Neue Anlaufstelle für Coronavirus

Corona-Ambulanz in Bremen-Nord erfolgreich gestartet

Am ersten Tag des Betriebs der neuen Corona-Ambulanz in Bremen-Nord sind bereits 60 bis 70 Rachenabstriche zur Untersuchung auf das neuartige Coronavirus genommen worden.
03.04.2020, 06:30
Lesedauer: 2 Min
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Corona-Ambulanz in Bremen-Nord erfolgreich gestartet
Von Julia Ladebeck
Corona-Ambulanz in Bremen-Nord erfolgreich gestartet

In der Nordbremer Corona-Ambulanz sind am ersten Tag 60 bis 70 Rachenabstriche genommen worden, unter anderem von Patienten, die zur Risikogruppe beziehungsweise zu systemrelevanten Gruppen gehören. Das Foto ist in einer Corona-Ambulanz in Zwickau entstanden.

Sebastian Kahnert/DPA

In der neu eingerichteten Corona-Ambulanz in Bremen-Nord sind bereits am ersten Tag circa 60 bis 70 Rachenabstriche zur Untersuchung auf das neuartige Coronavirus genommen worden. Das teilte Christoph Fox, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen, auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Unter der Regie der KV wird die Nordbremer Anlaufstelle seit dem 1. April betrieben. Der Betrieb der Ambulanz ist laut Fox am Mittwoch „sehr erfolgreich“ gestartet.

Die Entscheidungen, den Ort, an dem sich die Corona-Ambulanz befindet, nicht bekannt zu machen und auf ein Anmeldeverfahren zu setzen, haben sich nach Angaben des KV-Sprechers bewährt. „Es gab keine Warteschlangen, keine langen Wartezeiten, keinen Stress an der Anmeldung.“

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Wie berichtet, hatte die KV die Öffentlichkeit bewusst nicht über den Standort informiert, weil sie verhindern will, dass sich Patienten, die meinen, sie könnten mit dem Coronavirus infiziert sein, auf eigene Faust auf den Weg zu der Ambulanz machen. Die KV befürchtet, dass es dadurch vor der Tür zu Menschenansammlungen und einer zusätzlichen Ansteckungsgefahr kommen könnte.

Fox betont: „Alle Patienten, die von einem Arzt an die Ambulanz überwiesen wurden, sind am selben Tag versorgt worden.“ Am Starttag seien auch einige Patienten getestet worden, die zur Risikogruppe beziehungsweise zu systemrelevanten Gruppen gehören, wie Pflegehelfer, medizinisches und zahnmedizinisches Personal sowie Kindergärtner.

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Laut Christoph Fox sind in der Nordbremer Corona-Ambulanz, die an fünf Tagen pro Woche arbeitet, derzeit wie geplant zwei Ärzte pro Schicht im Einsatz. Im Falle eines Positiv-Ergebnisses wird der Hausarzt, der zu der Corona-Ambulanz überwiesen hat, per Fax informiert. Wenn die Patienten es wünschen, bekommen sie das Testergebnis von der Corona-Ambulanz ebenfalls mitgeteilt.

Wie lange es dauert, bis die Testergebnisse aus dem Labor vorliegen, konnte Fox am Donnerstag nicht sagen. In der Nordbremer Anlaufstelle gab es damit einen Tag nach der Eröffnung noch keine Erfahrungen. Fox: „Allgemein gilt: ein bis vier Tage.“ Die Corona-Ambulanzen in den Messehallen 5 und 6 sowie am Klinikum Bremen-Ost werden nicht von der KV betrieben. Wer meint, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte telefonisch Kontakt zu seinem Hausarzt aufnehmen oder sich unter der Nummer 116 117 melden.

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