Jugendliche unter Verdacht Brandstifter offenbar ermittelt

Lemwerder. Rund drei Monate nach dem Feuer im Kindergarten an der Detmarstraße hat die Polizei die mutmaßlichen Brandstifter ermittelt. Es soll sich um einen Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr und eine 15-Jährige handeln.
04.08.2014, 00:01
Lesedauer: 1 Min
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Von Patricia Brandt und Barbara Wenke

Rund drei Monate nach dem Feuer im kommunalen Kindergarten an der Detmarstraße hat die Polizei die mutmaßlichen Brandstifter ermittelt.

Nach Angaben der Polizei Brake hat sich gegen einen 16-Jährigen und eine 15-Jährige aus Lemwerder der Tatverdacht der Brandstiftung ergeben.

Die Jugendlichen sind verdächtig, den Brand in der Kindertagesstätte in Lemwerder in der Nacht am 04. Mai gelegt zu haben. Es besteht weiterhin der Verdacht, dass beide Personen vor der Brandlegung einen Einbruch in das gegenüberliegende Gemeindehaus begangen haben.

Der 16-Jährige gehört der Freiwilligen Feuerwehr Lemwerder an. Die Feuerwehr hat den jungen Mann nach den Worten von Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag auf Anraten der Polizei mittlerweile beurlaubt. Während die 15-Jährige eine Tatbeteiligung einräumt, bestreitet der Tatverdächtige die Brandlegung und macht keine Aussage. Der 15-Jährigen wird vorgeworfen, bei der Brandlegung "Schmiere" gestanden zu haben.

Wie berichtet, ist die Lemwerderaner Kindertagesstätte mit dem Brand komplett zerstört worden. Den beiden von der Staatsanwaltschaft Oldenburg eingesetzten Brandursachenermittlern bot sich Anfang Mai ein Bild der Verwüstung. „Das hier ist ein enormer Zerstörungsgrad“, stellte der zuständige Sachbearbeiter des Polizeikommissariats Brake, Kurt Werner, bei der Besichtigung der Brandruine fest.

Während die Ermittlungen zur Brandursache andauerten, sammelten die Lemwerderaner für den Wiederaufbau ihrer Kita. Bürgermeisterin Regina Neuke lobte Anfang Juni die Hilfsbereitschaft. Musikschule, Kinderzirkus und Firmen hatten gespendet.

Jetzt soll die Polizei wissen, wer das Feuer gelegt hat. Der mutmaßliche Brandstifter soll ausgerechnet in den Reihen der Brandschützer zu finden sein. „Die Polizei hat uns nahegelegt, einen Kameraden vom Dienst zu beurlauben“, bestätigte am Sonntag Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag. Es handele sich dabei um einen Aktiven aus der Wehr.

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