Osterholz-Scharmbeck beteiligt sich an Imker-Aktion „Deutschland summt“ / Informationsangebot für insektenfreundliche Umgebung Damit mehr Bienen auf die Stadt fliegen

Während der Auftaktveranstaltung zu „Deutschland summt!“ waren tatsächlich summ-ähnliche Geräusche zu hören: Fröhliches Stimmengewirr erklang im Medienhaus am Campus. Die Besucher plauderten am Honigverkostungsstand, vor dem Bienenschaukasten, vor einer Fülle bienenfreundlicher Wildstauden, an der Insektenhotel-Werkstatt oder an einem der Infotische. Sie ließen sich inspirieren, ihren Beitrag zu einem insektenfreundlicheren Umfeld zu leisten.
30.04.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Angelika Meurer-Schaffenberg

Während der Auftaktveranstaltung zu „Deutschland summt!“ waren tatsächlich summ-ähnliche Geräusche zu hören: Fröhliches Stimmengewirr erklang im Medienhaus am Campus. Die Besucher plauderten am Honigverkostungsstand, vor dem Bienenschaukasten, vor einer Fülle bienenfreundlicher Wildstauden, an der Insektenhotel-Werkstatt oder an einem der Infotische. Sie ließen sich inspirieren, ihren Beitrag zu einem insektenfreundlicheren Umfeld zu leisten.

„Ich bin positiv überrascht, am Sonntagmorgen kurz nach der Kirchzeit den Raum so gut gefüllt zu sehen“, freute sich Bürgermeister Martin Wagener, Schirmherr der Aktion. Der Imkerverein Osterholz-Scharmbeck hatte sich gemeinsam mit der Stadt für eine Beteiligung an der Initiative „Deutschland summt!“ entschieden, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Umgebung insektenfreundlicher zu gestalten. Es solle ein Beitrag geleistet werden, die Tiere in ihrer Schlüsselrolle für ein funktionierendes Ökosystem zu unterstützen. „Rund 80 Prozent der Pflanzen, also zum Beispiel unser Gemüse, werden von Bienen bestäubt“, erinnerte Wagener. Sicher habe der Mensch die Lebensräume der Honig- und Wildbienen in der Vergangenheit nicht absichtlich zerstört. Nun gelte es, durch Information und Eigeninitiative einen Beitrag gegen das Bienensterben zu leisten. Besonderes Potenzial sieht er unter anderem in Landwirtschaft und privaten Gärten.

Wagener setzt auf Nachhaltigkeit. „Wir in der Stadtverwaltung haben – auch Dank der hartnäckigen Vorsprachen der Imker – schon gelernt, indem wir etwa insektenfreundliche Bäume an Straßenrändern pflanzen“, so Wagener. Wichtig sei, über Bildungsangebote ein breiteres Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Die Auftaktveranstaltung zu „Osterholz-Scharmbeck summt!“ trug dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Maja Langsdorff, Pressewartin der kreisstädtischen Imker und Koordinatorin der beteiligten Akteure, freute sich über die Vielfalt der Angebote und den großen Zuspruch, besonders angesichts ihrer zu Ende gehenden Amtszeit als Kreisvorsitzende der Imker: „Die Umsetzung von ,Osterholz-Scharmbeck summt!’ war praktisch der Höhepunkt meiner Tätigkeit in dieser Funktion. Es war das schönste, wichtigste und anspruchsvollste Projekt, das ich als Kreisvorsitzende realisieren konnte.“ Besonders liegt ihr am Herzen, junge Leute und Frauen für die Bienenhaltung zu gewinnen. Dafür braucht es ihrer Ansicht nach innovative Ideen.

Viele interessierte Besucher, angeregte Unterhaltungen und fröhliche Gesichter, die während des ganzen Tages im Campus zu sehen waren, gaben ihr recht. Die Agenda Stadtnatur, die Biologische Station Osterholz, der Nabu Worpswede und das Netzwerk Igelfreunde OHZ und umzu leisteten ebenso wie Naturgartengestalterin Julia Wehner und Immengärtner Bernhard Jaesch ihren Beitrag zu einem informativen und inspirierenden Tag. Die Besucher schmiedeten eigene Ideen. „Die örtlichen Pflanzenverkäufer könnten insektenfreundliche Gewächse besonders kennzeichnen“, schlug etwa Jens Tietjen vor, der eine alte Sandkuhle in einen Blühstreifen verwandeln will. Insekten freuen sich besonders über ungefüllte Blüten, an denen sie Nektar sammeln können, wusste Julia Wehner. „Wildstauden und heimische Gehölze wie Kornelkirsche, Sanddorn oder Faulbaum sind gut geeignet.“ Und Bernhard Jaesch verriet, dass auch ein insektenfreundlicher Garten von Januar bis Oktober durchblühen könne. „Das fängt mit dem Duftgeißblatt an und hört mit dem Strauchefeu auf“, gab er Beispiele. Tipps zur Gartengestaltung und Pflanzenauswahl gibt es auf der Internetseite www.imkerverein-ohz.de. Dort finden sich auch Details zum Wettbewerb „Insektenfreundlicher Garten“, der ein einladendes Zuhause für Schmetterlinge, Vögel, Honig- und Wildbienen sowie andere schön anzusehende Tiere schaffen möchte.

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