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Abkochgebot bleibt bestehen
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Delmenhorst: Fäkalkeime sind ins Trinkwasser gelangt

ALEXANDRA PENTH 25.01.2015 0 Kommentare

Die Verunreinigung des Trinkwassers in Delmenhorst ist am Sonnabend präzisiert worden: Fäkalkeime sind ins Leitungsnetz gelangt. Daher wird dem Wasser bereits seit Tagen Chlor zugesetzt. Es sollte vor dem Verzehr abgekocht werden.

Das Gesundheitsamt hatte nach dem Verdacht der Verunreinigung des Trinkwassernetzes am Freitag – wie berichtet – ein allgemeines Abkochgebot ausgesprochen und die Stadtwerke Delmenhorst (SWD) haben vorsorglich mit der Desinfizierung des Wassers durch geringe Chlorzugabe begonnen. Nun steht fest: Fäkalkeime, sogenannte E.coli-Bakterien, sind in das von den Stadtwerken geförderte Wasser gelangt. Das Abkochgebot bleibt voraussichtlich bis Ende dieser Woche bestehen, teilten Vertreter der SWD und des Gesundheitsamts am Sonnabend bei einer Pressekonferenz mit.

Stadtwerke
Zur Verunreinigung des Trinkwassers gab es am Sonnabend eine Pressekonferenz. (Ingo Moellers)
„Unsere höchste Priorität gilt der einwandfreien Hygiene des Wassers“, betonte SWD-Geschäftsführer Hans-Ulrich Salmen. Das Präventionssystem der Stadtwerke und des Gesundheitsamtes habe „vorbildlich funktioniert“ lobte er. Frühzeitig sei die Eintrittsquelle der Keime gefunden und geschlossen worden. Es sei der Brunnen 1 im Gebiet Stuhr, er sei seit Mittwoch vom Netz genommen.

„Zu keiner Zeit bestand eine akute Gefahr“, sagte die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr der Stadt, Petra Gerlach, nachdrücklich. Die Reinigung des Wassers durch das Chlor zeige schon zum derzeitigen Zeitpunkt Wirkung. Neue Proben weisen eine „deutlich positive Tendenz“ auf, bestätigte Dieter Meyer, technischer Prokurist der Stadtwerke. Bei Trinkwasser handelt es sich um das am strengsten kontrollierte Lebensmittel.

Beim geringsten Nachweis von E.coli-Bakterien bestehe sofortiger Handlungsbedarf, schilderte der stellvertretende Amtsarzt Hubert Wißkirchen. Hier gäbe es auch keine Grenzwerte, weil die Fäkalbakterien gar nicht im Trinkwasser vorkommen dürften. Weiter wies Wißkirchen auf die Unbedenklichkeit des Wassers beim Duschen und Baden hin. Offene Wunden sollten jedoch abgedeckt werden. Für die Nahrungszubereitung und das Zähneputzen empfahl er, das Wasser vor der Nutzung abzukochen.

Wie die Keime in den Brunnen in Stuhr gelangt sind, könne nur vermutet werden. Wahrscheinlich stammen die Keime aus der Viehhaltung und wurden bedingt durch die Witterung in den Brunnen eingeschwemmt. „Man kann das nicht verhindern, aber man kann ein System installieren, um Störfälle rasch entdecken zu können“, sagte Petra Gerlach. Oberbürgermeister Axel Jahnz äußerte sich positiv zu der Krisenbewältigung: „Das Szenario wird beherrscht, das ist der gut funktionierenden Prävention zu verdanken.“

Nachdem am Donnerstag in einer Probe aus dem Wasserwerk Annenheide Keimbelastungen festgestellt wurden, hätte es am Freitag den Verdacht einer Ausbreitung auf das gesamte Wassernetz gegeben. In laut SWD enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt seien umgehend Maßnahmen wie die Chlorung des Wassers, Hydrantenspülungen und das Erlassen des Abkochgebotes eingeleitet worden. Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheime sowie die Krankenhäuser seien per Telefon informiert worden.

Im Jahr 2000 wurden im Delmenhorster Trinkwassernetz schon einmal Coli-Bakterien nachgewiesen. Die Stadtwerke mussten das Wasser damals über einen längeren Zeitraum chloren. Die beiden Fälle sind aber kaum miteinander zu vergleichen. Vor 15 Jahren sorgte ein „Kurzschluss“ im Leitungssystem der Innenstadt für die Verbreitung der Keime. „Der Keimherd war damals unklar. Wir haben darauf reagiert und ein engmaschigeres Netz entwickelt“, sagte SWD-Geschäftsführer Salmen. Auch während des Hochwassers 1998 hatte die Stadt mit Verunreinigungen des Leitungsnetzes zu kämpfen. Zu weiteren Beeinträchtigungen der Wasserqualität sei es in den vergangenen Jahren nicht gekommen.


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Leserkommentare
linde79 am 20.10.2019 17:58
Wie wäre es denn, wenn man auch mal die Qualität der Lehrer und Lehrerinnen hinterfragte? Wie wäre es in Anbetracht der Bildungsmisere, die ...
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...