Ausschuss begutachtet alte Fachräume in der Außenstelle Hohelucht Defekte Gasleitung und überalterte Tische

Hude. Die Verwaltung der Gemeinde Hude hat im Haushaltsentwurf für 2011 90000 Euro für die Sanierung von Fachräumen in der Außenstelle Hohelucht der Peter-Ustinov-Schule eingeplant. Der Schulausschuss nahm das Sanierungskonzept auf seiner jüngsten Sitzung mit einem zustimmenden Nicken zur Kenntnis. Vor der Sitzung überzeugten sich die Politiker während einer Begehung davon, dass die Summe auch unbedingt investiert werden muss. Denn die Räume befinden sich in einem schlechten Zustand.
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Defekte Gasleitung und überalterte Tische
Von Florian Cordes

Hude. Die Verwaltung der Gemeinde Hude hat im Haushaltsentwurf für 2011 90000 Euro für die Sanierung von Fachräumen in der Außenstelle Hohelucht der Peter-Ustinov-Schule eingeplant. Der Schulausschuss nahm das Sanierungskonzept auf seiner jüngsten Sitzung mit einem zustimmenden Nicken zur Kenntnis. Vor der Sitzung überzeugten sich die Politiker während einer Begehung davon, dass die Summe auch unbedingt investiert werden muss. Denn die Räume befinden sich in einem schlechten Zustand.

Besonders der jetzige Werkraum, der in einem kleinen Container untergebracht ist, benötigt dringend eine Generalüberholung. Beim Betreten des Raumes bekommt der Besucher ein bisschen das Gefühl, als ob er eine Zeitreise hinter sich hat. So ging es auch Carsten Möhlenbrock. Der heute 52-jährige Christdemokrat besuchte 1973 noch selbst die Peter-Ustinov-Schule. 'An diesen Werkbänken habe ich noch selber gesessen und meine Bastelkünste unter Beweis gestellt', erinnert sich Möhlenbrock. 'Ich habe noch geschaut, ob ich irgendwo meinen Namen finde, den ich damals bestimmt in einen der Tische geritzt habe', so der CDU-Mann.

Damals dürfte Möhlenbrock sich keine Gedanken darüber gemacht haben, dass er sich an den Werkbänken leicht verletzen könnte. Für die Kinder, die heute in dem kleinen Raum werkeln, sieht es ganz anders aus. Denn die Bänke sehen nicht nur marode und klapprig aus, sie sind es auch. Die Schraubstöcke, die sich an den Werktischen befinden, machen zum Beispiel den Eindruck, als wenn sie jeden Moment auf den Boden fallen könnten.

'Die Bänke sind völlig überholt und genügen nicht mehr dem nötigen Sicherheitsstandard', beklagte sich Ausschussmitglied Nico Rettcher (SPD), der gleichzeitig Schulleiter der Peter-Ustinov-Schule ist. Durch diese Mängel sei es für die Jungen und Mädchen nur schwer möglich, unfallfrei zu arbeiten. 'Hinzu kommt noch, dass es im Raum sehr stark nach Farbe riecht', meinte der Sozialdemokrat. Außerdem seien die Arbeitsplätze nur mit dreibeinigen Stühlen ausgestattet. 'Das ist allerdings gar nicht mehr zulässig. Die Sitze müssen eigentlich fünf Beine haben', sagte Rettcher.

Auch in dem Raum, in dem Physik und Chemie unterrichtet wird, sieht es nicht viel besser aus. Auch dort bestehen so einige Mängel. Zum Beispiel ist die Gasanlage, die für Versuche genutzt wird, defekt. Im schlimmsten Fall könne unbemerkt Gas aus den Anschlüssen strömen. 'Dadurch sind natürlich nicht alle Versuche möglich und wir werden dem Curriculum damit nicht gerecht', sagte Lehrerin Jutta Hartrampf.

Außerdem verfügt der Raum über keine Abzugsanlage. Auch das beeinträchtigt den Unterricht. 'Dadurch können wir beispielsweise keine Versuche mit Schwefel und anderen Chemikalien machen', erklärte Hartrampf. Rettcher sagte, dass er noch bereit sei als Schulleiter, die Verantwortung zu tragen. 'Allerdings nur, weil ich ein großes Vertrauen in meine Kollegen habe', meinte er. Zu dem Ergebnis, dass die Mängel möglichst schnell behoben werden müssen, kam vor einigen Monaten auch ein Fachmann, der die Räume unter die Lupe nahm. Sein damaliges Urteil fiel vernichtend aus. 'Er sagte uns damals, dass wir unseren Raum für die Naturwissenschaften eigentlich dicht machen müssten', sagte Hausmeister Robert Specketer.

Die Verwaltung ist allerdings gewillt, dass sich die Schule bald in einem besseren Zustand präsentiert. 'Die Probleme sind uns bekannt, und wir wollen Abhilfe schaffen', sagte Verwaltungsvize Wolfgang Martens.

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