Nach Untreue-Anklage CDU fordert Rücktritt von Hannovers OB Schostok

Hannovers OB Schostok könnte in der Rathausaffäre vor Gericht gestellt werden. Die Affäre dreht sich um 64.000 Euro, die Spitzenbeamte zu Unrecht kassiert haben sollen - die CDU fordert nun seinen Rücktritt.
24.04.2019, 13:55
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Nach der Anklage von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wegen schwerer Untreue hat die CDU seinen Rücktritt verlangt. "Wir fordern den Oberbürgermeister umgehend auf, sein Amt ruhen zu lassen und den Rücktritt einzureichen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Jens-Michael Emmelmann, am Mittwoch der dpa. Es sei ein einmaliger Zustand, dass ein Oberbürgermeister der Landeshauptstadt angeklagt werde. "Er soll den Schaden vom Amt nehmen und zurücktreten." Verschiedene Gremien der SPD tagten am Mittwoch noch, sie wollen sich später zum weiteren Vorgehen äußern. Auch die Grünen, die seit langem gemeinsam mit der SPD in Hannover regieren, beraten noch über die Lage.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte am Mittwoch in der Affäre um unzulässige Gehaltszuschläge für Spitzenbeamte Anklage gegen Schostok erhoben, weil die Zulagen mit seinem Einvernehmen weiter gezahlt worden sein sollen. Auch der bisherige Bürochef des Oberbürgermeisters sowie der suspendierte Kultur- und frühere Personaldezernent der Landeshauptstadt wurden wegen schwerer Untreue angeklagt. Insgesamt geht es um zu Unrecht gezahltes Gehalt in Höhe von rund 64 000 Euro für den bisherigen Bürochef sowie für den früheren Feuerwehrchef.

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