Infektionen in Delmenhorst und LK Oldenburg Fünf weitere Corona-Patienten verstorben

Weitere vier verstorbene Corona-Patienten meldet der Landkreis Oldenburg am Mittwoch, in der Stadt Delmenhorst starb eine Intensivpatientin im Josef-Hospital Delmenhorst an Covid-19.
08.04.2020, 17:57
Lesedauer: 3 Min
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Fünf weitere Corona-Patienten verstorben
Von Esther Nöggerath

Fünf weitere Patienten sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Das haben die Stadt Delmenhorst und der Landkreis Oldenburg am Mittwoch gemeldet. In Delmenhorst verstarb eine Frau, die sich in den vergangenen Tagen bereits in intensivmedizinischer Betreuung im Josef-Hospital (JHD) befunden hat. Zudem gab es im Landkreis Oldenburg vier weitere Todesfälle.

Bei den Verstorbenen aus dem Landkreis Oldenburg handelt es sich um einen 85-jährigen Mann sowie drei Frauen im Alter von 79, 89 und 92 Jahren. Alle waren laut Kreisverwaltung vorerkrankt. „Es macht einfach nur traurig, dass auch bei uns die Zahl der Todesfälle steigt und wir das vermelden müssen. Das sind schreckliche Entwicklungen. Den Angehörigen spreche ich mein tiefstes Mitgefühl aus“, sagte Landrat Carsten Harings und ergänzte: „Es macht uns brutal deutlich, wie schonungslos diese Pandemie ist und wie ernst die Lage ist. Dem müssen wir alle unbedingt weiter Rechnung tragen und uns entsprechend im täglichen Leben verhalten.“ Die Zahl der corona-bedingten Todesfälle im Landkreis ist damit insgesamt auf sieben gestiegen.

Die Corona-Patientin, die im JHD auf der Intensivstation behandelt worden ist, ist am Dienstagabend verstorben. Das teilte das JHD mit. Die Patientin sei um die 70 Jahre alt gewesen und hatte Vorerkrankungen. Damit gibt es in Delmenhorst inzwischen zwei Corona-Todesfälle. Wie berichtet, war ein älterer, vorerkrankter Patient vor zwei Wochen außerhalb der Stadt in einer Klinik verstorben.

Zwei weitere Covid-19-Patienten sind in Delmenhorst weiterhin in stationärer Behandlung, allerdings auf einer Normalstation. Bei beiden Patienten ist der Zustand laut JHD nicht kritisch. Eine andere Patientin ist in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt aus dem Krankenhaus in die häusliche Quarantäne entlassen worden. „Sie wird nun vom Gesundheitsamt weiter überwacht, da sie noch nicht symptomfrei ist“, erklärt Aline Becker, Assistenz der JHD-Geschäftsführung. Aufgrund ihres guten Allgemeinzustandes sei ein Aufenthalt in der Klinik nicht mehr notwendig gewesen.

Fall-Zahlen recht stabil

Ansonsten sind die Zahlen in Delmenhorst weiterhin recht stabil, ein weiterer Fall einer Infizierung taucht in der offiziellen Statistik auf. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist somit auf 27 Patienten gestiegen (Stand: 8. April, 14 Uhr). Aktuell an Covid-19 erkrankt sind 14 Menschen, ein Patient muss aktuell noch stationär, aber nicht intensivpflichtig behandelt werden. Elf der Corona-Patienten gelten inzwischen also wieder als gesund und wurden aus der Quarantäne entlassen. Als geheilt gilt, wer innerhalb von 48 Stunden zwei negative Abstriche gemacht hat. Zudem sind zwei Infizierte gestorben. In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell noch 44 Bürger.

Der Landkreis Oldenburg weist darauf hin, dass er die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen im Vergleich zur Dienstagsmeldung korrigieren muss: Sie beträgt aktuell 182 bestätigte Fälle – inklusive genesener und verstorbener Patienten (Stand 8. April, 13 Uhr). Davon gelten aktuell 69 Personen als genesen. Das bedeutet, dass es derzeit 106 bestätigte, an Covid-19-erkrankte Menschen im Landkreis Oldenburg gibt. 264 Personen befinden sich zurzeit in häuslicher Isolation, zu diesen 264 gehören auch die 106 an Covid-19 Erkrankten. Bei diesen 106 handelt sich um Patienten aus den Gemeinden Ganderkesee (13), Dötlingen (eins), Hude (sieben), Hatten (zwei), Großenkneten (zwei) und Wardenburg (fünf) sowie der Samtgemeinde Harpstedt (eins) und der Stadt Wildeshausen (75). Genesene verteilen sich auf Wardenburg (25), Ganderkesee (elf), Dötlingen (vier) Wildeshausen (acht), Hude (13), Hatten (fünf), Harpstedt (zwei) und Großenkneten (eins).

Mit Blick auf die nicht infizierten Senioren, die wegen des Corona-Ausbruchs in der Seniorenresidenz Atrium am Wall am Donnerstag vergangener Woche aus Wildeshausen nach Bookholzberg in ein Gästehaus des Berufsförderungswerks verlegt worden sind (wir berichteten), kann der Landkreis vorerst Entwarnung geben. Bei der am Dienstag durchgeführten Status-Kontrolle bei Bewohnern und Mitarbeitern gab es durchweg negative Testergebnisse. Am vergangenen Wochenende waren nämlich noch zwei Senioren positiv getestet und zurück nach Wildeshausen gebracht worden.

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