Vortrag am 9. Februar Carola Süß aus Fischerhude schwärmt von Bildhauerarbeiten der Evolution

Fischerhude. 'In der Wüste habe ich den Platz gefunden, an dem meine Seele zu Hause ist', sagt Carola Süß in vollster Überzeugung. Die Weite und Unendlichkeit, der Horizont, der aus der Erde eine Scheibe zu machen scheint, all das gäbe es in der Wüste, die zum 'Dauerziel' der Keramikerin geworden ist.
04.02.2010, 19:00
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Carola Süß aus Fischerhude schwärmt von Bildhauerarbeiten der Evolution
Von Uwe Dammann

Fischerhude. 'In der Wüste habe ich den Platz gefunden, an dem meine Seele zu Hause ist', sagt Carola Süß in vollster Überzeugung. Die Weite und Unendlichkeit, der Horizont, der aus der Erde eine Scheibe zu machen scheint, all das gäbe es in der Wüste, die zum 'Dauerziel' der Keramikerin geworden ist. Erneut will die Fischerhuderin im März mit einer Frauengruppe zum 'Dromedartrecking' in die tunesische Sahara aufbrechen.

Dabei ist sie erst vor kurzem von einer Wüstentour aus Libyen zurückgekehrt, die auch in diesem Fall ausschließlich für Frauen konzipiert worden war. Außer Carola Süß waren elf weitere Frauen beim libyschen Wüstentrecking dabei, die meisten davon hatten bisher weder auf einen Kamel gesessen, noch irgendwo im Freien campiert. 'Doch die anfängliche Besorgnis wich schon bald der Begeisterung über das Abenteuer', erinnert sich Carola Süß. Tripolis empfing die Besucher zusammen mit dem libyschen Staatschef Gadhafi, der auf zahlreichen Plakatwänden im Stadtbild allgegenwärtig ist. Die Reise der deutschen Frauen wurde aus Sicherheitsgründen von einem bewaffneten 'Security-man' begleitet, erzählt Süß.

Die weiteren Reisebegleiter waren Tuaregs, die die Gruppe aus Deutschland durch die Wüste führten. 'Das Trecking mit den Kamelen, die Woche mit den Tuareg, all das ist unbeschreiblich', sagt Süß, und versucht es trotzdem. Die Landschaft begegnete der Gruppe täglich 'mit gewaltiger Wucht'. 'Der Künstler in mir schlürft Farben und Licht und blickt voller Bewunderung auf die Bildhauerarbeiten der Evolution', schwärmt die Fischerhuderin von ihren Eindrücken. Auch die begleitenden Tuaregs bekommen nach und nach Namen und Gesicht. Abends am Feuerplatz wurde erzählt, Tee getrunken, gesungen, gespielt und viel gelacht. 'Wir wurden behutsam und sicher geführt, respektvoll behandelt. Eine besondere Ritterlichkeit umgibt diese Männer', meint Süß., und das ungewohnte Kamelreiten wurde für die Frauen zur 'Schaukeltrance-Erfahrung'. 'Dort oben kann man sich so erhaben fühlen, wie eine Wüstenkönigin', erzählt sie schmunzelnd.

Nun soll es im März in die tunesische Sahara gehen. Für 16 Tage. Die Karawane wird von Beduinen geführt. Wer Interesse an den Wüstentouren hat und Bilder von der Libyen-Tour sehen möchte, kann sich am Dienstag, 9. Februar, 19 Uhr, im Blauen Haus in Worpswede informieren. Dann zeigt Carola Süß Fotos von ihrer Reise. Weitere Informationen unter Telefon 04293/919063.

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