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15 Jahre Riverboat Doctors International
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Entwicklung in kleinen Schritten

Jochen Brünner 17.04.2019 0 Kommentare

Der Verein Riverboat Doctors International hat den Kindergarten in Buniadu um einen dritten Raum erweitert. Das Mobiliar stammt ebenfalls aus Deutschland.
Der Verein Riverboat Doctors International hat den Kindergarten in Buniadu um einen dritten Raum erweitert. Das Mobiliar stammt ebenfalls aus Deutschland. (Fotos: Riverboat Doctors International)

Ganderkesee/Buniadu. Der Verein Riverboat Doctors International (RDI), der von Bookholzberg aus eine Krankenstation und seit 2017 auch einen Kindergarten in dem Dorf Buniadu im westafrikanischen Staat Gambia betreibt, feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Nachdem der Verein in den vergangenen Jahren unter anderem den Betrieb der Krankenstation auf einheimische Kräfte umgestellt sowie den Kindergarten ausgebaut hat, zeigt sich Vorsitzender Christian Göken vollauf zufrieden mit der Entwicklung der Situation vor Ort.

So ist die Erweiterung des Kindergartens um einen dritten Raum nunmehr abgeschlossen. „Zwei Räume für 100 Kinder waren einfach zu wenig“, erklärt Göken. Tische und Stühle sowie die Tafeln stammen inzischen aus Deutschland, und auf dem Spielplatz gibt es jetzt eine Nestschaukel.

„Die Personalunterkunft, die wir für die Gesundheitsstation gebaut haben, verfügt über Strom und fließend Wasser und entspricht fast europäischen Standards. Aber das ist auch notwendig, um die beiden Krankenschwestern, die nicht aus Buniadu stammen, zu halten“, sagt der Vorsitzende.

Denn seit dem politischen Machtwechsel vor zwei Jahren, als der Diktator, der Gambia 22 Jahre lang regiert hatte, seinen Hut nahm, habe sich einiges getan. „Das merkt man vor allem an steigenden Löhnen und steigenden Preisen. Damit wir unsere beiden ausgebildeten Fachkräfte halten können, mussten wir auch da mitziehen“, erklärt Göken. Um das Management vor Ort kümmert sich inzwschen die Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Project Aid the Gambia und ihr deutscher Trägerverein Projekthilfe Gambia. Gerade diese Kooperation habe den RDI einen großen Schritt nach vorn gebracht, freut sich der Vorsitzende.

Betrieb kostet 35 000 Euro jährlich

„Weitere Erweiterungen haben wir immer im Kopf. Aber um weiter träumen zu können, müssen wir erst einmal die Finanzen regeln“, sagt Göken. Für den Betrieb der Gesundheitsstation würden inklusive der Lohnkosten 25 000 Euro im Jahr benötigt, der Kindergarten koste weitere 10 000 Euro. Neben den Mitgliedsbeiträgen muss der RDI diese Summe aus Spenden akquirieren. „Mein Wunsch wäre, dass es uns gelänge, so viel Geld zu sammeln, dass der Betrieb von Gesundheitsstation und Kindergarten für ein Jahr im Voraus gesichert wären“, sagt Göken.

Im April und im Mai seien zwar keine Helfer aus Deutschland vor Ort, darüber hinaus sei man aber bis Ende des Jahres bereits ausgebucht, erklärt der Vereinsvorsitzende. "Es freut mich besonders, dass auch Wiederkehrer dabei sind." Die Hamburger Ärztin Jana Baum etwa sei in den vergangenen eineinhalb Jahren vier Mal in Buniadu gewesen. "Die geht in ihrer Tätigkeit geradezu auf", sagt Göken. Es fasziniert sie, was wir dort in kleinem Rahmen leisten und dass die Entwicklung geradezu mit Händen zu greifen ist."

Der Krankenwagen, der 2015 aus Ganderkesee nach Buniadu überführt worden war, hat inzwischen übrigens das Zeitliche gesegnet. Bei einem Unfall ohne Personenschaden sei die Karosserie so stark beschädigt worden, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohne. So steht die Gesundheitsstation gegenwärtig also wieder einmal ohne eigenes Fahrzeug da. Auf die Patientenzahlen hat dies aber keinen Einfluss: Jeden Monat behandelt das Team vor Ort etwa 1000 Patienten, manche von ihnen nehmen weite Wege auf sich.

Gegründet worden war Riverboat Doctors International im Jahr 2004 mit dem vorrangigen Ziel, die medizinische Versorgung in Gambia mit einem Lazarettschiff zu verbessern. 2007 hat der Verein dann die stark renovierungsbedürftige Gesundheitsstation in Buniadu übernommen, die damals weder über Strom noch fließend Wasser verfügte. Bis 2011 dauerte es, ehe es Licht (über eine Solaranlage) und sauberes Trinkwasser gab. 2012 wurden in Buniadu erstmals mehr als 1000 Patienten im Monat behandelt. 2016 kehrte das Gründerehepaar aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück. Seitdem organisiert der Verein den Betrieb mit Personal aus Gambia und mit Unterstützung des Vereins Projekthilfe Gambia.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?