Universitätsgesellschaft Botschafter als "Brückenbauer" für Region

Landkreis Oldenburg. Vier neue Botschafter für den Landkreis hat die Universitätsgesellschaft Oldenburg am vergangenen Freitag im Johanneum in Wildeshausen ernannt.
07.04.2014, 06:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Botschafter als
Von Esther Nöggerath

Vier neue Botschafter für den Landkreis hat die Universitätsgesellschaft Oldenburg am vergangenen Freitag im Johanneum in Wildeshausen ernannt: Harald Meyer, Hans-Werner Aschoff sowie Elisabeth und Jörg Lencer werden zukünftig für die Region als Vermittler auftreten, um die Begegnung von Wissenschaftlern mit Unternehmen, Institutionen und kulturellen Einrichtungen in der Region zu fördern.

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist mit rund 13 000 Studierenden eine wichtige Institution in der Nordwestregion und fest mit ihr verankert. Um die Verknüpfung noch weiter voranzutreiben, setzt die Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) Unternehmer oder engagierte Persönlichkeiten aus der Region als Botschafter ein, die als Vermittler zwischen Universität, Gesellschaft und Unternehmen auftreten sollen. Am vergangenen Freitag ernannte Michael Wefers, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, nun vier neue Botschafter aus der Region: Harald Meyer von der Meyer-Technik-Unternehmensgruppe aus Ganderkesee übernimmt bereits zum dritten Mal das Amt des Botschafters. Neu dabei sind Elisabeth und Jörg Lencer, Allgemeinmediziner aus Hude, sowie Hans-Werner Aschoff, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises.

Gunilla Budde, die Vize-Präsidentin der Universität, lobte die Universitätsgesellschaft für ihr Engagement und bezeichnete die UGO und insbesondere die Botschafter als „Brückenbauer“ für die Region. Die Universität Oldenburg sei nicht nur Bildungsinstitution, sondern auch „Netzwerk-Knüpferin“, die Platz für Foren des Austausches und der Begegnung schaffe.

„Die Universität Oldenburg ist eine Schlüsselinstitution in der Region“, sagte auch Michael Wefers und betonte noch einmal die Wichtigkeit der Bildung für die Entwicklung. „Die Regionalisierung hat einen hohen Stellenwert“, erklärte Wefers. Viele der Studenten seien aus der Gegend, aber auch aus anderen Regionen kämen junge Leute, um an der Universität Oldenburg zu studieren. In diesem Zusammenhang möchte Wefers die Jugend auch für die Region gewinnen und deren Kultur fördern. Der UGO-Vorsitzende befürchtet nämlich einen Rückgang der Studierendenzahlen in der Zukunft und sieht daher besonderen Bedarf, die Bildungsinstitute in der Region miteinander zu vernetzen und nicht auch noch gegeneinander in einen Wettbewerb zu treten.

Im Anschluss an die Rede überreichte Michael Wefers den neuen Botschaftern die Urkunden, die für drei Jahre ausgestellt sind. Für ihre neue Tätigkeit haben sich die Botschafter verschiedene Ziele und Schwerpunkte vorgenommen: Harald Meyer will besonders die Vernetzung mit dem Handwerk in der Region fördern. In Zeiten des Fachkräftemangels ist sein Unternehmen nicht zuletzt auf gut ausgebildete Studienabgänger angewiesen.

Hans-Werner Aschoff wünscht sich für die Zukunft einfachere Aktionen. „Wir sollten weniger problematisieren, als einfach probieren“, sagte der Wirtschaftsförderer. Als Beispiel schlug er ein Pilotprojekt vor, den Landkreis mit der Universität enger zu verknüpfen, indem die Landkreisstellen zu offiziellen Partnern der Universität ernannt werden würden und ein Ansprechpartner vor Ort als Vermittler fungieren könnte.

Elisabeth Lencer will über die Vernetzung mit Industrie, Handwerk und Medizin insbesondere auch die Kunst und Kultur in der Region fördern und hofft auf Kooperationsmöglichkeiten, auch durch ihre Verbindungen zum Kunst- und Kulturverein in Hude.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+