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Die Wiederentdeckung eines großes Malers

Volkmar Friedrichs 10.06.2019 0 Kommentare

"Im Granatfeuer" malte der in Delmenhorst aufgewachsene Maler Fritz Fuhrken 1919, es entstand in der Kriegsgefangenschaft in England. 1994 wurde Fuhrkens Werk durch eine Schau im Haus Coburg zurück ins öffentliche Bewusstsein gebracht. (FR)

Alle Vögel sind schon da“, „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder auch „Rosamunde“ – Gotthilf Fischer betrat beim Delmenhorster Stadtfest die Bühne auf dem Rathausplatz, gab Ton und Takt an und mehr als 1200 Menschen sangen begeistert mit. Der Gründer der berühmten Fischer-Chöre brachte sein Publikum eine Stunde lang quer durch das deutsche Liedgut zum Mitsingen. Dabei mischte auf der Bühne auch der Männergesangverein Stickgras kräftig mit. Auch die Delmenhorster Bäckerinnung war wieder auf dem Stadtfest vertreten und hatte 100 Meter Butterkuchen mitgebracht, das Stück für eine Mark. Die Aktion der Bäcker kam an, die Stadtfestbesucher standen Schlange. Der Erlös kommt dem Kinderschutzbund Delmenhorst zugute (13. Juni 1994).


 „Wir haben einen Haufen Arbeit vor der Brust, was unser Bildungssystem betrifft“, sagte Bundesbildungsminister Professor Karl-Hans Laermann (FDP) bei seinem Besuch in Delmenhorst. Er habe vor Kurzem mit einer Abiturientenklasse gesprochen. Fast alle wollten studieren, aber über die Hälfte habe noch nicht gewusst, was. Laermann: „Dabei kann doch nichts rauskommen.“ Der Minister hatte sich im Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft unter anderem über die von der Einrichtung praktizierten ausbildungsbegleitenden Hilfen informiert. Nach diesem Konzept werden Jugendliche, die aufgrund von Lern- und Wissensdefiziten Probleme in der Lehre haben, in kleinen Gruppen bis höchstens vier Teilnehmer unterrichtet und das mit sehr großem Erfolg (8. Juni 1994).


Der Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg, Wilhelm Sievers, hat sich für das Kirchenasyl ausgesprochen. Sievers, auch Oberhirte der evangelisch-lutherischen Gemeinden in Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg, sagte, es gebe nicht nur Rechtspflichten, sondern auch eine Gewissensverantwortung, und die führe im Zweifelsfall dazu, Flüchtlinge vor Abschiebung zu schützen. Dabei sei klar, dass Kirchenasyl gegen die geltende Rechtsordnung verstoße, denn die Kirche sei kein rechtsfreier Raum, sagte der Bischof (10. Juni 1994).


Er habe Hochachtung vor dem, was seine Vorfahren geschaffen haben, sagte Jan Lahusen aus Bremen bei einem Familientreffen der Lahusens auf dem einstigen Nordwolle-Fabrikgelände in Delmenhorst. Sein Ururgroßvater Carl Lahusen sei ein tatkräftiger und weitsichtiger Mann gewesen. Dem im Aufbau befindliche Fabrikmuseum will Jan Lahusen alte Dokumente aus dem Familienbesitz, Bibeln und Bilder aus Wohnräumen für Ausstellungen zur Verfügung stellen. Die Familie Lahusen ist weit verzweigt. Allein Carl Lahusen hatte 43 Enkelkinder. Kai C. Lahusen kam ganz aus Buenos Aires zu dem Familientreffen. Er ist Nachfahre des vor knapp 110 Jahren nach Argentinien ausgewanderten Gustav Lahusen und gerade geschäftlich in Deutschland unterwegs. Das weitgereiste Familienmitglied hatte der Stadt Delmenhorst ein Geschenk mitgebracht: Eine Familienbibel mit Widmung aus dem Jahr 1837 und einer handschriftlichen Genealogie seiner Familie. Das gute Stück wurde gleich von Hans-Hermann Precht, Mitarbeiter des Fabrikmuseums, in Sicherheit gebracht (13. Juni 1994).


Mit mehr als 100 Werken von Fritz Fuhrken stellt die Städtische Galerie Haus Coburg erstmals nach einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme das Gesamtwerk eines Künstlers aus dieser Region vor. Das Hauptinteresse kommt dabei dem Frühwerk Fuhrkens zu, das seinen Ruf begründete: den während des Ersten Weltkriegs und unmittelbar danach entstandenen expressionistischen Arbeiten mit dramatisch aufgebauten Farbkontrasten. Fritz Fuhrken hat zeitweise auch in Delmenhorst gelebt. 1894 in Oldenburg-Nadorst geboren, zog seine Familie, als er sechs Jahre alt war, nach Stickgras, wohin sein Vater als Lehrer versetzt worden war. In Stickgras ging Fritz Fuhrken acht Jahre lang zur Schule und besuchte anschließend das Lehrerseminar in Bremen, das wegen Ausbruch des Ersten Weltkrieges vorzeitig endete. Fuhrken nahm an beiden Weltkriegen teil, geriet im Ersten Weltkrieg in britische Gefangenschaft, musste im Zweiten Weltkrieg die Schlacht um Stalingrad miterleben und wurde anschließend nach Nordfrankreich abkommandiert. Dort nahm sich Fuhrken, von zwei Kriegen innerlich vernichtet, im Juli 1943 das Leben. Wie Oberbürgermeister Jürgen Thölke bei der Eröffnung der Ausstellung sagte, war Fuhrken in seiner Jugendzeit außerdem von den damaligen Protestbewegungen gegen die Erstarrung der bürgerlichen Welt geprägt worden (13. Juni 1994).


Das Delmenhorster Arbeitsamt hat sein Stellenangebot erheblich erweitert. Möglich macht das ein Bildschirmgerät: der elektronische Stellen-Informations-Service (SIS). Zwei dieser Geräte stehen seit Kurzem im Arbeitsamt und finden großen Zuspruch. Sie können von den Jobsuchenden selbst benutzt werden, die sich die interessanten Angebote auch gleich ausdrucken dürfen. Das neue Stellensystem enthält unter anderem circa 2000 Angebote aus dem gesamten Arbeitsamtsbezirk Oldenburg sowie 7500 freie Arbeitsplätze aus einem Umkreis von 60 Kilometern. Wegen der großen Nachfrage sollen drei weitere Geräte in Delmenhorst installiert werden. Bundesweit gehen inzwischen zehn bis 15 Prozent der vermittelten Stellen auf das SIS zurück (14. Juni 1994).


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...