Guttempler-Gemeinschaft OHZ-Nord lud Gleichstellungsbeauftragte anlässlich des Weltfrauentags zu sich ein Cerry Ziel vermisst Chancengleichheit

Vor 101 Jahren ist der Weltfrauentag erstmals begangen worden. Noch immer kann von einer absoluten Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann nicht die Rede sein - wie Cerry Ziel, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Hambergen, als Referentin bei den Guttemplern bemerkte.
15.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Monika Fricke

Vor 101 Jahren ist der Weltfrauentag erstmals begangen worden. Noch immer kann von einer absoluten Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann nicht die Rede sein - wie Cerry Ziel, Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Hambergen, als Referentin bei den Guttemplern bemerkte.

Hambergen. Die Guttempler-Gemeinschaft OHZ-Nord hat wenige Tage nach dem Weltfrauentag die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Hambergen, Cerry Ziel, als Referentin zu sich eingeladen. Der Vorsitzende Jürgen Möller erklärte die Einladung mit dem Grundgedanken der Guttempler: "Enthaltsamkeit, Brüderlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung der Geschlechter". "Wir tun es Tag für Tag aufs Neue", sagte er. In ganz Deutschland gebe es daher Veranstaltungen der Guttemplergemeinschaften zum Weltfrauentag.

In der Diskussion mit der Gleichstellungsbeauftragten wurde deutlich, dass bereits vor 100 Jahren die gleichen Themen am Weltfrauentag behandelt wurden wie heute. "Ist denn in der Zwischenzeit nichts passiert?", fragten sich die Anwesenden. Einige Slogans der vergangenen Jahre lauteten: "Bessere Bildung für Mädchen", "Die Rolle der Frau in der Politik", "Gewalt gegen Frauen" und "Chancengleichheit". Cerry Ziel wies darauf hin, dass Frauen heute noch immer bei gleicher Bildung wie Männer bis zu 20 Prozent weniger Lohn erhalten.

"Altersarmut ist weiblich", berichtete sie weiter. Durch Teilzeitarbeit und Kindererziehungszeiten würden Frauen erheblich weniger Rente erhalten als Männer. In Deutschland sei die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern am größten und erst 1969 wurde die "Geschäftsfähigkeit" verheirateter Frauen anerkannt. "Es ist deshalb wichtig, den Frauentag zu feiern", betonte auch Heidrun Michaelis, ehemalige Frauenbeauftragte auf Landes- und Bundesebene des Deutschen Guttempler-Ordens.

Weltmännertag

Cerry Ziel sprach bei ihrem Besuch bei den Guttemplern zudem das Thema "Frauen und Gewalt" an und wies auf die Ausstellung "Maximum Machtmissbrauch" im Rathaus hin. Sie greift mit Bildern und Skulpturen das Thema Gewalt auf. "Frauen erleben Gewalt in vielfältiger Weise, wie sexuelle, psychische, soziale oder finanzielle Gewalt. Über Gewalt durch Alkohol- und Drogen trug Jürgen Möller auf einer Stellwand Informationsmaterial zusammen.

Ziel lud darüberhinaus die Anwesenden zum Info-Abend "Häusliche Gewalt" am Mittwoch, 21. März, 18.30 Uhr ins Rathaus ein. Jürgen Möller erinnerte abschließend an den "Weltmännertag" am 3. November, der ursprünglich von Michael Gorbatschow initiierte wurde. Dabei geht es um das Gesundheitsbewusstsein der Männer. Cerry Ziel verteilte daher im vergangenen Jahr Mandarinen und Schokolade an die männlichen Besucher im Rathaus. Möller lud sie daher auch als Referentin für den Weltmännertag ein.

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