VfL Wildeshausen gibt nach 1:2 in Obenstrohe Tabellenführung ab / Sascha Görke und Kai Schmale verletzt

Das bittere Ende des Höhenfluges

Wildeshausen. Natürlich hatten sie es während des seit acht Spieltagen anhaltenden Höhenfluges immer irgendwo in den Hinterköpfen gehabt. Irgendwann musste für die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen ja mal die erste Niederlage kommen. Doch gestern, als es dann tatsächlich so weit war, wirkte das unglückliche 1:2 (1:0) beim TuS Obenstrohe trotzdem beinahe wie ein Schock. Und das lag nicht nur daran, dass der Siegtreffer der Obenstroher in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel, sondern vor allem an den Verletzungen von Sascha Görke und Kai Schmale.
04.10.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Wildeshausen. Natürlich hatten sie es während des seit acht Spieltagen anhaltenden Höhenfluges immer irgendwo in den Hinterköpfen gehabt. Irgendwann musste für die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen ja mal die erste Niederlage kommen. Doch gestern, als es dann tatsächlich so weit war, wirkte das unglückliche 1:2 (1:0) beim TuS Obenstrohe trotzdem beinahe wie ein Schock. Und das lag nicht nur daran, dass der Siegtreffer der Obenstroher in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel, sondern vor allem an den Verletzungen von Sascha Görke und Kai Schmale.

Gemeinsam erzielte das dynamische Duo bislang 17 der 19 Wildeshauser Treffer, nur allzu verständlich also, dass diese Ausfälle in Obenstrohe nicht zu kompensieren waren. Bereits nach 17 Minuten war die Partie für Sascha Görke beendet. Nach einem vermeintlichen Pressschlag, der bei genauerem Hinsehen durchaus mit einem Strafstoß hätte geahndet werden können, mit Obenstrohes Torwart Eike-Arjen Poppmann musste der 19-Jährige mit Verdacht auf Zehenbruch vom Feld.

Damit war bereits die Hälfte der Wildeshauser Torfabirk lahmgelegt. Die endgültige Schließung folgte dann in der 44. Minute, als Kai Schmale nach mehreren rüden Obenstroher Attacken gegen seinen Oberschenkel ebenfalls vom Feld musste. Nur gut dass Schmale bis dahin aber bereits in der achten Minute getroffen hatte, nachdem sich Poppmann einen kapitalen Schnitzer erlaubt hatte, den der Wildeshauser mit der 1:0-Führung eiskalt bestrafte. 'Die sind schon ziemlich robust zur Sache gegangen', erwies sich Wildeshausens Co-Trainer Peter Görke als Meister der Untertreibung, denn Obenstrohe kämpfte mit allen Mitteln, phasenweise am Rande des Erlaubten.

Doch noch führte der VfL Wildeshausen, und noch wurde versucht, die Riesenlücke im Angriff zu schließen. Die Gastgeber machten ordentlich Druck, sodass sich ein offenes Spiel entwickelte. Bis zur 71. Minute hielt die Wildeshauser Abwehr. Bis dato bereitete der kopfballstarke Lars Zwick der VfL-Hintermannschaft besonders bei Standards Probleme. Eine dieser Situationen brachte schließlich doch das 1:1 (71.). Mit diesem Resultat hätten sich die Wildeshauser auch durchaus anfreunden können, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit nutzte Jonas Walter eine unübersichtliche passive Abseitssituation zum aus Wildeshauser Sicht bitteren 2:1-Siegtreffer.

Die Tabellenführung ist der Aufsteiger damit erst einmal an den zweiten Neuling TSV Oldenburg losgeworden. 'Ich kann der Mannschaft trotz der Niederlage nur ein Kompliment machen. Sie hat alles gegeben. Natürlich waren alle geknickt. Aber wir werden sie schon wieder aufbauen', sagte Peter Görke.

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