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Projekt gibt vor allem den zehn Mordopfern ein Gesicht und stellt die Ermittlungsversäumnisse dar
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Ausstellung zum NSU in Volkshochschule

Andreas D. Becker 31.10.2016 0 Kommentare

NSU
Vor knapp 50 interessierten Besuchern wurde am Freitag die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ im Lichthof der Volkshochschule eröffnet, unter anderem von Kuratorin Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung aus Nürnberg. (INGO MOELLERS)

Er konnte der Polizei sogar das Nummernschild des Wohnmobils nennen. Es wird vermutet, dass Mundlos erst Böhnhardt und schließlich sich selbst erschoss, als die Polizei ihnen auf den Fersen war. Drei Stunden später gab es eine Explosion in Zwickau. Das Haus, in dem die beiden zusammen mit Beate Zschäpe gelebt haben, wurde wahrscheinlich von ihr angezündet, um Spuren zu vernichten. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass die Aufklärung der einzigartigen Mordserie des NSU erst begann. Taten, die mindestens so ungeheuerlich waren wie die Versäumnisse während der Ermittlungsarbeiten.

In der am Freitag im Lichthof der Volkshochschule eröffneten Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ des Nürnberger Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) stehen aber vor allem die zehn Menschen im Mittelpunkt, die vom NSU ermordet wurden, beginnend bei Enver Simsek am 9. September 2000 in Nürnberg, endend mit der Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April in Heilbronn. Zudem gingen auf das NSU-Konto 15 bewaffnete Raubüberfälle, bei denen insgesamt 600 000 Euro erbeutet wurden. In der Ausstellung soll vor allem diesen Menschen ein Gesicht gegeben werden, was eindrucksvoll durch die teils sehr offenen Worte der Hinterbliebenen gelingt.

VHS-Leiter Martin Westphal freute sich, die Ausstellung in Delmenhorst zeigen zu können, auch weil die politische Bildung eines der Herzstücke einer VHS sei. Zusammen mit dem Kriminalpräventiven Rat (KPR), dem „Breiten Bündnis gegen Rechts – Delmenhorst bleibt bunt“ wurde die Wanderausstellung in die Stadt geholt. Sie ist bis zum 18. November in der VHS zu sehen und meistens von montags bis freitags in der Zeit von 8.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Um Altersgenossen selbstständig durch die Ausstellung führen zu können, wurden zudem 15 Schüler des Gymnasiums an der Willmsstraße zu Schüler-Coaches ausgebildet.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...