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Deutscher Lehrerpreis 2016 geht an das Maxe

Esther Nöggerath 27.09.2016 0 Kommentare

Gruppenfoto des Projekts „Living Library“ am Max-Planck-Gymnasium Delmenhorst, das mit dem Deutschen Lehrerpreis 2016 au
Eigentlich ein Projekt von Lehrern und Schülern: Mit „Living Library“ gewann das Max-Planck-Gymnasium jetzt den Deutschen Lehrerpreis 2016 in der Kategorie „Lehrer: Unterricht innovativ“. (FR, FR/Max-Planck-Gymnasium)

Die Idee zu dem Projekt entstand vor rund anderthalb Jahren: „Wir haben in viel Eigenarbeit die Bibliothek renoviert, und als sie dann im vergangenen Jahr eröffnet wurde, kam die Frage auf, wie wir es hinbekommen, dass die Bibliothek nicht wieder zu einem Ort verfällt, den niemand nutzt“, erzählt Erika Labinsky über die Gedanken hinter der Schülerfirma. Man habe eine lebendige Bibliothek und ein positives Image erschaffen wollen. „Dann kam uns die Idee zur Schülerfirma, die Eventmanagement betreiben sollte“, berichtet Labinsky.

Im August 2015 ging „Living Library“ dann an den Start. 20 Schüler aus dem jetzt zwölften Jahrgang beteiligten sich im Rahmen ihres Seminarfachs, das die beiden Deutschlehrerinnen leiten, an der Firma. „Innerhalb von einem Jahr haben die Schüler unheimlich viel auf die Beine gestellt“, freut sich Labinsky. Unter anderem wurden ein Poetry Slam, eine Autorenlesung und verschiedene kleinere Aktionen wie ein Bibliotheks-Adventskalender organisiert sowie ein eigener Internet-Blog eingerichtet. Seit August 2016 beteiligt sich auch der elfte Jahrgang mit 17 Schülern in zweiter Generation an dem Projekt.

„Für uns als Fachbereich Deutsch ist das Ganze einfach toll, weil wir so viele Lesungen und Veranstaltungen zur Leseförderung gar nicht organisieren könnten“, erläutert Labinsky die Vorzüge des Konzepts. Gleichzeitig sei das Projekt auch für die Schüler eine gute Möglichkeit, Projektmanagement zu lernen und dadurch eine Art Berufsorientierung schon am Gymnasium zu erleben. „Es profitieren beide Seiten sehr davon“, sagt die Deutschlehrerin.

Mit dem Deutschen Lehrerpreis, der vom Deutschen Philologenverband und der Vodafone-Stiftung ausgeschrieben wird, werden jährlich Lehrer und Unterrichtsmodelle ausgezeichnet, die innovativ und zukunftsweisend für die Schule sind. „Herausragend an dem Projekt ist, dass für ein häufiges Stiefkind der Schule, die Bibliothek, durch die aktive Einbindung von Oberstufenschülern im Seminarfach eine Öffnung der Bibliothek stattgefunden hat“, heißt es in dem Gutachten der Preisverleiher.

Dotiert ist der Preis mit 1000 Euro. Was das Maxe mit dem Geld machen möchte, ist aber noch nicht genau klar. „Darüber wird die Schülerfirma in den kommenden Tagen entscheiden“, sagt Labinsky. Ideen gibt es aber schon: „Die Schüler wünschen sich schon seit Längerem ein digitalisiertes Ausleihsystem. Aber ob sie das Geld letztendlich dafür oder doch lieber für weitere Veranstaltungen ausgeben wollen, müssen die Schüler selbst entscheiden.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?