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2. Junior-Super-Cup
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Dortmunder Fernschuss ins Glück

Daniel Cottäus 15.06.2015 0 Kommentare

Es war, als hätte urplötzlich jemand den Stecker gezogen. Kaum war am Sonntagnachmittag der schrille Abpfiff auf der Anlage des Delmenhorster TB ertönt, da fielen die U11-Fußballer des FC Schalke 04 zu Boden. Zwanzig Minuten lang hatten sie zuvor alles versucht, um sich im Finale des 2. Hermes-Junior-Super-Cups gegen den Revier-Rivalen Borussia Dortmund durchzusetzen – am Ende hieß es jedoch trotz deutlichem Schalker Chancenplus 1:0 (0:0) für Schwarz-Gelb. So richtig traurig war S04-Trainer Sam Farokhi trotz der Endspielpleite aber nicht. Dafür hatte es ihm in Delmenhorst schlicht viel zu gut gefallen. „Ich bin absolut zufrieden. Es ist das beste U11-Turnier überhaupt. Wir kommen gerne wieder.“

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Der Pott geht in den Pott: Die U11-Fußballer von Borussia Dortmund haben am Sonntag den 2. Hermes-Junior-Super-Cup gewonnen und feierten bei der Siegerehrung ausgelassen mit dem großen Pokal. (INGO MOELLERS)

Auf der anderen Seite kannte der Jubel keine Grenzen: Die Dortmunder Talente um Finaltorschütze Marius Zentler feierten ihren ersten Sieg beim Junior-Super-Cup. Dessen Vorgänger, den Internationalen Jugendcup, hatte der BVB bereits drei Mal gewonnen. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Jungs“, betonte Trainer Yakup Göksu, dessen Team während des zweitägigen Turniers kein Spiel verloren hatte und nur vier Gegentreffer zuließ – und das, obwohl der BVB ohne etatmäßigen Torhüter angetreten war. „Wir haben keinen, deswegen gehen immer abwechselnd Feldspieler rein“, verriet Göksu, ehe sein Team den großen Siegerpokal entgegennahm.

Fotostrecke: Dortmund gewinnt doch noch einen Pokal

Bereits im Spiel um Platz drei hatten die rund 1000 Zuschauer der Finalpartien am Sonntag ein echtes Derby gesehen – und zwar den Nord-Klassiker zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV. Mit 3:0 entschied der Werder-Nachwuchs das Duell schließlich für sich, Jérôme Blume und Elijah Müller (2) hießen die Torschützen. „Für uns ist es die beste Platzierung bisher in Delmenhorst. Deswegen bin ich zufrieden“, sagte Werder-Trainer Peter Behrens, dessen Team im Halbfinale ganz knapp mit 0:1 am BVB gescheitert war. HSV-Coach Lukas Rösel konnte mit der Derbyniederlage indes gut leben: „Platz vier ist ein tolles Ergebnis. Es war ein super Turnier, eines der absoluten Spitzenklasse.“

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Nordderby um Platz drei: Im Duell zwischen Werder und dem Hamburger SV behielten die Bremer die Oberhand und setzten sich mit 3:0 durch. (INGO MOELLERS)

Diesem Urteil, soviel wurde am Finaltag mehr als deutlich, dürften sich die meisten Trainer, Spieler und Betreuer anschließen. Zwei Tage lang haben 36 U11-Teams aus sieben verschiedenen Ländern auf der DTB-Anlage um den Titel gekämpft. Dabei zeichnete sich der Junior-Super-Cup neben der perfekten Organisation einmal mehr auch durch sportliche Leckerbissen aus. Da war zum Beispiel das Platzierungsspiel um Rang elf, in dem sich die beiden englischen Klubs FC Fulham und FC Liverpool einen packenden Kampf lieferten, den Liverpool erst nach Neunmeterschießen für sich entschied – 6:5. Oder der Auftritt des FC Porto, der nach einem 1:0-Erfolg über Bayer 04 Leverkusen Fünfter und damit beste ausländische Mannschaft wurde. Für noch mehr internationales Flair sorgten die Japaner des FC Toreros Tokio (Platz 33) und die Brasilianer des EC Juventude (Platz 21). Vorjahressieger Hertha BSC Berlin beendete das Turnier auf Platz neun. Der Pokal für den besten Spieler des Junior-Super-Cups ging bei der Siegerehrung nach England: Levi Welsh vom FC Liverpool nahm die Trophäe entgegen. Zum besten Torhüter des Turniers wurde Daniel Gomes vom FC Porto gewählt.

Organisator Michael Zoll wirkte am Sonntagabend zwar abgekämpft, hielt aber fest: „Alles ist so gelaufen, wie wir es uns im Vorfeld vorgestellt hatten. Ich bin sehr zufrieden.“

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Ausgezeichnet: Daniel Gomes vom FC Porto (links) und Levi Welsh vom FC Liverpool wurden zum besten Torhüter beziehungsweise besten Feldspieler des Turniers gewählt. (INGO MOELLERS)

Und Yakup Göksu? Der BVB-Trainer? Der zog sich nach dem Finalsieg seiner Elf erstmal auf eine der Trainerbänke zurück und nahm dort nach und nach Glückwünsche seiner Kollegen entgegen. Ja, das Finale sei für seine Jungs etwas glücklich gelaufen, räumte der Trainer ein, aber das gehöre im Fußball eben dazu. Beim Abklatschen mit seinen Spielern nahm er später jeden einzelnen fest in den Arm. „Ich übernehme zur neuen Saison die U9. Da war Delmenhorst ein toller Abschluss.“


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?