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100 Jahre Atlas
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Bagger als Familienspaß

Jochen Brünner 19.05.2019 0 Kommentare

Im neuen Testzentrum konnten die Besucher die Erfahrung machen, dass Baggerfahren fast ein Kinderspiel ist. Unter der fachkundigen Anleitung von Gerd Frerichs probiert sich hier der neunjährige Marlon aus.
Im neuen Testzentrum konnten die Besucher die Erfahrung machen, dass Baggerfahren fast ein Kinderspiel ist. Unter der fachkundigen Anleitung von Gerd Frerichs probiert sich hier der neunjährige Marlon aus. (Ingo Möllers)

Ganderkesee. Der orangefarbene Filzhut – gegebenenfalls kombiniert mit einer gleichfarbigen Sonnenbrille – gehörte am Sonntag auf dem Gelände des Bagger-Herstellers Atlas zwingend zum Dresscode: Der Tag der offenen Tür – der allerdings Familien von Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern vorbehalten war – bildete gleichsam den Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Firma. Mehrere tausend Besucher schlenderten bei bestem Ausflugswetter durch die Werkhallen und über das weitläufige Areal.

„Wir machen das alles zu Ehren von Hinrich Weyhausen, der die Firma vor 100 Jahren in einem Stall des elterlichen Bauernhofes in Delmenhorst gegründet hat. Wäre er nicht gewesen, würde es das alles gar nicht geben“, erklärte Atlas-Chef Brahim Stitou. Wo einst die Keimzelle des Unternehmens war, befindet sich auch heute noch das Delmenhorster Werk. Auch Eigner Fil Filipov, der eigenen Angaben zufolge vielleicht einmal im Monat im Werk vorbei schaut, präsentierte sich zum Tag der offenen Tür in Atlas-Orange: „Wir sind sehr stolz und bereiten uns auf die nächsten hundert Jahre vor“, sagte er. Atlas sei eine sehr respektierte Marke: Nicht nur Kunden und Lieferanten, selbst die Angestellten seien nach bewegten und turbulenten Jahren inzwischen mit dem Unternehmen zufrieden. „Das sind alles sehr disziplinierte Leute“, lobte er die Belegschaft.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten bereits am Mittwoch: An den ersten drei Tagen bot das Unternehmen stündliche Führungen für Händler und Kunden an. „Wir hatten jeden Tag etwa 300 bis 400 Gäste“, schätzt Stitou. „Und das bei laufender Produktion.“ Am Sonnabend folgte dann ein Galaabend für 200 geladene Gäste mit Frank-Sinatra-Double Jens Sörensen und Jubiläums-Feuerwerk. „13 Nationen waren vertreten, unter anderem aus den USA, Kanada, Japan und Saudi Arabien“, berichtet Stitou und betonte auch noch einmal die Leistungen der eigenen Mitarbeiter. „Wir haben die ganze Planung mit unseren eigenen Leuten auf die Beine gestellt. Innerhalb von 24 Stunden haben sie etwa das Prüfzentrum in eine Festhalle verwandelt.“

Demo-Center fast fertig

Pünktlich zum Jubiläum hatte die Atlas GmbH auch das neue Test- und Demo-Center zumindest soweit fertig gestellt, dass sich die Besucher selbst einmal an der Bedienung eines Baggers versuchen konnten. Egal, ob 15-Tonnen-Maschine oder Minibagger: Unter der fachkundigen Anleitung von Gerd Frerichs machte der neunjährige Marlon die Erfahrung, dass Baggern fast ein Kinderspiel ist: Mühelos ließ er den Bagger schwenken und er schaufelte einige Fuhren Sand von einem Haufen auf den anderern. „Hier kann jeder Besucher Berge versetzen“, sagte auch Atlas-Mitarbeiter Frank Engels, der den größeren Bagger betreute.

Das Demo-Center ist die neueste Attraktion des Atlas-Werks: Besucher, die nicht selbst baggern möchten, können von einer Dachterrasse aus die Leistungsfähigkeit der Atlas-Produktpalette in Augenschein nehmen. „Bis auch die letzten Arbeiten erledigt sind, wird es aber vielleicht noch sechs bis acht Wochen dauern“, kündigte Stitou an. Auf jeden Fall sei die Investition ein weiteres Bekenntnis zum Standort Ganderkesee.

Nachdem die Firma 2010 kurz vor der Insolvenz stand, haben Fil Filipov und Brahim Stitou Atlas in den vergangenen Jahren wieder auf einen stabilen Kurs gebracht. Auch wenn das Unternehmen von Stagnationen, Fehlentwicklungen und Rückschlägen nicht verschont geblieben sei, habe nie der Mut zu einer Neuausrichtung und zum Weitermachen gefehlt, hieß es. Gegenwärtig hat die Atlas GmbH vier Standorte: neben Werken in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta auch noch im schottischen Bradford. In Deutschland umfasst das Netz 30 Händler mit 120 Servicestationen, in Europa kommen weitere 120 Servicestationen hinzu.


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Leserkommentare
Wesersteel am 19.10.2019 12:05
Da hat man sich genau den Richtigen zum Gespräch rausgesucht,denn der Hering ist ein Arbeitgeber-Betriebsrat !
Bremen99 am 19.10.2019 12:01
Na das passt ja hervorragend: 70 Jahre SPD-Regierung in Bremerhaven steht dann für "Ruinen schaffen ohne Waffen".

Wenn Bremerhaven die ...