeln oder handgestrickte grün-weiße Kuschelsocken. Von Krise keine Spur.

Auch der ASB ist mit Kunsthandwerk aus seinen Werkstätten vertreten. "Für uns ist es eine gute Gelegenheit, die Produkte unserer Arbeitsgruppen vorzustellen", erläutert Heinz Becker, Sozialpädagoge und Bereichsleiter. Nicht nur an den Ständen herrscht großer Andrang. Auch Kaffee und Kuchen zu äußerst moderaten Preisen lässt sich das Publikum im Café schmecken.

Neu in diesem Jahr sind Seifen. Eine Arbeitsgruppe des ASB versetzt die duftende Substanz mit Aromen und gießt sie in Form. In Zusammenarbeit mit der Gartengruppe sei geplant, im kommenden Jahr frische Kräuter als Zusatzstoffe zu verwenden, berichtet Schlüter.

Schätze der Natur verarbeitet auch Thomas Hecht. Der Hobby-Imker bringt zusammen mit Sibylle Mann Kerzen aus Honigwachs, Met und verschiedene Honigsorten an den Mann und die Frau. Jedes Wochenende zieht es ihn zu den Bienenständen seiner Eltern in der Nähe von Perleberg. Wie es dort aussieht, demonstriert er auf einem digitalen Bilderrahmen. "Es macht Spaß, den Leuten das zu zeigen", sagt Hecht.

Torten für Überraschungen

Besonders viel Trubel herrscht beim Ehepaar Petra und Andreas Hanke. In jedem Jahr, zu Weihnachten und Ostern, kommen die beiden aus Gröpelingen, um ihre handgefertigten Bastelarbeiten, gefaltete Geschenkboxen und Papierlampen vorzustellen. Geduldig erklärt Petra Hanke ein ums andere Mal, wozu die Geschenktorten aus Pappe benutzt werden können: "In jedem Tortenstück ist Platz für eine kleine Überraschung." Sicher, dass sei eine aufwendige Fummelarbeit: viel Schneiden und viel Falten. "Das ist unsere abendliche Ablenkung", lacht Andreas Hanke. Nach einem anstrengenden Arbeitstag geben sich der Betriebselektriker und die Erzieherin lieber ihrem Hobby als der Berieselung durch den Bildschirm hin. "Wir haben gar keinen Fernseher", erzählt er, "und brauchen ihn auch nicht."

Einen der schönsten Stände bestückt Susan Knaak. Zusammen mit Elke Kollmann fertigt sie Gläser und Kugeln und peppt sie kunstvoll in Serviettentechnik auf. In Kränzen arrangiert bekommt das leuchtende Kunsthandwerk eine besonders edle Note. Dass es den Leuten gefällt, beweisen die Einnahmen. "Der Umsatz ist gut", freut sich Knaak. Auch die Kolleginnen und Kollegen an den anderen Ständen sind mit dem Verkauf zufrieden.

Für den ASB erfüllt der Basar einen ganz anderen Zweck. "Wir stellen nicht nur die Produkte unserer Werkstätten vor, sondern viele Kontakte her und kommen so ins Gespräch mit interessierten Eltern", erzählt Jochen Schlüter. Auch fürs kommende Jahr ist wieder ein Weihnachtsbasar geplant. "Im Sommer haben wir immer bereits die ersten Anfragen", berichtet der Pressereferent.

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